a very independent production - fear and loathing - worldwide

30 Dec 2008

The smart-ass way to shift your focus

Heute morgen, als ich mich quasi noch mitten in der Nacht auf den Weg in die Arbeit gemacht habe, habe ich darueber nachgedacht, was einen gluecklich macht. Oder mehr eigentlich, Wege zu Glueck und Zufriedenheit.

Manchmal muss man feststellen, dass man das von dem man dachte, es wuerde einen gluecklich machen nicht haben kann und anstelle ungluecklich zu sein, muss man nur aendern was man will.

Das ist vielleicht ein wenig schummeln, erfordert auch auch ne Menge Willenskraft und Phantasie.

Im Idealfall ist man dann zum Beispiel nicht einsam, sondern geniesst die Freiheit zu tun und lassen was man will und die Ruhe und so weiter.

Wenn man richtig gut ist mit der Um-und-Neu-Definirerei dann ist man stets ein Happy Camper. Und zwar ganz ernsthaft, man tut nicht nur so.

Natuerlich soll diese Praxis einen nicht davon abhalten Ziele zu setzen und neue Dinge zu tun oder auch an Sachen die man wirklich will festzuhalten. Ganz im Gegenteil, es geht mehr darum, realistische Ziele zu finden und sich nicht ueber die Unmoeglichkeit von anderen zu sehr zu vergraemen.

Waere ich zynisch koennte ich jetzt sagen: Ich habe zwar keine Freunde mit denen ich Silverster feiern kann aber ich habe gestern ganz prima Brezeln gebacken. (<-- das ist beides nicht wirklich so)

Bald darf ich meinen Arbeitskerker verlasssen und draussen in der Sonne spielen. Die scheint als haette sie sonst nichts zu tun und der Himmel ist so hoch und blau wie er es nur am Ende der Welt sein kann. Entweder gehe ich an den Strand – oder nach Hause und backe mehr Brezeln.

28 Dec 2008

Silly season

Weihnachten ist ueberstanden. Und es war tatsaechlich ganz nett. Das Wetter war ok, man hat Boccia im Garten gespielt, das Weihnachtsfamilien-baby bespasst und viel gegessen.

Und nun bin ich pummelig und wieder in der Arbeit. Draussen ist schoenstes Sommerwetter aber zum Glueck kann ich das von meinem Schreibtisch aus nicht sehen - und bin in eineinhalb Stunden auch schon wieder fertig mit arbeiten.

Da es zwischen Weihnachten und Neujahr recht nachrichtenarm ist (the silly season wie man es hier nennt, sowas wie bei uns das Sommerloch nur hier ist es doppelt ruhig) lese ich nebenbei ein nettes Buch aus dem ich zitieren moechte:

"Phryne Fischer had a taste for young and comely men, but she was not prone to trust them with anything but her body"

Sehr huebsch. In diesem Sinne. Auf zum Jahresendspurt.



(..............................) <--- Raum fuer dreckige Gedanken.



(Und nein, ausser meinem Buch habe ich wenig andere Unterhaltung). Seufz.

24 Dec 2008

that time of the year

Ich kann sagen, dass diese Ende-des-Jahres-Woche – Weihnachten, Neujahr und der ganze Kram - die Woche im Jahr ist, die ich am wenigsten mag.

Das Wetter heute ist schmuddelig und ich grummelig. Morgen bin zum Weihnachtsfeiern eingeladen und habe eigentlich gar keine rechte Lust. Dazu neigt man ja dazu gegen Ende des Jahres irgendwie Bilanz ziehen zu wollen, zurueckzublicken auf das Jahr das war.

Es war ein nettes Jahr, obschon ohne wirklich aussergewoehnliche Vorkommnisse. Wahrscheinlich habe ich ne Menge gelernt (sprach-maessig – ich fuehle mich nicht mehr wie ein Volltrottel wenn ich rede, auch wenn ich immernoch Jahre von wirklichr Zweisprachigkeit entfernt bin), ich bin in meine erste eigene Wohnung gezogen und hatte einen prima Winterurlaub auf Pazifischen Inseln. Aber sonst nichts wirklich aufregendes.

Ich glaube mein Problem ist, dass mir schnell langweilig wird. Ich habe – fuerchte ich – nicht die Gabe mich wohl zu fuehlen, wenn alles ganz ok ist und nichts weh tut.

Ich habe gerade keine Ahung was ich will. Am liebsten waere ich wohl im Urlaub. Weit weg. Oder vielleicht will ich auch einfach nicht allein sein. Habe aber auch niemand mit dem ich gerne irgendwo waere.

Wonach mir heute wirklich waere, waere auszugehen, bis es hell wird. Es ist schliesslich Heilig Abend. Noch bin ich in der Arbeit, mit einem – von meinem Arbeitgeber bereitgestellten – Glas Rotwein in der Hand. Und zu Hause ist es – zumindest bei uns – immer tradionell so gewesen, dass wir nach den familiaeren Feier- (und manchmal auch Streitig-)keiten in die Stadt gefahren sind und uns den Weihnachtsstress von der Seele gefeiert haben.

Aber nein. Hier ist nuescht los. In der ganzen Stadt nicht. Also werde ich wohl noch ein paar Stunden auf Arbeit rumlungern und mich dann zu Hause mit dem Weihnachtsprogramm im Fernsehen begnuegen (waehrend ich meine aeusserst hervorragende St. Pauli-Trainingsjacke trage (Tausend Dank Mama & Papa!!).

