a very independent production - fear and loathing - worldwide

30 Apr 2003

Neuer Job für von Comical Ali

Der arabische Fernsehsender El Arabija hat dem früheren irakischen Informationsminister Mohammed Sajjid el Sahhaf einen neuen Job angeboten. „Wir hätten ihn gerne für Talkshows, wo die Leute anrufen und Fragen stellen können, oder als Kommentator“, sagte der Generaldirektor des Senders, Ali el Hadethi.

Ja das können wir uns gut vorstellen.
Talkshow:
Anruferin: Mein Mann hat mich verlassen, wo ist er?
Herr Sahaf: Im Moment wird sein Magen im Himmel geröstet.
Anruferin: Danke schön.

ja, mehr davon!

29 Apr 2003

musik: counting crows: a long december

natürlich habe ich nie musik aus dem internet heruntergeladen. aber wenn ich es getan hätte, dann wäre es vor knapp einem jahr gewesen. da war ich sehr unglücklich. und damals brauchte ich, den soundtrack für mein leben.
ich bin auf die seiten des ehemaligen sz-jugendmagzins jetzt gegangen. dort gibt es eine rubrik, die nennt sich: verlieben, lieben, entlieben.
dort wiederum hatten leute ihre lieder für das entlieben aufgeführt.

damals habe ich stunden damit verbracht mir diese lieder zu besorgen.
das sind meist unheimlich schöne lieder, aber wenn ich sie heute höre, stimmen sie mich komisch. melancholisch. dennoch glücklich. jetzt wieder.

hier also - obwohl oder gerade weil ich sie gerade nicht brauche: eine meinherztutwehmusik liste - vielleicht braucht sie ja jemand für euch da draußen.

es ist schön, aber es tut auch ein bischen weh (musik gefüllt mit vielen dicken tränen)

(die reihenfolge ist beliebig...)

- a long december - counting crows (ganz gleich welcher monat ist...und counting crows haben einen ganzen koffer voll lieder, die einem die tränen ins gesicht treiben)

- the space between - dave mathews band (zuhören und ja...für die zeit, wenn nur fragezeichen im kopf sind)

- wonderful - everclear (dont tell me everthing is wonderful!)

- drive you home - garbage (schön, I've never said, that i am perfect)

- friend is a four letter world - cake (ne freund nu wirklich nicht: klassiker)

- song for the dumped - ben folds five (hört auf den text: und jawoll!)

- falls apart - sugar ray (Emptiness is nothing you can't share)

- Alone - Creed (jo, alleine, alleine, alleine)

- Last Kiss- Pearl Jam (für sich selbst sprechend)

- Stay ( missed you) - Lisa Loeb (klassiker)

und nu isses viel zu spät...

28 Apr 2003

musik: gleich drei fragezeichen.


nachricht des tages: ein schwarzer tag für den weißen hai
der arme wurde von einer gruppe touristen mit sonnenschirmen gelyncht.

Rache in Rio

27 Apr 2003

musik: der nasale koch aus sat1 näselt etwas über manioks und fett.

gestern waren wir in einer kneipe und sind ordentlich versumpft. man wollte nur auf ein kleines bierchen gehen und ratz fatz war es drei uhr und die kneipe machte zu.

nett war es dort. das publikum war eine abgefahrene mischung aus fies, cool tätowierten und aus schicksen und bös trendigen menschen. irgendwann wußten wir, dass es zeit ist für neue tätowierungen. hätte jemand eine nadel gehabt, hätten wir uns umgehend schöne und auch großflächige körpermalerien verpassen lassen. war aber nicht.

ansonsten waren dort:
- der mann mit dem großen tier im gesicht und den händen, die größer waren als der münchner marienplatz
- möbius der barkeeper ohne emotionen (der tätowierte an sich, ist ja gerne depressiv :)))
- die drei braven mädels, die etwas deplatziert wirkten, aber alle halbe stunde mal vor die tür gingen und ordentlich einen durchzogen
- alte bekannte, mit mantas, mit der ich die rezepte der ewigen jugend definierte: nie creme benutzen, nie abschminken und man sieht mit 52 noch aus wie mit 25.

