a very independent production - fear and loathing - worldwide

30 Dec 2003

back, back, back

big in berlin tonight.

bin zurück und muss auch gleich aus dem haus. mehr morgen oder nächstes jahr.

29 Dec 2003

letzter münchner eintrag

einen schönen guten abend. ich bin so müde, wie schon lange nicht mehr. denn das klassentreffen am gestrigen abend zog sich lange in den heutigen morgen. gegen halb sieben muss ich etwa im bett gewesen sein.

es war recht amüsant - und die leute machen, dass was man von ihnen erwartet. wie immer ging der großteil schon relativ früh und wie immer waren n. und ich die letzten, die noch durch die kneipen zogen. war wirklich schön.


mehr geht heute leider nicht zu berichten. ab ins bett heisst die devise. morgen früh heißt es mit muttern geburtstags-frühstücken und dann auf nach hause. morgen abend kann ich dann endlich wieder in meinem bett schlafen und nicht wie die letzte wochen in ständig wechselnden. (........raum für dreckige phantasien)

27 Dec 2003

hmm...
muss leider feststellen, dass freitag abend in meinem alten zu hause sitzen und sumo ringern beim schwitzen zuzuschauen mich nicht wirklich glücklich macht. vielleicht sollte ich mein heutiges leben doch nochmal in die hand nehmen. das mit dem extrem-nichts-tu-ing-konzept klappt offenbar noch nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. vielleicht muss ich dafür noch ein paar jahre älter werden.

takizoi wurde überigens gerade mit einem oshi-toshi aus dem ring gestoßen. das kann doch nicht alles sein.


also: hoch mit dem hintern, entscheidungen treffen und auf in die welt des amüsements.

friday night - im hohen alter

es ist freitag abend, ich habe urlaub und dennoch sitze ich hier alleine in meiner alten wg. aber irgendwie kann ich mich für keinerlei abendgestaltung so richtig erwärmen. vielleicht sollte ich mich einfach auf einen ich-mache-heute-einfach-gar-nichts-abend einlassen. kann ja theoretisch auch mal was gutes sein. andererseits bin ich ja fürchterlich schlecht im nichts-tun.

morgen habe ich klassentreffen mit meiner abi-klasse. ich bin durchaus gespannt, wie sich die menschen entwickelt haben. bei meinem letzten klassentreffen - vor etwa zweieinhalb jahren - und gut vier jahre nach dem abi - hatten sich die menschen so gar nicht verändert. ich weiß noch, wie ich auf dem weg dorthin mir vorgestellt habe, wie sie denn sein würden und ob ich vielleicht einige gar nicht wiedererkennen würde. ich hatte mich also auf überraschungen eingestellt, aber die einzige überraschung die auf mich wartete, war, dass es so gar nichts überraschendes gab. nett war es dennoch. also erwarte ich für morgen keine überraschungen und lass mich von überraschen, falls es doch welche gibt.

ich denke ich werde mir nun ein bierchen gönnen, mich entspannen und der dinge harren, die kommen werden. also lass ich meine gedanken durch die hemisphäre schweifen und genieße meinen urlaub. jawoll! - nur, dass ihr es wisst!

26 Dec 2003

wenige worte aus der alten heimat

einen guten abend - wo immer ihr auch seid. der heilige abend ist nun über die bühne gebracht. ich sitze nun alleine in meiner alten wg. weihnachtsstimmung macht sich hier keine breit.

nachher geht es mit meinem bruder noch in meinen ehemaligen lieblingsclub. mal sehen wie das wird und welche bekannten nasen meine wege kreuzen werden. mir wäre gerade sehr danach auf meiner gitarre herumzuschrammeln und meinen gefühlen auf den saiten freien lauf zu lassen. hier ist aber leider keine. stattdessen läuft im fernseher "die welt sucht den superstar" - schön ist das nicht.

sonstiger zustand: etwas wirr - dennoch nicht unzufrieden mit der gesamtsituation.

25 Dec 2003

weihnachten verhindern!


nun bin ich bei meinen eltern auf dem oberbayerischen land angekommen. (und auch wieder einigermaßen gesund) davor war ich schon ein paar tage in münchen und habe mich bemüht alle zu treffen, die mich sehen wollten.

es ist schon etwas seltsam, durch die stadt zu laufen, in der man so viele jahre gewohnt hat und zu wissen, dass man hier kein zu hause mehr hat. aber es ist bei mir vor allem ein gefühl des glückes. zu wissen ich wohne jetzt wo anders - wo es mir viel besser gefällt, wo ich durch die strassen laufe und tief einatme und denke: ja hier will ich sein.

desweiteren sind die tage hier mit klassentreffen gespickt. gestern habe ich einen haufen leute meiner ersten (bzw. zweiten - aber egal) schule gesehen (was durchaus unterhaltsam und nett war ;) und am samstag sehe ich meine abi-klasse. mal sehen wie das wird.


die tastatur hier macht nicht immer das was ich will und mein kopf will heute auch nicht recht arbeiten - also verbleibe ich nun mit frohen weihnachtswünschen!

