a very independent production - fear and loathing - worldwide

28 Mar 2009

Not. A. Weekend.

Ich kann nicht wirklich sagen, dass ich es geniesse an Wochenenden arbeiten zu muessen. Das Arbeiten selber ist schon ok und wird auch paecuniaer anerkannt, aber Wochenendabends alleine zu Hause zu sitzen ist irgendwie nicht so mein Ding.

Heute etwa haben meine Nachbarn eine Party und im Hinterhof spielt eine Band. Man hat durchaus ein 'Liebe Nachbarn, natuerlich sind sie auch eingeladen Schreiben' rumgereicht. Aber ich weiss noch nichtmal wie meine Nachbarn aussehen und werde wohl eher nicht vorbei schauen.

Dennoch stroemen - eher, hmm, mittelmaessige - Musik und laute Stimmen in mein Wohnzimmer. Und ich lasse die Kinder ja auch gerne feiern.

Aber als ich mich dabei ertappt habe, wie ich alleine meinen Samstagabend verbringend, angefangen habe ein wenig ego-zu-googeln und dann - nur Gott weiss warum - auf einer Seite gelandet bin, die mich unterrichtet, die ich Kiwis am Besten schaele, wie ich Spinnen und Holzwuermer loswerde und wie man sich nach dem Sex zu verhalten hat ("You may have to fight the urge to sleep, but remember now it’s time for her to unload all over you. Speed up the process by encouraging noises and agreeing to everything she says.") dachte ich doch, dass das nicht gut sein kann.

Naechsten Wochenende habe ich endlich mal frei. Und das ist auch sehr, sehr gut so. Ich koennte natuerlich auch endlich mal Freunde anrufen, aber irgendwie ist es ja immer zu frueh und dann ploetzlich zu spaet.

Woohooo. Naechstes Wochenende wird gut und vielleicht feiere ich auch offiziell den Fakt, dass ich nun neuseelaendischer Resident bin...

Just blame the Germans...

hier nur ein kleiner Artikel aus der heutigen Zeitung...


Germans made me drink-drive

18 Mar 2009

home. sweet home?

Der Urlaub ist vorbei. Schoen wars. Aber anstatt vieler Worte, schaut Euch einfach die Bilder an. Auch wenn sie etwas dominiert sind von verwackelten Aufnahmen von scheuen Tieren. Aber wer sieht nicht gerne Pinguine und Schafe?

Angeregt von einem Essay, dass ich in einer Zeitschaft lass, als ich vor dem teilweise nicht ganz optimalen Wetter ins Otago Museum gefluechtet war, habe ich ueber Heimat, Heimweh und so weiter nachgedacht.

Ich weiss nicht wirklich, was Heimat fuer mich bedeutet. Die Stadt aus der ich komme, mochte ich nie so wirklich - warum kann ich gar nicht wirklich sagen - und woanders war ich nie lange genug.

Heimat, bei sich sein, ist vielleicht auch mehr ein innerer Zustand, als nur der Aufenhaltsort des Koerpers. Wenn man sich bei sich, in sich zu Hause fuehl.

In meinem Urlaub habe ich auch wieder viele Traveller getroffen, die Monate oder Jahre um die Welt reisen. Und bisher war ich immer eifersuechtig, wollte auch sogerne mal richtig lange reisen. Zu Hause sein war eigentlich immer nur die Zeit, in der man spart, dass man wieder weg kann. Und diesmal habe ich mich am Ende - und es waren nur 10 Tage - fast schon wieder auf mein zu Hause gefreut.

Auch nach zweieinhalb Jahren hat Wellington seinen Reiz nicht verloren. Wenn man mit dem Flugzeug ankommt - an einem guten Tag - und noch eine kleine Schleife dreht, an den Hochhausern vor blauem Wasser vorbei und den gruenen Huegeln, an die sich die kleinen Hauschen schmiegen, dann schaue ich runter und muss grinsen.

Wenn ich dann das erste mal wieder durch die Stadt gehe und die Sonne scheint und ich die komischen Menschen auf der Strasse sitzen, stehen, laufen sehe. Wenn ich mich mit Kaffee und Zeitung in mein Lieblingskaffee setze oder mit einem Buch an den Strand. Und auch wenn ich mal einen ganzen Tag mit niemanden rede und nur aus dem Fenster meiner kleinen Wohnung schaue, dann fuehle ich mich dennoch so zufrieden, wie noch nie.

Momentan ist mir dieser Drang zu reisen, weiter zu ziehen irgendwie abhanden gekommen. Meist war mein Leben dominiert von: Aber so will ich es auch nicht haben. Und nun: Es gibt immer noch jede Menge Dinge an denen ich arbeiten will/muss. Aber es ist kein grundsaetzliches Unzufriedensein mehr. Ob das nun am Alter liegt oder an der Stadt - man weiss es nicht.

Muenchen hatte nie diesen Zauber fuer mich. Und alles was toll war am Aufwachsen am See kann man hier auch haben. Und vielleicht sogar noch schoener.

Nachwievor, wuerde ich gerne das beamen erfunden sehen, damit ich haeufiger Freunde und Familie sehen kann, und manchmal waere ich gerne perfekt in der Sprache - aber andererseits wird es ja deshalb auch solange nicht langweilig, wie man noch was zu lernen hat.