ansonsten gehen wir heute auf kaffeefahrt - das wird toll!!!
hier infos zum thema

24 Apr 2003


musik: trauermarsch (oder so)

herbert riehl heyse ist tot.

eines meiner - wie sagt man - vorbilder. einer desses texte meinen berufswunsch geprägt haben. einer der witz hatte und gefühl. einer dessen kunst der ironie zwischen jeder zeile stand. ein großer journalist weniger.

und dennoch:
vielleicht wird ja jetzt ein platzerl für mich frei

musik: emil bulls (aber meine boxen sind kaputt und es knattert und zwitschert nur und brummt und schäppert nicht)

heute morgen hatte ich mal wieder frühdienst bei der online-ausgabe einer großen tageszeitung.
und es ist immer wieder lustig - falsches wort - faszinierend, irritierend, amüsierend, dass ich in den drei stunden mit darüber entscheide, was die menschen als "die nachrichten" wahrnehmen. somit präge ich in dieser kurzen zeitspanne (nicht maßgeblich und schon gar nicht objektiv oder unabhängig) ein kleines bild ihres bildes von der welt da draußen.

aber da ich dort nur ein kleiner dienstleister bin, fülle ich ihre köpfe nur damit, womit sie ohnehin schon voll sind. gebe ihnen das, was sie (und meine arbeitgeber) erwarten, damit das bild der welt, jenes bleibt, dass andere mühevoll (aber schon gar nicht objektiv oder unabhängig) aufgebaut haben.

darüber wie und warum ereignisse zu nachrichten werden, könnte ich mich jetzt stundenlang wahlweise (oder auch beides auf einmal) aus politischer und/oder kommunikationswissenschaftlicher sicht auslassen.

mach ich aber gar nicht ;)

23 Apr 2003

musik: keine

kaum ist der tag fast vorbei habe ich auch schon zwei bewerbungen geschrieben. ich hasse bewerbungsschreiben inzwischen. immer komische und dennoch einzigartige begründungen finden, warum man sich just bei diesem unternehmen bewirbt.

ich habe mal wieder mein bestes gegeben und harre nun einer antwort, die meist spät, meist negativ und manchmal auch nie eintreffen wird.

falls dies ganz zufällig ein großer journalist liest, der einem kleinen eine chance geben will - kann ich nur sagen: nur zu, nur zu!

22 Apr 2003

(neue rubrik bei der jule:) musik des beitrags: counting crows: auch wenn april ist: long december und einiges anderes:
*erst stand die rubrik am ende des beitrags, aber ich denke, dass die musik die gedanken begleitet und in eine richtung fliessen lässt: also jetz ganz am anfang:

nicht ist fertig, vieles angefangen und alles in stadien irgendwo dazwischen.
so fühlt sich mein tag heute an.

hart- und einige softfacts:
angefangen aufzuräumen - viel, viel und noch mehr unordnung gemacht, lustige dinge gefunden und dann damit aufgehört - fazit: grosses chaos in meinem wohnraum
angefangen dinge zu ordnen - nicht geschafft - grosses durcheinander
angefangen steuern zu machen - nichts verstanden, nicht gemacht und nicht durchdacht
angefangen mal wieder über die meine berufliche und sonstige zukunft nachzudenken - nicht weiter gemacht - warum auch?
angefangen mal wieder darüber nachzudenken warum ich vor manchen fragen soviel angst habe und ich mich wenn ich sie nicht stelle so schlecht fühle.
angefangen dinge ändern zu wollen, aber nicht weit gekommen.