19 Dec 2003

armes häschen bist du krank...

mir gehts leider immer noch nicht gut. dazu schleppe ich mich in die arbeit, die mir gestern auch noch einen extrem stressigen tag, der mich erst um viertel vor zehn nach hause brachte, bescherte. meine augen sind schwer und ich will nicht mehr.

aber zum glück muss ich das wohl auch nicht. ich muss nur noch eine sache fertig machen und dann darf ich nach hause und mich ins bett legen. dabei muss ich doch morgen wieder gesund sein, denn wir haben eine lange, lange autofahrt in unsere oberbayerischer heimat vor uns.

und eigentlich wollte ich ja heute noch meine lippe durchstechen lassen - aber ob das so gut ist, wenn man krank ist...muss ich wohl spontan entscheiden. bis denn - das arme, kranke häschen (hüpfen geht gar nicht)...

18 Dec 2003

in den fängen der bazillen

den ganzen tag wollte der blogger nicht - somit ist es nicht meine schuld, mich nicht gemeldet zu haben. jawoll. ansonsten habe ich nicht viel zu melden, ausser dass ich kränkel, es mir gar ned gut geht und ich nachher noch zur jahresendfeier meiner arbeitgeber muss. ich hoffe mal, dass mich die krankheit nicht vollends dahin rafft, denn für solche kinkerlitzchen habe ich nun wirklich keine zeit.


auf bald!

16 Dec 2003

einen schönen guten montag

die woche begann heute nach einem netten und gut genährten wochenende relativ ausgelichen und ohne größere ärgernisse. gestern abend haben wir mit den besuchs-eltern tatort geguckt und tarot karten für saddam hussein gelegt. (es kommen veränderungen auf ihn zu, die ihm nicht die freiheit geben, die er bräuchte, er muss seine männlichen eigenschaften etwas zurück nehmen und sich auf neue denkmodelle einlassen - oder so ähnlich - sagen die karten).

das wochenende war nicht gerade mit blanker aufregung durchsetzt, aber durchaus nicht langweilig. gestern wollten wir mal wieder das auto nutzen. vorher hatten wir einen anflug von: es ist sonntag nachmittag und wir machen uns schick. also haben wir uns in kurze röcke geworfen, einen verruchten blick aufgesetzt und wollten uns auf machen, auf den flohmarkt. aber da das wetter nass und das auto zickig war, wollte es zunächst nicht anspringen. nach einwenig streicheln und gut zureden sprang der funke denn doch über und los ging die wilde fahrt. etwa 100 meter. bis es mitten auf einer kreuzung und zudem mitten auf den trambahnschienen wieder den dienst versagte. dort standen wir denn in einer ein wenig misslichen lage. aber sofort hielt ein - übergings durchaus nicht unattraktiver - junger mann an, und schob uns - liebevoll und sanft - mit seinem kleinwagen von den schienen. leider verabschiedete er sich schnell mit den worten "gern geschehen, man kennt das ja aus dem fernsehen und ich wollt' nicht, dass ihr drauf geht."

wir waren erheitert, das auto nicht. doch schon kam ein alter - und bei weitem weniger attraktiver mann - der das auto mit anschub, was aber unseren kleinwagen auch nicht auf touren zu bingen vermochte. so beschlossen wir dann letztendlich frierend in unseren kurzen röcken zu fuss loszustapfen. wurde dennoch ein netter nachmittag ;)

heute abend habe ich vor auf eine lesung zu gehen, wo ich aller voraussicht auch der abundanundihrwisstschonbekanntschaft begegnen werde. doch aller voraussicht werden sich daraus keine weiteren geschichten mit erzählpotential ergeben. was vielleicht ja auch besser ist so, vielleicht aber auch nicht - wir werden sehen.

p.s. noch viereinhalb tage, dann habe ich Z-W-E-I -in worten zwei- wochen urlaub. der erste richtige, meines lebens (was daran liegt, dass ich davor nie einen festen job hatte - aber dennoch: ich freue mich!)

