a very independent production - fear and loathing - worldwide

30 Sept 2006

sweet home

heute sagte mein horoskop, was ich morgens las: make changes at home that will allow you the freedom you need to be successful. A new workspace at hime will inspire you to develop an idea into a moneymaker.

ne stunde spaeter habe ich die zusage von der wg bekommen, die ich mir am mittwoch angeschaut habe. naechstes wochenende kann ich einziehen. und dann kommen mir bestimmt auch moneymaker-ideen. wat wird das schoen wieder ein eigenes zimmer zu haben. zwar klein, aber mit doppelbett, schrank und kleinem schreibttisch was will man mehr...dazu gibts da ein wohnzimmer mit vielen couchen und eine kueche. meine mitbewohner kenn ich noch nicht so richtig, aber wir werden sehen...

29 Sept 2006

neues aus dem land der grossen weissen wolke

heute war die grosse weisse wolke, nach der die maori dies land benannt haben, mal abwesend. und ich hatte sowas wie meinen ersten job. waehrend wunderbarem sonnenschein habe ich flyer fuer eine tanz- und konzertveranstaltung meines hostels durch die stadt getragen und mir so eine nacht in jenem verdient. irgendwo muss man ja schliesslich anfangen. (ich glaube ich habe jetzt einen kleinen sonnenbrand aud der nase, die sonne hier ist wirklich 'ne bitch.)

gesternabend habe ich mir zudem ein zimmer angeschaut, was zur abwechslung mal ganz nett war. am sonntag bekomme ich bescheid, ob ich dann die woche drauf da einziehen kann.

ansonsten war heut shoppen mit nina aus wuppertal,die hier studiert angesagt. mein englisch hat sich dadurch nicht verbessert, jedoch meine stadtkenntnis und meine laune, was ja auch schon mal was ist. morgen kommt wieder die zeitung mit den stellenangeboten raus und vielleicht kann ich mich ja mal aufraffen irgendwo anzurufen (und zu hoffen, dass das neuseelaendisch des angerufenen nicht all zu vernuschelt ist) oder irgendwo vorbei zu schauen.

und jetzt ist friday night und ich goenn mir mal ein tui.

27 Sept 2006

raining, paining...

...so richtig erfolgreich war meine erste woche hier in wellinton nicht. bis jetzt habe ich mir zwei wohnungen angeschaut. eine war so weit weg von der city, dass ich genausogut auch zu hause in muenchen wohnen koennte. die andere lag genau da, wo es eigentlich cool waere zu wohnen, nur entpuppte sich das zimmer mehr oder weniger als ein fensterloses verlies in einer maennerwohnheimartigen unterkunft. auch nicht 100 pro mein fall.

auch auf der job-suche front ist die lage eher duester. was vor allem wohl auch daran liegt, dass ich nicht recht weiss was ich machen will. es soll halt was nettes sein. morgen werde ich mal eine agentur anrufen, vielleicht haben die ja was fuer mich.

die dritte front, die konzertierte menschen-kennenlern-aktion ist bis jetzt auch nicht so erfolgreich. in den letzten drei tagen habe ich nur ein paar worte mit dem netten kanadier vom hostel-tresen (und wie geht's...), mit einem soziologen aus trinidad und tobago und einem irgendwie verrueckten und nicht wirklich sympathischen neuseelaender gewechselt. aber irgendwo muss man ja anfangen...

und irgendwie ist das ganze so anstrengend, dass ich staendig muede bin. aber heute ist ja nicht aller tage abend. also fuer heute schon, aber morgen gehts dann mit neuem elan weiter.

26 Sept 2006

smile like you mean it

auch wenn es sich immernoch grossartig anhoert: hey ich bin in neuseeland, kann das ganze doch manchmal ziemlich einsam sein. heute habe ich - recht unerfolgreiche - schritte unternommen um ein zimmer oder einen job zu bekommen. aber ich muss mir dann auch immer selbst sagen, ich bin ja noch nicht mal eine woche in wellington. da ist wohl geduld angebracht.

vielleicht sollte ich auch zurueck nach auckland gehen, wo ich wenigstens zwei menschen kenne. aber so leicht kann ich hier natuerlich nicht aufgeben. es ist nur manchmal hart zu verarbeiten, dass ich mich hier nach irgendeinem bloeden job umschauen muss, wo ich doch zu hause den job hatte, den ich immer haben wollte. und dann muss ich mir immer wieder sagen: dass ist der weg zum ziel. kopf hoch. laecheln angezogen. und los!

