a very independent production - fear and loathing - worldwide

28 Apr 2004

mal wieder - zweiter versuch

nun hat es eine woche gedauer, bis ich es endlich mal wieder geschafft habe, hier an dieser stelle in die tasten zu hauen. und prommt habe ich - nachdem ich fast fertig war, mein eben schoneinmal geschriebenes durch eine ungeschickte handbewegung unwiderrufbar gelöscht. also, frisch heraus und gleich nocheinmal. aber es fällt ja sehr schwer das gleiche zweimal zu tun....

obwohl ich immer viel zu tun hatte, war die woche nicht gerade von berichtenswerten erlebnissen gespickt. am donnerstag hatte ich meine allererste spanisch-stunde. die lehrerin ist liebenswert verwirrt und die mitinsassen teilweise etwas vertusst, fürchte ich. nun kann ich schon das spanische alphabet (bzw. dessen aussprache...). um uns diese näher zu bringen, sollten wir jeweils wörter nennen, die wir schon kennen. ich konnte ledliglich das wort cerveza zusteuern, was mir ein grinsen von den müdern meiner mitlernenden einbrachte.

am freitag war ich auf ner politischen veranstaltung, samstag arbeiten und hatte dann besuch aus der alten heimat. es gab spargel satt, danach ordentlich was auf die ohren und einen heimweg als der morgen schon graute. ich habe mal wieder festgestellt, dass drum n bass und ich wohl niemals freunde werden, auch wenn ich mir noch so viel mühe gebe, elektronische musik nicht aus prinzip abzulehnen. aber drum n bass ist so ähnlich wie bananen oder pfeifen. unangenehm und schmerzhaft.

am sonntag abend war ich zum angrillen auf einer dachterasse geladen. das hatte durchaus stil mit blick auf fernsehturm und reichstag das eine oder andere würstchen zu essen. danach ging es noch in den trinkteufel, welchen ich für eine hervorragende kneipe mit freundlichem service halte.

ansonsten fällt mir alleine sein schon gar nicht mehr auf. und es macht auch nichts mehr, eigentlich nur bekannte keine freunde hier zu haben. und auch nichts, nicht zu wissen was die zukunft bringt, ganz gleich ob es hierbei um freunde, beziehungen, abendplanungen, urlaube, wohnorte und was es eben sonst nocht gibt, geht. einfach leben ohne landkarte und destination ist im moment völlig o.k.

und der sommer kommt ja auch bald.

20 Apr 2004

das macht man wohl gerade so:

2. Open the book to page 23.

3. Find the fifth sentence.

4. Post the text of the sentence in your journal along with these instructions.


"Das Ende eines Herostraten: Ich morde, also bin ich berühmt, also bin ich."

(Altmann, Andreas: Eimal rundherum. Geschichten einer Weltreise, Hamburg 2002)



17 Apr 2004

less wellness

so nicht mein lieber. da will man einmal zu jemand nett sein. zu mir. zu meinem körper. kauft ihm wohlriechende badezusätze, gesichtsmasken aus feinsten algen und extra-packungen für die kleinen fältchen um die müden augen. verbringt den ganzen abend nur mit sich allein, wartet stundenlang im warmen wasser bis der körper weich ist, schmiert sich grau-grüne-algen-masse ins gesicht und zum schluss auch noch eine weiße für die augen. nimmt dann, nach reichlich tee und multi-vitamin-saft, seinen körper und legt ihn noch vor mitternacht ins weiche bett. und was ist der dank dafür?

dass, mein wecker nicht klingelt und ich einen kick-start ins leben bewerkstelligen muss und dennoch zu spät zur arbeit komme. mit riesigen roten flecken rund um meine augen. es zieht und spannt um, und zudem sind sie etwas angeschwollen und schwer. genauso mein kopf, der sich eher nach einer langen nacht, als nach staighten wellness-anstrengungen anfühlt.

so nicht, das hat er jetzt davon. statt creme und vielem schlaf, werde ich ihn also weiter mit dem quälen, auf was er wohl so steht und sich nicht beschwert! aber vielleicht ist er ja - ohne mir es jemals mitgeteilt zu haben - ein masochist. vielleicht weil ich im oktober geboren bin. kinder jenes monats sind - laut einer englischen studie - die unglücklichsten. mai-kinder die glücklichsten. statistisch gesehen.

schönes wochenende euch!

15 Apr 2004

kurze aufzählung

ein neuer tag in meinem kleinen leben. und schon fast ist er wieder vorbei. zumindest die arbeitssame hälfte (naja die arbeitssamen - gefühlsmäßig - 90 prozent). gestern vernünftig gewesen und mich mit meinem dvd-laptop auf mein bett gesetzt und früh schlafen gegangen. wenig aufregend. jedoch auch wenig mich in neue wirrungen stürzend. emotionslose smse erhalten. überlegt, ob kontakt sinnvoll ist. mich zu einem muss-ja durchgerungen und den rest der zeit überlassen. die sich ihrerseits noch nicht gemeldet hat. sonst ein paar angstvolle und ein paar abstruse gedanken gepflegt (eng miteinander verknüpft). überlegt wann, wie und wo denn ein urlaub angebracht wäre (enges budget aufgrund von weltreise bzw. hängematten-grill erlaubt voraussichtlich wenig spekatkuläres - vielleicht die ostsee - hat da jemand tipps?)

sonst nicht viel. kami-katze hatte nichts zu melden. aber wer weiß, vielleicht maunzt sie ja schon bald wieder.