13 Dec 2003

bahnhofsunterhaltung in brandenburg (bubb)

noch eine gute stunde, dann steht das wochenende vor der tür! das ist schön und freut mich außerordentlich! heute gibt es ein paar geschichten vom potsdamer hauptbahnhof. dieser ist fürchterlich modern, mit großem einkaufangebot und noch besserem unterhaltungsangebot.

seit ein paar wochen hat man im hinteren teil - zwischen leckerland und nordsee - eine kleine bühne aufgebaut, auf der sich jeden abend die seltsamsten gestalten tummeln. das erste mal fiel mir das amüsierangebot auf, als zwei bieder gekleidete herren auf der bühne über sinn, zweck und lustige anekdoten von vaterschaftstests plauderten. das wäre ja schon komisch genug, wenn da nicht noch das publikum gewesen wäre. das bestand aus etwa fünf bis sieben senioren, die sich offensichtlich auf grund ihrer müden beine an den etwa zwanzig bierbänken, die man freundlicherweise aufgestellt hatte, nieder gelassen hatten und dumpf vor sich hin starrten. "und wissen sie, einmal war ein vater von zwillingen da, die gar nicht von ihm waren... uahhhhh".

am tag darauf, traf ich dort ältere männer mit dicken bäuchen und bärten, die in hautenge tierkostüme gequetscht fröhliche weihnachtsmusik auf fröhlichen blechinstrumenten zum besten gaben. in dem moment als ich vorbeilief, tönte einer dieser männer - ich glaube er trug ein frosch-kostüm - "bratäpfel sind ja auch eine art weihnachtsgebäck...". nun gut. die senioren fanden das auch und stimmten mit ebenfalls fröhlichem klatschen ein.

gestern waren ein paar herren mit weihnachtsmann-bademantel da. auch die trugen ein lied auf ihren blechblasinstrumenten vor. und ich könnt mir glauben, dass ich schon unheimlich gespannt bin, womit man mir heute in meinem lieblingsbahnhof die wartezeit verkürzt.


nun zu mir: pläne fürs wochenende gibt es noch keine, treffen mit der abunsantreffenbekanntschaft sind noch nicht anberaumt, vielleicht gibt es ein tolles fest in potsdam und besuch aus der heimat. mal sehen. ich bin zumindest fest entschlossen den meist möglichen spass (mms) zu haben.


euch auch mms!

12 Dec 2003

so weit...


ist es noch nicht.

fundstück des tages:

10 Dec 2003

Sonne, mond und fernsehturm

was das gute an einer arbeit ist, die ganz früh beginnt und weit weg ist, sind die sonnenaufgänge über berlin, die ich immer bewundern darf. heute war auf der einen seite, ein runder gerade verblassender vollmond und hinter dem bundeskanzleramt kam ein roter feuerball hervorgelinst.


und es gibt im moment für mich kaum was schöneres, als den fernsehturm - vor morgenhimmel oder mit vollmondschmuck. einfach nur ein blick darauf, macht mich schon glücklich. so ähnlich, wie der anblick der syndney opera. das sind beides einzigartige gebäude, die einem versichern, dass man sich gerade in der stadt, in der man sein will, aufhält.


ich bin heute quasi allein im büro und kümmere mich mal weiter um minister & co.

eine knappe handvoll alter neuigkeiten

schon wieder fast eine handvoll tage her, seit dem ich mich an dieser stelle meldete. dennoch: nun bin ich ja wieder da mit dem wochenendrückblick. am freitag ging es nach einem opulenten mal auf ein ganz hervorragendes konzert. wir waren bei der "ersten gecasteten" punkband, die sich punkrock-boys nannte. das stelle man sich folgendermaßen vor: zwei männer, einer wild tätowiert, der andere mit ordentlichem biermuskel in weißem unterhemd die sämtliche punkklassiger und hits wie "hit me baby one more time" oder "griechischer wein" mit grandiosen bewegungen performen und dazu wilde geschichten erzählen. eine stunde lachen garaniert! grooosartig eben. der samstag wurde endlich mit einem ausgiebigen und sehr teurem besuch beim schwedischen möbelhaus begangen und hat dazu beigetragen unsere wohnung noch schöner und einzigartiger zu machen.

danach ging es für mich nur noch ins bett. einerseits auf grund mangelnder vorschläge, andererseits aufgrund von - nawaswohl - müdigkeit. und auch wenn ich bei mir dachte, es kann ja nun nicht sein, dass ich an einem samstag abend einfach um elf ins bett gehe, so war ich doch mit meinem buch in der hand, musik im ohr und decke über den knien extrem zufrieden. vielleicht wird man ja doch nicht jünger. aber nur ganz vielleicht.

was sonst so passiert: nicht viel. affären, die eigentlich keine sind. mehr lose zufallsundabundantreffenoderso. ein tarotspiel, dass mir ständig unschöne sachen voraussagt und arbeit, arbeit, arbeit, die mir jedoch immer noch große freude bereitet. so viel für heute.

