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31 Mar 2005

unangenehme themen: schwangerschaft, hochzeit

nun mal wieder ich. erst war ich weg und technik unerreichbar, dann war ich da und die blogger-seite unerreichbar. heute sind wir jedoch endlich wieder zusammen gekommen. am wochenende habe ich meiner mutter geburtstagsgeschenk eingelöst (also das von mir an sie). ein wochenende in berlin. und was haben wir nicht alles gesehen, was mir in einem jahr dort lebens verborgen geblieben ist. zudem betrieben wir völlerei sondersgleichen. (nahe an der totsünde, möcht ich sagen). aber die rechnung kam auch promt wenige minuten vor der rückfahrt in die diaspora.

ich stand an einem nahe dem bahnhof gelegenen dönerstand und bestellte mir einen eben solchen (nicht einen stand, nur einen döner). um meine schulter trug ich eine enorm schwere tasche, welche mich eventuell eine etwas seltsame körperhaltung einnehmen hat lassen. und da saß da diese frau, die aussah als würde sie ihre tage grundsätzlich just dort vor dem bahnhof verbringen. sie fragte mich mehr unwirsch als freundlich: sind sie schwanger?. ich: nein. sie (iritierter blick): sie sind wirklich nicht schwanger?. ich (deutlich und laut): nein, ganz sicher nicht. sie (was zu ihrem saufkumpanen murmelnd, sonst müsste sie die tasche anders tragen): also, sie sind doch schwanger!. ich (verzweifelnd und ein wenig trotzig): nein, bin ich nicht! sie, ohne sich zu entschuldigen oder sonst noch was zu mir zu sagen, dreht sich zu ihrem begleiter und sagt: mäine mändy sah im vürden monad genauso aus. in dem moment reichte mir der master-of-dönerstand mein abendessen, auf das ich plötzlich relativ wenig hunger hatte (was ich aber dennoch gegessen habe.)

morgen geht es wieder in die alte heimat. erst zur ersten hochzeit, zu der ich eingeladen bin, bei der ich die heiratenden kenne. und: ich muss gleich eine rede halten. doch ich habe bis jetzt weder jemals eine rede gehalten (doch eine beim abi, aber egal) noch habe ich eine ahnung, was man bei hochzeiten so sagt. und wenn man der institution hochzeit ansich ohnehin eher kritisch gegenübersteht macht das die sache auch nicht leichter. aber eins kann ich sagen: wenn jemand heiraten sollte/könnte dann die beiden. aber mehr wird hier nun nicht verraten, denn wer weiß, ob das werte brautpaar vor ihrem feste auf diese seite blicken wird. und ein rauschendes fest wird es sicher. und morgen wird erstmal gepoltert.

24 Mar 2005

die spinnen, die dresdner

dresden beabsichtigt - so berichtet es zumindest morgen die boulevard-zeitung morgenpost - einen zwangs dna-test für hunde einzuführen. jeder hundehalter soll verpflichtet werden, bei der anmeldung des hundes bei der stadt eine dna-probe abzugeben. wofür werdet ihr euch fragen. nein, auch in dresden geht man nicht davon aus, dass die meisten "verbrechen" von hunden begangen werden. man möchte durch die dna, die hunde für ihre haufen dingbar machen. die planen wohl allen ernstes die scheisse der hunde auf ihre dna-spuren zu untersuchen, damit sie dann die halter der kleinen scheisser dafür belangen können. so wollen sie die erste stadt sein, die sowas tut, damit die armen touristen dann nicht mehr den "unappetitlichen haufen" ausgesetzt werden.

da werden dann also hundekot-dna-experten durch die stadt ziehen, proben einsammeln, im labor untersuchen, mit der vorher erstellten datenbank abgleichen und dann die rechnung versenden. ich habe ja schon vieles doofes gehört, aber das macht mich fast sprachlos.

obwohl: gerade kam im fernsehen eine werbung in der eine schwarze voodoo-frau eine weiße wohlstandsschnecke von ihrem laster - dem edamer käse - befreien soll, jedoch auch "verfürt wird". welches bild wird da denn bitte transportiert...

die welt ist schlecht, aber das ist ja nun auch nichts neues...

