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29 Jan 2007

choice!

...das sagt man hier, wenn etwas ganz prima ist. ich bin uff arbeit und kann nun auch nicht wild und abschweifend berichten. nur kurz ein daumen-hoch geben, obschon das hoch mitte der woche wohl von einem partiellen tief abgeloest wird.

der job ist immernoch klasse, das wetter ab und an auch und die welt ist und bleibt gemein!

21 Jan 2007

wunnnerbar

sonntagabend und weil wellington morgen geburtstag hat, habe ich morgen auch noch frei. nach der ersten woche in meinem neuen job, muss ich sagen, dass er mir richtig spass macht. im wesentlichen besteht er daraus, verschiedenste daten von verschiedenen quellen zusammenzusammeln, in die jeweils richtige form zu bringen und auf den draht zu geben.

und auch wenns nur so datenkram ist, kann ich mich jeden tage wieder wie ein kind drüber freuen, wenn ich mein von zu hause angestammtes kürzel unter ein dokument setze und auf senden drücke.

natürlich habe ich die erste woche im neuen job nicht hinter mich gebracht, ohne zeitgleich auch noch mal ordentlich krank gewesen zu sein. aber nun ists wieder fast gut. aber sonst war die woche einfach prima. morgens ins büro kommen, und sich aus der büroküche, die wie alle büroküchen wunderbar nach altem kaffee und spühlmaschine riecht, einen kaffee holen, dann an den eigenen schreibtisch und sich mit dem eigenen namen einloggen...

meist habe ich auch zeit, um die zeitung zu lesen und den dienst so einigermassen zu verfolgen. es ist soo cool, wieder für eine nachrichtenagentur zu arbeiten. und dafür auch noch ziemlich anständig bezahlt zu werden...ich kann ja mein glück noch gar nicht richtig fassen. auch sonst ist alles prima und ich geniesse es hier zu sein. und heute werde ich wohl mal früh zu bett gehen...

12 Jan 2007

white collar again

mein ausflug in die welt der arbeiter geht zu ende. ab montag gehe ich wieder einem bürojob nach. und zwar bei der nzpa (bitte singen sie es wie ymca....). zwar nicht als schreibkraft im sinne des von mir erlernten berufs, sondern mehr als datenfritze. aber die sind alle ganz nett und meinten ich kann da auch ne menge lernen. ausserdem habe ich meinen ersten richtigen artikel Artikel veröffentlicht. heute abend muss ich mich das letzte mal in das blöde weisse hemd mit dem viel zu engen kragen schlüpfen und leute bedienen...

9 Jan 2007

grosse zwerge und dosenbier

heute sieht die welt irgendwie schon ein wenig weniger grau aus. ich hab den ganzen tag bei nzpa verbracht und das internet genutzt, um meine aufgaben zu erfüllen. zeitgleich habe mich mindestens fünf mal geärgert, dass ich den mund nicht aufbekomme. egal. jetzt bin ich zu hause. wo ich auch den mund nicht aufbekomme. aber auch das: egal.

dafür bin ich gerade ein wenig zurück in die zeit gereist, als ich nicht viel mehr als halb so alt war, wie ich es heute bin. denn erst vor kurzem ist mir auf- und wieder eingefallen, dass chris knox neuseeländer ist. dieser widerum ist eines der master-minds der tall dwarfs und jene waren bei uns so mit 17, 18 jahren ganz in. ich erinnere mich, wie ich mit den komischen weilheimern im auto sass und wir nachts rund um den ammersee bretterten, die musik so laut wie nur ging. und ausser den kühen draussen gab es irgendwie sonst nur die dunkelheit, den herrn knox und mich. herr knox hat uns auch zu unserem ersten ausflug nach berlin veranlasst. er spiele dort, also sind wir landeier zu unserem ersten road-trip (mit führerschein auf dem die farbe kaum trocken war) aufgebrochen. das waren noch zeiten.

damals haben die zigarettenautomaten im ostteil der stadt noch ostmark genommen. oder sie funktionierten nicht. nie. das habe ich an dem abend gelernt, nachdem ich all mein taschengeld versenkt hatte. an dem abend habe ich tocotronic das erste mal gehört, mich deshalb mit meinen freundinnen gestritten und beschlossen eine band zu gründen. und an dem abend habe ich die these aufgestellt, dass es die krönung der romantik sein muss, in einer stadt wie berlin an einem sommerabend mit einem dosenbier und einem mann auf einem balkon zu sitzen.

wie auch immer. ich habe mir heute etwas musik aus der bücherei ausgeliehen. die kopfhörer aufgesetzt und mich gefreut. man soll ja viel musik hören. hilft immer. hier das bekannteste lied vom herrn knox.

ausserdem habe ich mal wieder viel gelernt über autosuggestion, hirnwixerei und mich. sowas wie: manchmal trifft man ja jemand und denkt sich: heeeyyy, wie wärs mit dosenbier... also ich ja eigentlich nicht besonders oft. aber wenn: dann fängt sich in meinem kopf alles an zu drehen. solange bis ich mir ungefähr fünf zentimeter gross, total verblödet und auch auf den mund gefallen vor komme. und heute habe ich so eine mir bekannte dosenbier-person zufällig im supermarkt getroffen. und wie immer: kam ich mir so stupide wie berlin einwohner hat vor. aber nach drei ausgetauschten sätzen dachte ich mir: och, vielleicht doch kein dosenbier. und seitdem bin ich auch wieder viel entspannter. und kann auch fast wieder über die tischkante gucken.

aber noch mal zurück zur musik. auf anregung aus der alten heimat werde ich rechts eine kleine spalte mit neuseeländischer musik eingerichtet, von der es tatsächlich jede menge gute gibt (nicht von den spalten, von der musik). und ich dachte mir, ich sollte so viele bands wie möglich im neuen jahr auch mal live sehen. somit habe ich auch tatsächlich einen neujahrvorsatz. brauche ich nur noch den komplex 2007 (so was muss man auch haben und ich hätte da ja ein paar zur auswahl). ich werd mal drüber nachdenken...und nehme vorschläge gerne entgegen...