ansonsten:

kennt ihr das - ein buch oder eine schöne reportage zu lesen und wenn das was man liest so richtig, richtig gut ist, dann fühle ich einen herzensschmerzen. zum einen freue ich mich so etwas schönes zu lesen, gleichzeitig sagt alles in mir, dass es das ist, was ich erreichen will. so schreiben zu können, so das zu sagen was ich sagen will. dass ich nichts anderes will, als das.

und dann kommt so ein kleiner vogel der manchmal auch größer ist, der sich auf meine schultern setzt und sagt: aber so wirst du es nie schaffen.
er sagt nie, dass alles unmöglich wäre, aber so wie ich meine ziele, ziellos ansteuere und nichts halbes und nichts ganzes, sondern nur kleine klecker dazwischen produziere, so werde ich auch nie den großen vogel abschießen.

ein ganz oder gar nicht muss her. entweder das eingeständnis, dass aus mir nichts (für mich) grosses wird, oder die arbeit daran, dass es so wird.

momentan ist alles zwischen irgendetwas. der weg ohne landkarte. ein schwimmen ohne ufer. ein paddeln ohne ruder. was weiß ich.

was ich weiß, wissen muss, mir erzählen muss: nur wenn ich paddel komme ich zum ziel, sonst werde ich nur irgendwo angeschwemmt

16 Apr 2003

Ein weiteres Highlight aus dem Netz - mit bildendem Anspruch und ohne Interesse des, aber um so mehr Interesse für - das Kapital.;D
Wer wird Revolutionär?

Er wird uns fehlen. Comical Ali ist unauffindbar. Die Gerüchte schlagen hohe Wellen. Hat Microosft ihn angeheuert?



"Q. Reporter: Mr. Sahhaf, does Microsoft intend to appeal the federal judge's decision that it was, in fact, a monopoly.

Sahhaf: Decision, what decision? Don't make me laugh. There has been no decision. The government's lawyers are criminal dogs. They should be hit with shoes. At this moment, God is grilling their stomachs in hell for challenging our monop ... er, company."

We Love the Iraqi Information Minister

15 Apr 2003

Das Saddam-Kartenspiel
praktisch - mit dem diktator unterwegs ;)

Neues aus der Viruskiste: Auf den Philippinnen ist ab heute das Lachen in Aufzügen verboten. Aber wer hat heutzutage auch noch was zu lachen *grummelgrummelgrummel*

14 Apr 2003

ghostwriter gesucht!
hilfe. ich habe eine schreibblokade. bis heute abend muss ein artikel stehen und ich schaffe es einfach nicht auch nur den einstige zu schreiben. anstelle anständiger arbeit habe ich die welt im netz nach katastrophen durchsucht (SARS; Algerien, Tirkrit und der Rest), die welt des klatsches und des tratsches besucht (jessica lynch ist eine schönheitskönigin aus new york, russel crowe ist sparsam in den flitterwochen und superstar daniel findet superstar-alexander doof), ich habe sämtliche jobbörsen durchkämmt, was mich wiederum zu argen zukunftsängsten brachte.
ich bin seit drei monaten fertig mit meinem studium, frau magister, akademikerin und immer dachte ich in meiner jugendlichen naivität, dass ich nach dem studium auch irgendwann beginnen würde zu arbeiten. mit vertrag, festanstellung, kollegen und allem drum und dran. aber momentan sieht gar nichts so aus, als würde es irgendwann so werden. ich sitze hier rauche eine zigarette nach der anderen und frage mich ob es schon zeit ist alles was ich wollte über den haufen zu schmeissen.
ich weiss ja nicht mal wo ich hin will, wo ich mich bewerben sollte, wo meine chancen größer sind als ein fliegenschiss auf einem biertisch. ich fühle mich orientierungs- und planlos.
ich will nicht in ein hinterletztes kaff und eigentlich will ich auch nicht weg. aber langsam wird es zeit mir gedanken zu machen wo ich denn hin will mit meinem angefangen leben.
es hilft ja alles nichts. arbeit habe ich ja dennoch. was ja im grunde auch nicht das schlechteste ist. aber ich fühle mich gerade dabei nicht wohl. vielleicht weil ich das erste mal seit jahren nicht weiss wie es weiter geht. im studium war ja alles klar, man studiert, lässt die zeit an einem vorüber ziehen, macht mal dies, mal das und einiges dazwischen. und plötzlich ist man fertig und muss mit dem richtigen (beruflichen) leben anfangen. wenn ich nur dran denke wird mir schon schlecht.