23 Mar 2005

perspektiven auf mehrere städte oder wie die gepflegte langeweile das gesuchte wird

m, das war: zu hause, langweilig, klein, eng, fad, frei von aufregenden perspektiven.
b, das war: groß, neu, aufregend, voll von potentienalitäten, von möglichkeiten, einsam.
dd: das ist: klein, emotionslos, nur da sein, nichts weiter.

m war von b aus betrachtet klein, bieder, sauber, wenig begehrenswert.
m ist von dd aus: größer, vertraut, bewohnt von liebenswerten menschen, kuschelig. nicht mehr nur die stadt, aus der man weg will, sondern auch die stadt, über die man wieder nachdenken kann, ob sie wieder die sein soll, wo das bett steht.

diese, meine zeit der reise, ist ja - neben den irgendwie berufliche dingen - vor allem für mich da, um festzustellen was ich will. die alternativen sind immer die gleichen: vertrautes oder neues. drängendes wollen oder ein zu hause akzeptieren. nach so viel durch die gegend geschickt werden - obwohl es ja eigentlich nur die zweite unterwegs-stadt ist, dennoch eineinhalb jahre - entsteht das bedüfnis ein zu-hause zu haben. ein zimmer, das eingerichtet wird, nicht im bewusstsein es wieder in kisten zu packen. nach nummern, die man nicht nur mal nur aus anstand in das mobiltelefon einprogrammiert. nach orten, an die man gehen kann, weil man weiß, dass man menschen trifft, die man sehen möchte. vielleicht kann man manches nur würdigen, wenn man weg war. vielleicht ist es aber auch gar nicht das, was ich will.

wer weiß das schon. aber ich habe ja noch ein halbes jahr hier, bis ich wirklich entscheiden muss, wohin ich will...

22 Mar 2005

si, sa, soooone

frühlingsanfang und sonne satt. auch ordentlich wasser, was hier die elbe runter fließt, aber die sechs-meter-marke verfehlt. meine stimmung ist weit besser als gestern, was allerdings auch nicht ganz so schwer ist. aber jetzt wo die sonne scheint und das serotonin in die adern spritzt, sieht die welt doch schon viel schöner aus.

21 Mar 2005

womit...

habe ich verdient, dass jetzt auch noch meine mitbewohnerin beschlossen hat, mal wieder das querflöte-spielen zu üben????

dämliches wochenende, dämliches

ich glaube ich hatte selten ein so doofes wochenende. wie gesagt, mein magen mochte mich nicht, dazu schmerzte mein kopf und mein körper war erfasst von einer großen schwäche. ich fühlte mich wie fies verkatert - obwohl ich kaum was anderes gemacht habe als schlafen. kurz: ich habe fast die ganze zeit im bett verbracht. heute ich war zwar heute zu einem kleinen ausflug ins museum draussen, um danach wieder erschöpft zurück in mein bett zu fallen. und nun habe ich diesen im-bett-liege-muskelkater. alles tut weh und nicht mal "nur die liebe zählt"-gucken macht heute spaß.

nach meinem museumsbesuch war ich noch einen tee trinken. durch zufall hatte ich wohl ein junge-japaner-hang-out erwischt. erst fand ich es ganz entzückend, in der ecke saßen junge japanische musikstudenten, die klassische musik mit querflöte und geige intonierten. sehr entspannt und stilvoll. dann machte die frau mit der geige pause und der geige pause und der querflötist übte tonleitern. das lag ihm weniger. und mir schon gar nicht. dann kam auch noch eine kleinfamilie mit kleinem kind. das mochte die musik wohl auch nicht so. und krähte, und quiekte und schmatzte und schieeee. ich habe mich spontan für gehen entschieden und bin, wie gesagt, wieder ins bett, wo ich noch immer weile. super wochenende. aber morgen geht es ja schon wieder arbeiten...

19 Mar 2005

mein magen und noch ein neuer freund

ich habe schon wieder einen neuen freund. seit drei tagen. eigentlich sollte er häufig - oder zumindest ab und an - geräusche machen. fiebsen und brummen. und ich glaube eigentlich kann er das auch. aber bis jetzt hat er das noch nie gemacht. nicht ein mal. aber dafür kann mein kleiner neuer freund nichts. glaube ich zumindest.

ausserdem macht mein magen seit gestern abend dinge, von denen ich lieber hätte, dass er sie nicht täte. aber er hört ja nicht auf mich. eigentlich ist ja freitag abend und man sollte sich drüber freuen, weil ja nun freie zeit vor der tür steht. aber ich werde jetzt noch einen zwieback essen, mich mental auf steuererklärungen und so machen vorbereiten und vielleicht noch die eine oder andere dvd anschauen..

