jetzt ist schon wieder eine woche vergangenen, in der ich mich nicht gemeldet habe. inwischen bin ich in wellington angekommen. auch wenn es hier momentan recht kuehl und windig ist, scheint mir wellington nach erster begutachtung eine stadt zu sein, die mir durchaus gefallen koennte. man koennte ja denken, dass in der zweitwindigsten stadt der welt irgendjemand auf die idee kommen wuerde winddichte fenster in haeuser einzubauen. ist bis jetzt aber niemand. und waehrend ich hier im foyer meines hostels sitze und die leute auf der strasse versuchen, sich gegen den wind lehnend fortzubewegen, zieht es von allen seiten wie hechtsuppe. (ich glaube wenn ich hier ein cafe aufmachen wuerde, wuerde ich es hechtsuppe nennen).
aber zurueck zu wellington: die stadt hat ein lebendiges zentrum mit kneipen und restaurants aller art. es gibt hier offenbar eine durchaus nicht kleine alternative szene und der wellingtonian an sich bindet sich schon mal einen lebensgrossen ausserirdischen als nierenwaermer um den bauch oder traegt rosa-farbene dreads.
alle meine bekannten, die ich auf der tour durchs land kennen gelernt habe, haben sich nun entweder auf den weg zurueck nach auckland oder auf die suedinsel gemacht, sodass ich hier nun wieder keinen menschen kenne.
und haeufig fuehle ich mich auch ein wenig sprachlos. es ist ja nun nicht so, als spraeche ich ueberhaupt kein englisch. aber bei englaendern oder auch kiwis dauert je nach akzent jedoch hauefig ein paar sekunden, bis ich verstanden habe, was mein gegenueber gerade gesagt hat. (manchmal erschliesst es sich mir auch gar nicht). bis ich also antworten koennte ist das gespraech meist schon weiter gedriftet, sodass ich haeufig nur stumm dasitze. auch lustig und unterhaltsam sein ist haufig nicht so richtig leicht, wenn einem spontan die worte nicht einfallen. aber dass sollte sich ja in den kommenden wochen und monaten geben.
jetzt muss ich also nur noch einen job, eine wg, freunde und eine leben finden. und morgen fange ich damit an. wirklich.