6 Dec 2003

der große schwarze vogel müdigkeit

gott, was bin ich müde heute. weil: gestern wurde es sehr spät, aber dennoch durchaus unterhaltsam und amüsant. und mal wieder habe ich feststellen müssen, dass es in berlin ganz großartige spielplätze zum spielen des nachtens gibt. mit rieeeesigen rutschen und so...


große wochenendeankündigungen spare ich mir auf grund meiner müdigkeit. aber ein groooßer programmpunkt wird mit sicherheit "schlafen bis der arzt kommt" sein. naja nicht ganz, hoffe ich.


ansonsten gehts mir gut, ich tue unvernünftige sachen, aber vernünftig sein macht ja nun mal auch kein spass, nicht wahr!

5 Dec 2003

rechts stehen - links gehen

ich halte mich ja eigentlich und grundsätzlich für wenig spießig. dennoch gibt es dinge, die mich rasend und wahrsinnig zu gleich machen. hier in berlin. und in potsdam auch.

von kindesbeinen an hat man mir den wunderschönen spruch "rechts stehen - links gehen" einverleibt. (nicht, dass auch die politische dimension eine wäre, über die sich der eine oder andere gedanke machen liese - aber -- cut--nicht das heutige thema. aber jenes sprüchlein macht einfach sinn. es erleichert das auskommen und die entstehung von aggressionen. denn ich gehöre zu denen menschen, denen es schier unbeschreibliche qual bereitet, wenn sie dazu gezwungen werden stehen zu müssen. nicht gehen zu können. keine chance zu haben, den eigenen willen nach bewegung durchzusetzen, weil eine ganze rolltreppe vollgepfopft ist mit leibern, die stehen und nicht gehen. rechts wie links - links wie rechts.

vielleicht kommt es mir nur so vor, aber hier - wo man ab und an, gar keine treppen-alternative angeboten bekommt - stehen sie immer und vor allem überall. besonders ärgerlich: wenn einer vor einem hoffnungsvoll voranschreitet. die treppe hinauf oder hinab. man selber hinterher. frohen mutes. und dann dieser vordermann - respektive -frau zwei meter vor ende der rollenden treppe einfach stehen bleibt. einfach so. abrupt quasi. und alle anderen ebenso gezwungen werden ihm nachzueifern und sich ein stau bis hin zur oberfläche bildet. warum machen das diese stauprovozierer? haben sie angst, dass sie - würden sie nicht stehen bleiben und höchste konzentration aufkommen lassen - den heiklen sprung von der bewegten treppe auf den starren untergrund, nicht schaffen könnten? machen sie es extra mit einem "ällerbääätsch" - siehste mal im gesicht? machen sie es, um einmal zu sehen, dass sie nicht nur ein rädchen im getriebe sind, sondern mit einer handlung, tausende menschen in die bewegungslosigkeit und letztendlich in den wahnsinn treiben können?

man weiß es nicht.

vielleicht aber auch aus unwissenheit. bösartig gesagt: nicht vertraut mit den gepflogenheiten der westlichen kulturgemeinschaft. das brachte mich zu der idee, von meinem schmalen volontärsgehalt aufkleber mit jenem schönen spruch drucken zu lassen - vielleicht noch mit einem kleinen aber feinen piktogramm dazu - und die stadt in langen, kalten und einsamen nachtschichten damit zu zupflastern...

aber ob es helfen würde....

man weiß es nicht.

4 Dec 2003

dem boden ein gesicht geben

einleitend möchte ich die frage in den raum stellen, wer um himmels willen die texte von reden von ministern schreibt. man kann doch nicht ernsthaft fordern dem "brandenburger boden ein gesicht zu geben". nun ja: kann man doch. hat man heute auch. ich möchte ungern ständig über sandige gesichter laufen. aber das mag eine individuelle abneigung meinerseits sein. weltbodentag ist nämlich erst übermorgen. nur dass ihr es wisst: einfürallemal....

ansonsten: man stellt sich leben wo anders ja immer latent aufregend vor. neue gesichter (nicht nur die im boden), neue freunde, neue biere, neue klingelknöpfe und telefonnummern. und dann: ständig muss man arbeiten und hat keine zeit gesichter, freunde, biere, klingelknöpfe und telefonnummern zu suchen und zu finden. aber angucken darf, kann und muss man. und man kann sich gedanken dazu machen. sich selber geschichten erzählen, was passieren würde, wenn man nun dieses oder jenes gesicht ansprechen würde. oder wenn es einen ansprechen würde. oder wenn gar beide gleichzeitig. gerne würde ich auch mal neue, fremd und aufregend riechenden wohnungen besuchen (die mit den bartstoppeln im waschbecken und dem geruch nach billigem herrenparfüm in den handtüchern). schwelgschwelg...


kommt zeit kommt bart.