25 Sept 2006

windy

jetzt ist schon wieder eine woche vergangenen, in der ich mich nicht gemeldet habe. inwischen bin ich in wellington angekommen. auch wenn es hier momentan recht kuehl und windig ist, scheint mir wellington nach erster begutachtung eine stadt zu sein, die mir durchaus gefallen koennte. man koennte ja denken, dass in der zweitwindigsten stadt der welt irgendjemand auf die idee kommen wuerde winddichte fenster in haeuser einzubauen. ist bis jetzt aber niemand. und waehrend ich hier im foyer meines hostels sitze und die leute auf der strasse versuchen, sich gegen den wind lehnend fortzubewegen, zieht es von allen seiten wie hechtsuppe. (ich glaube wenn ich hier ein cafe aufmachen wuerde, wuerde ich es hechtsuppe nennen).

aber zurueck zu wellington: die stadt hat ein lebendiges zentrum mit kneipen und restaurants aller art. es gibt hier offenbar eine durchaus nicht kleine alternative szene und der wellingtonian an sich bindet sich schon mal einen lebensgrossen ausserirdischen als nierenwaermer um den bauch oder traegt rosa-farbene dreads.

alle meine bekannten, die ich auf der tour durchs land kennen gelernt habe, haben sich nun entweder auf den weg zurueck nach auckland oder auf die suedinsel gemacht, sodass ich hier nun wieder keinen menschen kenne.

und haeufig fuehle ich mich auch ein wenig sprachlos. es ist ja nun nicht so, als spraeche ich ueberhaupt kein englisch. aber bei englaendern oder auch kiwis dauert je nach akzent jedoch hauefig ein paar sekunden, bis ich verstanden habe, was mein gegenueber gerade gesagt hat. (manchmal erschliesst es sich mir auch gar nicht). bis ich also antworten koennte ist das gespraech meist schon weiter gedriftet, sodass ich haeufig nur stumm dasitze. auch lustig und unterhaltsam sein ist haufig nicht so richtig leicht, wenn einem spontan die worte nicht einfallen. aber dass sollte sich ja in den kommenden wochen und monaten geben.


jetzt muss ich also nur noch einen job, eine wg, freunde und eine leben finden. und morgen fange ich damit an. wirklich.

19 Sept 2006

blubbernder schlamm

heute ein froehliches hallo aus rorotoa, was auf einem vulkan-krater liegt und durch durchdringenden geruch nach verfaulten eiern und blubbernde schlammleocher besticht. quite charming. gestern gab es gluehwuermchen satt in einer kalten hoehle und morgen fahren wir nach modor. ich glaube aber ich werde meine sportlichkeit nicht ueberstrapazieren und mich nicht der ueberquerung eines riesen berges (modor eben) anschliessen.

gestern haben maoris mit aufgemalten taetowierungen extrem original fuer uns gekocht (essen die hier wirklich seit generationen kartoffel-gratain?) und getanzt und brech-greausche gemacht (schuechtert den tapfersten britten ein). ich muss weg. mal mehr!

17 Sept 2006

hot water / cold everything

nun, da ich endlich mal was zu berichten habe, bin ich an einem ort mit dem langsamsten und zeitgleich teuersten internet der welt. deshalb gibt es wieder nur einen kurzen zwischenbericht. gestern morgen habe ich nun die millionenstadt verlassen und mich einer kleinen, etwa 20-koepfigen reisegruppe in einem organgen bus angeschlossen.

nachdem neben mir die junge daenin mit der fiebse-stimme zwei (!) stunden versucht hat dem jungen englaender auf der anderen seite daenisch beiszubringen wuenschte ich mir zunachst doch lieber mit einem normalen lienienbus gefahren zu sein. inzwischen habe ich mich aber mit meinem dasein angefreudet. gestern waren wir bei einer wunderbaren hoehle an einem einsamen, wenn auch sehr kaltem strand. danach waren wir in der nacht am strand in heissen quellen baden. leider ist meine zeit hier jetzt um und ich berichte weiter wenn ich wieder in der zivilisation bin.

viel spass euch, die das bierfest besuchen.

14 Sept 2006

spring....

so, nun habe ich endlich mal eine entscheidung getroffen und am samstag geht los durchs land. neuseeland ist ja bekannt und beruechtigt fuer verueckte extrem-sportarten, mal sehen, zu was ich mich ueberreden lasse. heute scheint zur abwechslung mal die sonne (es wird fruehling), deshalb werde ich mich auch gleich zu einem spaziergang aufmachen. mehr spaeter, bald, irgendwann.