Dazu ist die Stadt nahezu tot fuer die naechsten zehn Tage. Kaum Konzerte oder irgendwas. Gestern dachte ich mir, dass ich doch vielleicht wieder in ner richtigen Stadt wohnen will, irgendwann.

Wellington ist niedlich und wunderschoen aber doch klein. Vielleicht bin ich auch nur ein wenig grummelig. Vielleicht ist es einfach Zeit wieder neue Ziele zu stecken. Dinge anzustreben. Neue Hobbies (meine linken Maschen beim Stricken sind inzwischen 1A)

Toodle-oo und froehliche Weihnachten!!

17 Dec 2008

Grumpy Christmas

Ich weiss nicht ob es daran liegt, dass ich gerade gesund-und-vernuenftig Woche spiele. Oder weil ich Fruehschichten arbeite und somit stets muede bin. Oder weil ich die letzen paar Tage fiese Zahnschmerzen hatte (die natuerlich vor meinem morgigen Zahnarztbesuch (fuer den keine Versicherung zahlt)wie weggeblasen sind. Ach ja und das Wetter ist auch nicht mehr, dass was es mal war.

Wie auch immer. Ich bin mein altes latent schlecht gelauntes selbst. Im Fernsehen - in meinem einzigen Programm, dass ich sehen und nicht nur erahnen kann - kommt die super-duper Weihnachts Comedy Show. Und obschon manches tatsaechlich wirklich witzig ist, sitze ich nur matt und grummelig auf meinem Sofa.

Ein Indikator, dass alles wieder beim alten ist, ist dass meinen Weg kreuzende Paerchen von mir nur harsch angegrummelt werden. Auch langsam gehende Menschen moechte ich derzeit nicht nur leicht zur Seite schupsen, sondern eher fies in die Hacken kicken.

Nun. Schieben wir es auf die Rezession. Macht die uns nicht allen schlechte Laune. Oder besser. Schieben wir es auf Weihnachten.

Vielleicht will man an Weihnachten irgendwie weniger allein sein. (Obschon Weihnachten bei Sonnenschein fuehlt sich nicht wirklich an wie Weihnachten)

Ist ja nun auch nicht so, dass ich an Weihnachten tatsaechlich alleine bin. Wahrscheinlich bin ich wieder bei meiner Weihnachtsfamilie eingeladen. Richtige Lust darauf habe ich gerade nicht aber nun habe ich auch fuer alle - bis auf den Weihnachtsfamilienvater - Geschenke. Und man glaubt es kaum wie sehr ich gelitten habe. Menschen von denen man kaum was weiss Geschenke zu kaufen ist wirklich kein Spass.

Man will ja Menschen was schenken, ueber das sie sich zumindest potentiell freuen koennten. Was das irgendwie passt. Und ich hasse unnuetze Geschenke. Nun wie auch immer, ich habs ja fast geschafft. Noch ein Geschenk kaufen und dann naechsten Donnerstag durchstehen und dann ist ja Weihnachten auch schon wieder vorbei und ich muss arbeiten, arbeiten, arbeiten.

On the bright sight: Ich habe meinen kleinen End-of-Summer-South-Island-Urlaub gebucht. Anfang Maerz. Was zum drauf freuen.

Und nun bade ich noch ein wenig weiter (und nicht ungenuesslich) in schlechter Laune und lese ein gutes Buch.

Merry Christmas

5 Dec 2008

Friday gebrabbel

Es ist Freitag abend, ich bin gerade aus der Arbeit gekommen und obschon ich eigentlich einen ruhigen Abend geplant hatte, bin ich ein wenig abenteuer-lustig.

Freitag abend zu Hause zu verbringen, wo ich doch mal ein ganzes Wochenende frei habe, ist irgendwie falsch.

Wie auch immer. Mein Leben meanderd vor sich hin. Immer wieder fallen mir so viele Dinge ein, ueber die ich unbedingt schreiben will. Und jedesmal, wenn ich vor meinem Rechner sitze, sind all die dringlichen Dinge nicht mehr praesent.

Hier wird es langsam Sommer und ich war gestern auf einer Weihnachtsfeier im Zoo. Tiere angucken und Zookeeper die lustige Dinge ueber lustige Tiere erzaehlen, waehrend man ein Bier in der Hand haelt - was mehr kann sich ein Maedchen wuenschen...

Morgen abend werden hier im Cricket Stadium Weihnachtslieder bei Kerzenschein gesungen. Das ist eine Picknick-Veranstaltung und ich bin mir immernoch nicht sicher, wie ich Weihnachten im Sommer so finde. Im Wesentlichen prima, da ich ja nie ein grosser Weihnachtsfreund war, Sommer hingegen mag ich durchaus.

So nun wende ich mich wieder der schwulen Lego-Figuren-Sendung zu und verabschiede mich mit einem huebsches Zitat von einem meiner Lieblingsblogs, eines Neuseelaenders der gerade mit seinem Kind (Bob the Baby in NY wohnt.

"Where's your accent from -- are you English?" I tell her that we're New Zealanders. "Oh, so it's an Australian accent." It takes enormous will-power to stop myself pushing her under a train.