16 Mar 2005

ein teufel namens karstadt oder the unbelievable schnäppchenparadies

alles fing damit an, dass mich eine gute freundin verlassen hat. eigentlich war sie eine der besten. fünf jahre lang begleitete sie mich überall hin, sagte mir stehts wie spät es ist und sonst rein gar nichts. dann - von einem tag auf den anderen - ging sie kaputt. und wie ich gestern erfahren musste, bestand für eine rettung keine hoffnung. also, dachte ich mir, muss wohl ein neuer zeitangebener freund her. so bin ich - auf dem weg zu meinem sporttermin - schnell zu dem einen kaufhaus, da gefiel mir nichts, also bin noch zu dem anderen großen kaufhaus gegangen. das war zumindest der plan.

und da habe ich soviel geld gespart, wie schon lange nicht mehr. naja eigentlich auch mehr ausgegeben, als ich habe. aber man hatte dort alles, alles, alles um mindestens die hälfte heruntergesetzt. ich befand mich also - ohne vorwarnung - in einem dreistöckigen schnäppchenparadies. und ich wäre nicht die tochter meiner mutter, hätte ich mich nicht wenigstens mal umgeschaut. nun bin ich im besitz:

- einer uhr (casio und ganz hübsch) eigentlich 120 euro für 60 euro (ersparnis 60 euro)

- eines cd-decks (vor ein paar wochen hatte ich verzweifelt nach einem gesucht - aber es schien, als verkaufte man sowas nicht mehr - eigentlich 247 euro für 70 euro (177+60 237 euro)

- einer schicken elektrischen, beleuchten einhand-pfeffermühle, eigentlich 30 euro für 3 euro (ersparnis 27 + 177 + 60 = 264 euro)

- sowie eines tollen eiswürfelmachbehältnisses, einer stützstrumpfhose und diverser kosmetischer produkte.

hätten die nicht irgendwann geschlossen, hätte ich sicher noch weiter gemacht. danke lieber ladenschluss! naja mit meinem sport-termin wurde es nichts mehr.


die nächsten wochen werde ich nur brot und wasser zu mir nehmen und mich nicht mehr auch nur in die nähe von kaufhäusern begeben. versprochen!

15 Mar 2005

zurück da, wo das ist was andere leben nennen

der erste tag nach einem urlaub ist ja meist nicht so schön. dazu muss man auch vielleicht noch erzählen, dass das ankommen in meiner jetztigen wohnstätte ohnehin bedingt angenehm war. schon als ich am flughafen mein monster namens rucksack wuchtete, stach mir ein relativ penetranter knoblauchgeruch in die nase. aber irgendwie gelangte diese information noch nicht ganz in mein gehirn. erst als ich später in der trambahn saß, dachte ich an die lustigen gläschen mit mojo rocho und auch verde, also so soße, die vor allem aus knoblauch besteht, die sich in dem monster befanden. und irgendwann kamen die beiden information doch in meinem kopf zusammen. und die einsicht, dass sich wohl viel knoblauch, etwas olivenöl und noch zwei, drei gewürze großflächig im monster ausgebreitet haben. naja riecht mein zimmer halt jetzt wie eine knoblauchfarm oder wie urlaub, wenn man ganz, ganz positiv denken möchte. (in meiner hand glitscht ein öliges feuerzeug...)

und dann heute morgen. ich war so schlecht gelaunt, dass es schon fast weh getan hat. dann fährt die trambahn nicht, wie sie soll. also mich nicht in die arbeit, sondern woanders hin, aufgrund irgendwelcher störungen. als ich mich dann auf den längeren fussweg gemacht hatte, fuhr die nächste bahn, wie aus hohn an mir vorbei. dabei zwischen dem ersten und zweiten kaffee, die eine oder andere zigarette zu viel geraucht. bisschen destruktiv sein, muss ja an tagen wie diesen auch sein.

dann das kino, in dem ein lustiges pärchen vor mir einen streit austragen muss. laut, denn man sitzt nicht so eng beieinander, weil man sich ja gerade streitet, da muss man schon etwas lauter reden. warum die menschen ins kino gehen, um sich zu unterhalten, werde ich ja auch nie verstehen. das geht doch an fast allen anderen orten mindestens genausogut und kostet noch nicht mal was. menschen eben. wer brauch die schon.

und: wer hört schon zu, wenn sich öltanker beklagen.

8 Mar 2005

waere ich...

...eine kleine pflanze, dann waere ich in den letzten tagen ganz schoen gewachsen. bin ich aber nicht und deshalb fand ich all den regen nur bedingt gut. aber heute ist auch noch urlaub und wir gehen jetzt mal an den strand...