Eigentlich wollte ich auf was ganz anderes hinaus. Was weiss ich gar nicht mehr richtig und bin auch zu muede. Mehr bald.

Und allen denen ich emails versprochen habe: Ich melde mich ganz bald.

17 Mar 2009

Shearing

Shearing
Shearing,
originally uploaded by die jule.
es liegt mir wohl in den Genen....

5 Mar 2009

Hi -Ha- Holiday!

Urlaub haben ist prima. Gestern morgen bin ich mitten in der Nacht aufgestanden habe einen ganzen Tag wert an Stunden gearbeitet und bin dann auf der Suche nach dem Southern Mann in ein Flugzeug gestiegen.

Nein ich scherze nur, Maja aus Leipzig hat das gemacht und deshalb machte man bei mir in der Arbeit gerne Scherze ueber die Deuschen auf der Suche nach dem 'Southern man'.

Angekommen bin ich im Sueden dennoch. Am Flughafen bekam ich gleich Komplimente vom Japanischen Taxifahrer, der sagte dass er back in Tokyo ja auch nen Iro gehabt und in ner Punk Band gespielt haette.

Abends ging es dann zu einem Konzert von zwei Bands die ich sehr schaetze. Das Konzert war nur Teil der Orientierungswochen hier an der Uni, sodass die Lokation, die zentrale Versammlungshalle mit klebrigem Holzfussboden, den generellen Charme eines Schulballs hatte.

Nachdem ich mich ein paar Stunden sehr, sehr alt gefuehlt habe, habe ich dann die - wahrscheinlich - einzigen Maenner in meinem Alter kennen gelernt und letztlich sind wir dann alle mit den Bands im Backstage bereich gelandet. Das ganze waere wohl noch netter gewesen, wenn ich nicht auf Grund von Muedigkeit latent Gehirntot gewesen waere und mich dann auch nach Hause aufmachen musste.

Heute wa Museums- und in Parks rumhaenge Tag - bei bestimt fast 30 Grad in der Sonne. Morgen gehts noch ein wenig auf staedtische Wanderungen und Samstag geht es mit dem schoen benannten Bottom Bus noch weiter in den Sueden.

Und abschliessend mochte ich euch noch mit Euch Teilen, was ich ich hier im Museum gesehen habe. Folgendes Filmchen hat das Neuseelaendische Ministerum fuer Transport und Road Safety in den 50ern produziert und an Schulen gezeigt. (auch wenn die Ueberschrift sagt, es waere aus USA, stuemmt nicht, das sind die Affen aus dem Zoo in Auckland..)

2 Mar 2009

..it''s... a pizza

Zurueck zur Fluffiness von der ich letzte Woche schrieb.

Es war ein wenig so, wie wenn man unter seinem Bett etwas ertastet, aber nicht ausmachen kann was es ist. Man weiss nur es ist irgendwie kuschelig.

Und irgendwie kuschelig kann ein kleiner Baby-Hase sein (ja, der niedlich und erstmal egal wie der da hin gekommen ist) oder es kann es Stueck Pizza sein, dass schon eine gehoerige Schicht Schimmel-Flaum entwickelt hat (ja, ziemlich ekelig, aber wenigstens weiss man wie es da hin gekommen ist.

Um mich nun nicht weiter in Details zu ergehen: Nun, es war die Pizza.

Gut, ich koennte nun auch der festen Ueberzeugung sein, dass 'er'

a) ueberfallen wurde, und sein Telefon entwendet wurde
b) beim heldenhaft den fiessen Berg runter skateboarden ein Kind gerettet aber dann auf den Kopf gefallen ist und dabei sein Gedaechnis verloren hat, oder
c) vom Secret Service auf eine geheime Mission geschickt wurde und nunmal niemand kontaktieren kann.

Ich koennte noch eine ganze Reihe von Alternativen aufzaehlen aber dafuer bin ich ja zu alt.

Und im Grunde ist das auch nicht weiter schlimm, weil ich nicht denke, dass da doll potential fuer 'das grosse, richtige usw usf'gewesen waere.

Aber dennoch. Noch ein wenig mehr Unbeschwertheit haette ich nun schon vertragen koennen.

Und doch ist das timing nicht das schlechteste. Uebermorgen geht's fuer zehn Tage in den Urlaub und was gibt es dooferes, als seinen Urlaub nicht geniessen kann, weil man an irgendjemand denkt.

Ansonsten habe ich diese Woche grossartige, kleine Brauereien entdeckt, im Regen getanzt, bin jeden Tag vor sechs Uhr aufgestanden und muss einfach feststellen, dass dass das nicht mit meinem Biorythmus d'accord geht.

Mein Chef sagt ja, dass es sowas wie Biorythmus gar nicht gibt, aber selbst wenn ich ueber eine Woche jeden Tag zwischen neun und zehn im Bett bin (und mal ausser acht gelassen, dass dadurch meine Lebensqualitaet leidet) bin ich dennoch den ganzen Tag kein happy chappy und tue mir schwerer etwas Kreatives zu schaffen.

Aber: Noch zwei Tage und dann ist Ur-la-la-la-laub, mit erst grossartigen Bands dann grossartiger Landschaft und am Ende vielleicht auch noch etwas Adrenalin...

Giddy Up, Yippee-Ya-Yoo!