2 Dec 2003

stimmen
jeden tag fahre ich in die arbeit. und auch zurück. jedes mal ca. 38 minuten in einem recht schicken doppelstöckerzug. und meist sind sie still. die echten, aus fleisch und blut. nur unterbrochen von den polymorphen dreiklängen der bahn. niemand spricht zwei 'o'-s so schön, wie die freundliche herrenstimme, wenn sie sagt: nächster halt zo-o-logischer garten. zwei 'o'-s umrahmt mit freundlichem zucker in der stimme. zwei 'o'-s als obs mit "ohhh-logik" zu tun hätte. hat es ja auf seine art auch, aber das sei hier nicht der punkt. und manchmal - ganz selten - kommen die echten stimmen, mit den - wie es scheint - großen stimmungsschwankungen. manchmal ein herr, der wohl lieber animateur in punti arabi geworden wäre. der die nächsten haltestationen mit einem unterhalten-wollenden-elan in die abteile pustet.

und am nächsten tag, ein herr der ein tiefes gefühl des mitleids in mir hervorruft. "nächster halt" - ein tiefes säufzen raschelt in den offenen kanal. "zologischer gartn" (mit nur einem 'o"!!) - noch tieferer säufzer, als ob das Leben ihm schon einige saure suppen vorgesetzt hätte und ihn die nächsten worte große überwindung kosteten. als ob er, der vom leben gebeutelte mir mitteilen muss, dass es ihm leid tue aber es aus sei - was auch immer - tiefes seufzen und dann: "Anschluss nach" seufz "Cottbus" - na geht doch.


20 minuten später. die gleiche stimme. er hat sich gefangen, gibt vollgas in die stimme und will es hinter sich bringen. bringt auch tatsächlich noch mal den exakt gleichen text, obwohl der damalige nächste halt schon lange hinter uns liegt. dafür um so schneller... "zologischr gatn". und ausserdem riecht es nach zwiebelsuppe bei der deutschen bahn. warum weiß kein mensch.


guten tag meine lieben freunde und kupferstecher...


die kleine pause meiner einträge ist heute mal nicht mir anzulasten. am freitag war mein arbeitsrechner krank und wurde zur genesung abtransportiert, so dass ich mich rechneramputiert schon um drei auf den nachhauseweg machen musste. aber denn ging es doch nicht nach hause und ich frönte dem kaufrausch in einem schwedischen bekleidungsvertickerer. noch nie bin ich mit einer so großen einkaufstüte nach hause gekommen. und ich muss zugeben, es ging mir schon recht gut damit. besonders, da ich auch zwei duschgele mit den wunderschönen namen "happyness" und "harmony" erstand, die mich jeweilis in die ihrem namen entsprechenden zustände versetzten. ansonsten wurde der freitag eher ruhig angegangen, da am samstag unter anderem der schon lange geplante besuch bei der möbelinstitution schwedens anberaumt war. aber pustekuschen. unser roter knusch-kugel-escort-service-ford (aka klappriges auto) weigerte sich partout anzuspringen, was uns nach einigen versuchen wieder aufspringen und nach kreuzberg fahren liess.

dann hätte ich mir um ein haar ein bisschen blech durch meine unterlippe schiessen lassen. aber in anbetracht meiner arbeitsstelle dachte ich mir, ich sollte das vorher noch mal abklären-ich alles überdachtes spiesserkind, ich. (nuja nicht wirklich - aber natürlich hätte ich das jetzt, wo ich einen job habe, lieber als alles andere. wie man nun mal immer das haben will, was man nicht haben kann...aber das ist ja nun auch kein neues phänomen...)


samstag ging es auf ein ska-konzert, dass uns bis fünf uhr am morgen mit der dort spielenden band rumhängend ausharren lies und durchaus nett und in die glieder gehend war. ich habe nun muskelkater in den unterschenkeln, aber macht ja nüscht...


so meine mittagspause ist vorbei und ich mache mich mal wieder an die arbeit. mehr von mir und aus der barbarischen stadt - später...