14 Apr 2004

kamikazze und eine liebeserklärung

irgendwie scheints, als hätte ich gerade die frisur auf kamikaze gefönt. ich weiß selber gar nicht recht warum, aber ich mache dinge, die nicht "nett" sind. und vernünftig meist erst recht nicht. vielleicht ist es ein weiterer schritt einer emanzipation von meiner prüden protestantischen jugend. bis auf die tatsache, dass ich keine prüde, protestantische jugend hatte, eigentlich eine recht plausible erklärung.

vielleicht ist es auch die stadt in der ich lebe, das leben das ich führe, das alter, das ich habe oder die luft, die ich atme, die mich dazu verleitet häufig anders zu handeln, als ich es vielleicht früher gemacht hätte. und vielleicht ist es auch nicht immer nett, aber doch fast immer ehrlich, ab und an lustig, manchmal peinlich und selten auch mal wirklich keine gute idee. ich bin gerade so mit mir beschäftgt, dass ich es unterlasse immer erst auch die reaktionen anderer in meine überlegungen einzubeziehen. vielleicht auch deshalb, weil ich in letzter zeit - zumindest auf emotionaler ebene - häufig allein war. vielleicht auch deshalb, weil mir klar war, dass ich irgendwas ändern muss, wenn ich alleine hier und jetzt glücklich sein will. vielleicht nicht immer gut, aber im moment nun mal so.

als wir gestern nach einem ausflug in unsere oberbayerische heimat wieder die, stadt, die nun unser neues zu hause ist, erreichten, fühlte ich eine große freude in meiner brust. und auch ein "ichwillhiernienienieweg-gefühl". man kann ja nie alles haben, und auch wenn ich manchmal jammere über das alleine-sein oder über fehlende menschen oder dergleichen, so glaube ich doch, dass meine neue stadt besser zu mir passt, als meine alte stadt. und dabei hat der sommer noch gar nicht angefangen, von dem alle immer erzählen, er wäre so wunderbar. ich freue mich schon drauf, wie ein kleines paniertes schnitzel!

11 Apr 2004

mal wieder zu hause

bin mal wieder in meiner heimat-stadt. und es ist immer so schwierig. ständig hat man ein schlechtes gewissen, dass man nicht alle menschen treffen kann, die man in den kurzen tagen gerne sehen würde. aber man kann sich ja nicht vierteilen oder achteln gar. und so muss man mit dem schlechten gewissen leben und das beste draus machen.

mehr nicht jetzt...später...

7 Apr 2004

das karma und zeichen

ich, als aufgeklärter mensch, würde natürlich behaupten, nichts von aberglauben zu halten. und dennoch bin ich überzeugt, dass es sehr wichtig für mein karma ist, dass ich jeden morgen dem obdachlosen, der auf meinem weg zur u-bahn sitzt, etwas kleingeld gebe. und dass ich fürchtlerlich bestraft werde, weil ich den alten mann heute morgen am bahnhof nicht gefragt habe, ob ich ihm beim koffertragen helfen soll. und dass das armbändchen, dass mir tini geschickt hat, glück bringt. und dass bestimmte t-shirts einfluss auf den verlauf des abends haben. und dass vielerlei dinge (wie ein zufällig auf einen stadtplan fallender blick, die verspätung eines zuges, eine in der u-bahn hängende werbung...) als zeichen zu werten sind.

wie gesagt, ich weise natürlich jede form von aberglauben weit von mir. ausser eben den dingen, die glück bringen, das karma aufwerten oder als zeichen zu deuten sind. dadurch wird das leben aber eben auch viel unterhaltsamer. denn man nimmt ja seine umwelt sensibler wahr, da sich ja überall zeichen versteckt haben könnten.

während ich das hier schreibe, fällt mir auf, dass ich zu einem im moment anhängigen vorgang noch keine zeichen in meiner umgebung wahrnehmen konnte. weder gute noch schlechte, was ja zumindest nicht schlecht ist. aber auch nicht richtig gut. vielleicht ist es auch blödsinn. aber am besten frage ich einfach mal das orakel orakel oder wünsch mir was beim universum.. oder ich frage das los-orakel. ist ja nicht so, dass ich auf zeichen angewiesen wäre...

frühlingsgefühle ohne zutun von serotonin

heute scheint keine sonne, es ist kalt und zu allem überfluss regnet es auch noch. und dennoch bin ich in sonniger laune. bis auf die tatsache, dass ich eigentlich viel zu müde bin, um arbeiten zu können. aber ich habe begleitung von einer tasse kaffee, die mir helfen wird auch diesen tag hinter mich zu bringen.