8 Jan 2007

cranky

heute ist einer dieser tage. schlechte laune wabert dicht durch mein zimmer. ich kann nicht mal wirklich sagen warum. eigentlich ist ja alles gut. morgen gehe ich mal wieder zu meinem einen praktikum und muss leute anrufen und nach telefonnummern fragen. und ich werds nicht gerne tun. und ja: ich habe schon heute ein wenig angst davor.

dafür habe ich bei meinem anderen praktikum am donnerstag meinen ersten artikel veröffentlicht. zugegeben, er besteht nur aus zwei kurzen sätzen, dafür aber acht bildern, die ich gemacht habe. HIER ISSER.

ansonsten ist alles so anstrengend. jeden tag wieder. aufstehen und sich mit dem englisch, was man so spricht und was man so versteht durchzuwurschteln. es gibt tage, da läuft alles eigentlich ganz prima. und tage, an denen so gar nichts geht. aber so oder so: anstrengend ist es meist. aber natürlich muss ich mir dann einfach sagen: ich wollte es ja nicht anders. und da muss ich wohl durch. und hoffen, dass morgen wieder ein tag wird, an dem es läuft...

1 Jan 2007

to old to die young

schon wieder ein neues jahr. und: - wie immer master of timing - bin ich mal wieder krank. die letzten tage habe ich nur im bett verbracht. bis auf einen relativ kurzen ausflug, um auf das neue jahr hier anzustossen.

eigentlich wäre es ja nun mal wieder zeit auf das alte jahr zurück und auf das neue jahr hin zu blicken. das vergangene jahr war ja nun wirklich nicht langweilig, auch wenn die veränderungen von meinem umfeld als viel gravierender, mutiger und beeindruckender wahrgenommen wurden, als sie es für mich waren. Nun lebe ich am anderen ende der welt und erfahre wie es ist ausländerin zu sein.

Und häufig ist es hart. Vor allem wenn alles was man beruflich gemacht hat auf die eigene sprache fixiert ist. Wenn man sich - unter anderem - darüber definiert hat, ob man witzig, intellektuelle dinge von sich gibt usw. Wenn man sonst immer sehr viel wert darauf gelegt hat sich, grammatikalisch und auch sonst gut auszudrücken.

Wenn man dann alles neu lernen muss. Dass eine fremdsprache einem nicht einfach zufliegt. Dass zwischen, eine sprache einigermassen flüssig sprechen und sich in der sprache zu hause fühlen jahre liegen. Klar, hat man bei manchen menschen hier auch den exoten-bonus. Man kommt irgendwo anders her und einen witzigen akzent. Und dennoch: was würde ich dafür geben, mich auch in dieser sprache perfekt ausdrücken zu können. Ohne nachdenken, um dann manchmal nur einen verqueren satz hervorzustoßen, dessen unzulänglichkeiten mir im moment des ausstoßens schon bewusst sind.

Dennoch ist es faszinierend, wie schnell alles irgendwie normal wird. Das land, die stadt, mein job, das rumhängen hier. Natürlich verstehe ich immer noch nicht alles und dennoch weiss ich wahrscheinlich jetzt schon so viel über neuseeländische politik wie 50 prozent der bevölkerung hier. Dennoch fühle ich mich oft so sprachlos. aber meist eher mit leuten die formell eher weniger gebildet sind. es sind auch die, die manchmal probleme mit meinem englisch haben, das wohl eine mischung aus verschiedensten akzenten mit deutschem einfluss ist.

übrigens: englische akzente, die ich besonders nett/witzig/sexy finde kommen alle aus dem königreich. queens english ist entzückend, manchester-english hat durchaus auch was und über schottisch (ist Billy Conolly nicht entzückend) freu ich mich immer wieder.

Neuseeländisch finde ich hingegen manchmal reizend, manchmal eher komisch und manchmal auch nicht einfach zu verstehen. angewöhnen will ich mir den akzent nicht. nur weils nett ist in dresden zu leben, will der expat an sich ja auch nicht sächsisch lernen. vielliecht sollte ich versuchen, mir einen schottischen akzent anzugewöhnen. das wäre dann besonders exotisch.

aber nun zum jahresausblick. ich habe meine jungen freundinnen gestern getroffen und beide hatten einen hut voll mit dingen, die sie sich für 2007 vorgenommen haben. alles alberne dinge im grunde. und ich habe keinen einzigen vorsatz für das neue jahr. vielleicht wäre es sowas wie: einen job finden, den ich mag. an einem ort auf der welt, den ich mag. vielleicht irgendwas finden, wo ich verweilen will. aber wem helfen schon unrealistische wünsche und ich habe ja noch jede menge zeit dafür.

eigentlich mag ich ja die aussichten dieses jahres: ich habe keine ahnung wo ich die nächsten zwölf monate verbringen werde, wohin es mich verschlagen wird und was ich tun werde. ich mag das. und am ende des tages, des jahres oder wann auch immer werde ich wohl ich sein. wo auch immer.