10 Sept 2006

hello sibiria boys and girls...

heute war ein schoener tag. ich bin etwas raus ans meer gefahren. eigentlich nur zwoelf minuten mit dem boot von der city aus und schon war ich in einer sehr entspannten vorstadt. da ist mir einmal mehr aufgefallen, dass ich hier definitiv meinen titel als sibirien-maedchen abgeben muss. am freitag sass ich bis mitten in der nacht draussen mit lustigen kiwis (nicht gruen und haarig). und ich habe irgendwann trotz toller jacke ziemlich gezittert, meine gegenueber haben sich in t-shirts sehr wohl gefuehlt. es wird ja schliesslich langsam fruehling, da kann man das schonmal machen.

auch heute wieder. ein tag aus wolken, sonne und regen. bin mit meiner multifunktionsjacke und noch viel mehr am meer spazieren gegangen und ich kann nicht sagen, dass ich es als uebermaessig warm empfunden habe. (vielleicht 13 grad mit vieel wind). und was machen die neuseelaender? mit kaum als solche erkennbaren hosen joggen gehen, mit flip-flops durch die strassen ziehen. irgendwann habe ich - groesster draussensitz-freund von welt - doch drinnen unter einen waermepilz zuflucht gesucht und dort den blick aufs meer genossen.

ich weiss zwar immer noch nicht wo und was ich arbeiten will, aber ich muss mich ja auch noch nicht heute drum kuemmern...denn: kommt job.

8 Sept 2006

heute in neuseelands zeitungen

der zweite tag ist auch schon wieder fast rum. die neuseelaender scheinen ein lustiges volk zu sein. heute habe ich die zeitung gelesen und so einiges erfahren. etwa, dass sich die parlamentarier derzeit tierisch streiten, sich drohen, dinge aus dem privatleben der konkurrierenden partei zu veroeffentlichen und sich im hohen haus unfeine dinge an den kopf werfen.

ausserdem hat der tot einer schnecke laut new zealand herald grosse betroffenheit unter den kiwis ausgeloest. das tier war, da auf seinem angestammten wohngebiet kohle-tagebau betrieben werden soll, uebergangshalber in einer eiscremedose in einem kuehlschrank untergebracht worden. dort starb es. ob es sich um einen natuerlichen tot handelt sei derzeit noch unklar. dennoch, so die gruenen, muesse der kohletagebau umgehend gestoppt werden.

ein weiteres highlight: eine neuseelaendische wissenschaftlerin hat in einer soeben praesentierten studie herausgefunden, dass extreme trunkenheit bei frauen als abstrossend wahrgenommen wird, bei maennern werde diese in der regel hingegen eher als witzig empfunden. diese wahrlich ueberraschende studie wurde durch die befragung von 28 (!) teilnehmern ans licht der oeffentlichkeit gebracht. vielleicht hat neuseeland doch so wenige einwohner, dass das schon als repraesentativ gelten darf.

ich habe mir heute die stadt angeschaut, die irgendwie gross und dabei irgendwie ziemlich leer scheint. das wetter ist ein wenig kuehler als bei uns, die luft ein wenig klarer. und es ist winter und die baeume nackend, was den anblick von parks einwenig schmaelert. ansonsten habe ich ein nettes viertel gefunden, bereits drei allerdings angeleihnte hunde und jede menge ziemlich verrueckt wirkende kiwis gesehen.

rock on...

7 Sept 2006

Kia Ora

hier, am anderen ende der welt fuehlt sich alles noch sehr surreal an. aber nun mal von vorn. der flug war den umstaenden entsprechend sehr angenehm. auf der ersten teilstrecke ein schweigsames und freundlich laechelndes thaillaendisches ehepaar als sitznachbarn, bei strecke zwei hatte ich sogar zwei plaetze fuer mich allein. kombiniert mit erstaunlich ansprechender flugzeug-versorgung und auf dem zweiten teil der reise hervorragender medialer unterhaltung eine recht ertraegliche sache.

dennoch ist so eine knapp 30 stunden reise nicht ganz unanstraengend. nachdem ich nach einem kurzem kreisen des flugzeugs ueber einer landschaft die aussah, wie eine maerklin-platte ohne gleise, gelandet bin, steuerte ich doch eher verplant durch die stadt.

einerseits ist alles relativ vertraut. das wetter, die geschaefte, die menschen und dann faellt mir wieder ein, dass ich so weit weg bin, wie nur geht und das nun auch fuer ne ganze weile so bleiben soll. ausserdem fuehle ich mich, als haette ich seit wochen nicht geschlafen, obwohls ja nur ein paar tage sind.

heute bin ich nur ein wenig durch die stadt gelaufen, die sich noch so gar nicht anfuehlt. nicht gut, nicht schlecht. wirkliche plane fuer die naechsten tage gibt es noch nicht. aber heute steht erstmal ankommen und das erste neuseelaendische bier auf dem programm.

5 Sept 2006

einmal werden wir noch wach....

...ja morgen gehts los. also eigentlich in ein paar, einigen stunden. ich freut mich. morgen fängt mal wieder was ganz neues an. etwas von dem ich mir momentan noch nicht mal vorstellen kann wie es wird. die vergangenen drei jahre sind nun vorbei, hart waren sie manchmal persönlich, toll und großartig beruflich und überhaupt habe ich viel gelernt.

und ab morgen wird alles neu, alles anderes. und mehr dazu, wenn ich wirklich da bin...