gestern hatte ich einen netten abend, wenngleich ich nicht so recht weiß, wie das ganze einzuschätzen ist. obschon ich eine gewisse emotionale angezogenheit nicht komplett von mir weisen könnte. nun denn, kommt zeit kommt rat. mehr sei an dieser stelle zu diesem thema nicht gesagt. aber übermorgen geht es ja ohnehin für vier tage nach hause. und dann kommt wieder eine arbeitswoche und dann...schau mer mal.

sonstige großartige ausführungen können aufgrund von zeitknappheit, kombiniert mit akuter gehirn-trägheit nicht getätigt werden. eins noch: ich war heute im jungle und es gab sogar ein gewitter. das war toll. gestern war weniger toll. da habe ich mich vor der gesamten potsdamer antifa auf die fresse gelegt. naja kann ja mal passieren, so als rasende reporterin.

6 Apr 2004

frühling spannt sein blaues band

immer noch scheint die luft von einzelnen serotonin-schwaden durchzogen zu sein. dennoch zogen die in der luft hängenden hormone keine tätigkeiten nach sich. aber mir ist mir aufgefallen, dass irgendwas mit meinem hormonspiegel nicht zu stimmen scheint. es gibt im moment auf den straßen, wiesen und wegen so viele gut aussehende menschen. und da gutaussehen ja etwas sehr subjetives ist, und es mir vorher nicht aufgefallen ist und ich auch noch das gefühl habe, diese menschen bemerken mich irgendwie (auch wenn sie dem widerum keine taten folgen lassen), muss es irgendwie an den hormonen liegen. wieauchimmer...

ansonsten bin ich beseelt von pubrtär-anmutenden-gemütsschwankungen. drei tage bin ich beschwingt und voller überstömender energie und dann wieder plan- fast hilflos. und dann beschließe ich wieder - voll trotz und elan - einfach nur ich zu sein. was auch immer das heißen mag. auch hier möchte ich die hormone verantwortlich machen.

ansonsten war das wochenende sonnig, voller spaziergänge am samstag, voller hausarbeit am sonntag, gefolgt von erschöpfter müdigkeit, die auch auf den frühling wie auch das davorliegende wochenende schieben lies.

noch drei tage, dann geht es mal wieder in meine oberbayerische heimat. ich freu mich und schaue ob ich bis dahin noch dinge anstelle, die ich dann berichten kann.

1 Apr 2004

serotonin geschw?ngerte luft

nach einer woche der abstinenz, melde ich mich wieder in meinem blogger-alltag zur?ck. daru?en ist fr?hling. drinnen ist arbeit, aber es hindert mich ja niemand ab und an aus dem fenster zu sehen. und ich muss zu geben, dass ich in den letzten tagen nicht imun war, gegen diese sogenannten fr?hlingsgef?hle. inzwischen bin ich nur noch ratlos. eigentlich sollte ich - vor allem am gestrigen tage - ziemlich schlecht gelaunt sein. aber der sonnenschein hat mir meine schlechte laune gr?ndlich verdorben.

denn montag abend hatte ich mir einen sehr gem?tlichen abend vorgestellt, der sich dann in einen sehr ungem?tlich - man m?chte fast sagen desastr?sen - abend verwandelte. nun ?berlege ich, wie ich das wieder ausb?geln k?nnte und ob ich das ?berhaupt sollte. ich ?berlege, ob ich den letzten jahren irgendwas gelernt habe, stelle fest, dass ich nicht so cool bin, wie ich es gerne w?re und noch vieles mehr. da aber das licht drau?en, serotonin drinnen produziert und das mich mit einer unbestimmten heiterkeit erf?llt, sind s?mtliche fragen auch nicht so borend und ich schaue einfach was passiert.

gestern war ich im kino, in starsky & hutch - bei dem ich wirklich viel lachen musste - und danach war mir noch nicht nach heim gehen. es war viel zu sehr fr?hling, um den abend einfach so verstreichen zu lassen. weil ich erst kein geeignetes caf? in der n?he des lichtspielhauses fand, fasste ich den plan in der um die ecke gelegenen spielbank ein getr?nk zu mir zu nehmen. nach einigen minuten unter touristen und zwielichtigen gesellen, machte ich mich doch auf, in ein biedereres etabilssement, wo man meine ohren mit "hair"-musik "verw?hnte". nicht gerade ein highlight meines ach so jungen lebens - aber weh-getan hat es nicht.

meine freundinnen fehlen mir, um detaillierte aktionspl?ne f?r mein weiteres vorgehen auszuarbeiten. nach desastr?sen abenden, an denen man sich nicht viel zu sagen hatte, weil st?ndig von au?en bedingte dinge passierten - sollte man sich da melden? und wenn ja wie? oder lieber abwarten? oder vielleicht bildet man sich die notwendigkeit des wiederausb?gelns aufgrund von serotonin-?berschuss nur ein? ihr seht: fragen ?ber fragen. und ich bin raus---