also finger gespitzt und ran an die arbeit und den horizont meiner zukunft auf morgen elf uhr - abgabe meines artikels - beschränken

13 Apr 2003

ich komme gerade zurück von einer hochzeit die keine war, denn es war schon lange geschehen und es war nur noch das fest was zu feiern war. dennoch war es nett, alte kollegen wieder getroffen, die schockierende einzelheiten über ihren lebenswandel ausschenkten als wäre es freibier. mein lieber alter chef hat heute anarchische beziehungen mit drei frauen um nur ein detail hier los zu werden. gedankt sei alles dem internet - also: nicht aufgeben weiter machen!

meine begleitung über derer begleitung ich mich sehr gefreit hätte, musste auf grund von aus dem tiefesten inneren kommenden problemen seinerseits absagen und wäre wohl auch nicht in der lage gewesen die köstlichkeiten des abends zu genießen.

ansonstan hat mich die die totsünde der faulheit, wie auch die der maßlosigkeit und manchmal auch so andere erfasst. konkret heißt das, dass ich den tag des herren mit arbeit verbringen muss, und mich deshalb auch jetzt inständig meinen freunden den drei fragenden zeichen widme, die mich jederzeit sanft aber bestimmt in den schlaf befördern.

12 Apr 2003

uptown girls...wir haben es getan. nach jahren des kratzens, drückens und ignorierens haben wir uns unseres großen weissen, kühlen freundes angenommen und ihn von ca. zwölf eimern eis befreit. jetzt kann er wieder zeigen was er kann und frieren, frieren, frieren. vielleicht sollten wir ihm noch einen schal schenken, damit er nicht all zu sehr friert. aber, nein. geht ja gar nicht, ich habe meinen schal schon wieder in der kneipe liegen lassen. sorry großer weißer freund.

ansonsten kann ich mich heute schwer aufraffen und habe nach der großen anstängungen ein halbes drei meter großes überraschungsei verschlungen. zum einen mag ich überhaupt keine schokolade zum andern ist mir jetzt furchtbar schlecht.

was mit dem heutigen freitag noch passiert, weiß bis jetzt nur der wind.

11 Apr 2003

der tag ist schon alt - eigentlich falsch, denn im grunde ist er ganz neu. heute war ein guter tag für unser haus. mein roomie hat hervorragende post bekommen, die uns gleich hat an- und später aufstoßen lassen. jetzt ist es zeit die ruhestätte aufzusuchen, bevor die blaue stunde naht, aber so ganz leer möchte ich meinen kleinen, neuen und auch blauen blogg hier nicht seinem schicksal überlassen.

ich habe heute mal wieder festgestellt, dass es dinge gibt, die ich noch lernen muss, bevor ich eine ganz große werde. das professionelle fernsprechen sei hier als zentraler punkt vermerkt. nun hilft da nur üben mein soft skill auszubauen und um zu üben muss man sich einfach mal überwinden. einfach ist es ja immer dinge vor sich hin zu schieben, weil es ja auch irgendwie anders geht. und unverschämter weise klappt dann immer noch alles. mehr glück als verstand - aber immerhin eines von beiden. auf dauer ist hilft nur eines: hörer nehmen und des nachtens telefonstreiche gemacht, routine ist das zauberwort - und wann anfangen, wenn nicht jetzt?

gute nacht wo immer ihr auch seid (wer erinnert sich noch an den nachtfalken - und was der immer als schlusswort hatte?)

Yippydee und Yippiduu - da ist er mein Blog - die Diary Jule kehrt zurueck ins Netz.