a very independent production - fear and loathing - worldwide

21 Oct 2004

mäßiger wochenmitt-eintag

und schon wieder ich. die tage fangen schon wieder an dahinzustürmen. ich müsste eigentlich noch was tun, aber meine motivation nach der arbeit hält sich in grenzen. am wochenende gehts in meine neue alte heimat - auch hauptstadt - genannt. ich freue mich schon, bin aber auch gespannt, wie es sein wird dort nur noch zu besuch zu sein. es werden bei mir ja zusehend mehr ex-städte, in denen ich nur zu besuch sein kann. aber wenn ich schon die zahl meiner ex-freunde (von den aktuellen ganz zu schweigen) seit gefühlten jahrhunderten auf dem gleichen stand halte, steigere ich so wenigstens irgendwas ehemalige-beziehungs-mäßiges.

apropos mäßig. mein leben ist gerade mäßig spannend, aber dennoch nicht gänzlich unbefriedigend. irgendwie macht es auch ein wenig spass, einfach so vor sich hin zu leben, durchaus nette kollegen zu haben und erstmal ohne drang und eile zu gucken was weiter passiert. so dieses: ich muss gerade nicht, ich kann aber gefühl. obwohl ich mir mit dem können in meiner neuen stadt noch nicht so sicher bin. aber kommt zeit, kommt rat. vielleicht habe ich in einer woche auch keinen job mehr und kann dann - theoretisch - hingehen wohin der wind mich treibt...


19 Oct 2004

neue stadt - neues was auch immer

ein fröhliches "guten abend" aus meiner neuen heimat. es hat ja lange genug gedauert, bis ich mich hier melden konnte. aber ab heute haben wir ein schickes wireless-lan und nun kann ich jederzeit - und vor allem überall meinen blödsinn abseiern.

jetzt sind schon fast drei wochen seit meinem umzug vergangen und ich kann noch immer nicht wirklich sagen, ob mir der ort, an dem ich voraussichtlich ein jahr wohnen soll, gefällt. irgendwie kann ich die stadt nicht wirklich spüren und verstehen. sie fühlt sich ein wenig zu klein an, um anständig allein sein zu können. eigentlich fühlt sie sich - noch - gar nicht an.

in berlin kann man alleine durch die strassen ziehen, kann völlig einsam sein und sich dennoch im gefühl, was die stadt ausstahlt, sonnen. auch wenn ich im vergangenen jahr vielleicht oft allein und nicht nicht immer glücklich war, dann wahr ich doch wenigstens verliebt in die stadt. man musste nur aus dem haus gehen, um all den leuten zu begegnen, die kennenzulernen vielleicht das leben verändern könnte.

dabei ging es gar nie um die realität, dass ich diese menschen tatsächlich kennen würde oder auch nur irgendwas zu tun, um diesen zustand zu ändern, sondern vielmehr um das gefühl durch die stadt zu ziehen, den interessanten menschen beim leben zuzuschauen und sich am richtigen ort zu fühlen.

hier fühlt es sich zu klein an, um in ruhe allein sein können. ich weiß nicht mal, ob es so ist, aber es wirkt wie eine stadt in der es seltsam ist alleine weg zu gehen. pluspunkt ist, dass ich schon ein paar leute kenne, deren bekanntschaft auch nicht das schlechteste ist. es ist nur so, dass es eine stadt ist, die in mir keine sehnsüchte weckt, kein wollen und müssen.

in berlin dachte ich, lauert an jeder ecke das glück - in welcher form es auch immer daher gekommen wäre. und diese annahme hat mich immer vor die tür getrieben. hier ist es eher ein gefühl, als stünde ich in einer riesigen halle - vielleicht so wie die von cargo-lifter. so groß, dass man die wände nicht sieht. so dass man nicht weiß, wo man hin will, dass man nicht gegen wände laufen kann, nirgends anecken und nirgendwo gerade so entlang schrammen.

vielleicht ist das für ne zeit gar nicht so schlecht. wieder ganz anders und irgendwie doch wieder nur auf mich fixiert zu sein. irgenwie ähnlich aber völlig anders.

na gucken wir mal, wies weiter geht...