a very independent production - fear and loathing - worldwide

18 May 2009

global jammern inc.

Manchmal ist das Leben wie bewoelktes Wetter. Es regnet nicht, es stuermt nicht, es ist einfach nur grau. Klar koennte man auch in diesem Wetter Spass haben, aber irgendwie fehlt der Antrieb.

Es gibt nicht wirklich etwas ueber das ich mich ernsthaft beschweren koennte und dennoch bin ich gerade nicht wirklich – hmm – guter Dinge.

Und ich moechte vorausschicken, dass ich fern des Jammerns bin. (Obschon WORLDWIDE JAMMERN INC. das Image des Jammern fuer immer aendern wird.)

In dieser Gesellschaft – und ich fuerchte fast das ist ein weltweites Ding, wird es als normal angesehen in (mehr oder weniger romantischen) Zweier-Beziehungen zu leben, „Liebe“ zu finden. Heute hatte Spiegel Online diesen Artikel zum Thema.

Offensichtlich habe ich keine Ahnung, nicht den blassesten Schimmer wie dieses Liebe Ding funktioniert, wie man jemand findet, der fuer Hormon Ausschuettungen sorgt.

Aber nun es gibt ja auch wichtigeres zu tun. Wie meinen Schal endlich fertig stricken bevor der Winter wieder vorbei ist.

16 May 2009

hey-ho to the grumpy ones

So daemlich es auch ist, aber so ein Samstagabend allein zu Hause macht mich immer latent depressiv.

Zum einen muss ich morgen in aller Hergotts Fruehe arbeiten und zum anderen war mir auch irgendwie nicht danach Leute zu treffen. Zumindest nicht die, die ich schon kenne. Man verstehe mich nicht falsch, generell mag ich meine Freunde und Bekannten.

Ab und an habe ich diese Phasen, wo ich mir denke: hey das kann nicht alles sein. Wenn ich durch die Stadt laufe und die ganzen interessanten Gesichter sehe. Die zum einen zig Jahre juenger sind als ich und die ich zum anderen ja auch nicht kenne.

So eine Phase von: aber, aber, aber so will ich es auch nicht haben. Im Grossen und Ganzen ist ja alles ganz prima. Nur wenn man wenn draussen der Wind wie bloed um das Haus brettert und ich seit Tagen mit niemand wirklich gesprochen habe - und das auch genossen habe - dann hmm. Ja dann haette selbst ich gerne mal jemanden, mit dem ich zusammen dem Wind zuhoeren koennte.

Je mehr ich denke, dass ich vielleicht irgendwas aendern sollte, desto weniger Antrieb habe ich. Und ausserdem wie gesagt, muss ich morgen frueh ja eh wieder arbeiten.

Manchmal muss ich wohl einfach vor mich hin jammern. Und weil gerade keiner da ist, eben hier.

Aber nun ist es schon fast Bettzeit und ich werde mal dem Wind beim jammern zuhoeren gehen.

15 May 2009

New Zild

Hier ein link zu einer netten Doku ueber den neuseelaendischen Akzent.

12 May 2009

Zum letzten Gruss

In Zeiten wie diesen faellt es schwer so weit weg zu wohnen. Meine Grossmutter ist Freitag – wie man so sagt – friedlich eingeschlafen. Auch wenn das natuerlich rational das ist, was man sich fuer jemand mit 94 Jahren wuenscht, so ist gleichzeitig doch traurig.

Heute ist die Beerdigung und ich wuerde so gerne da sein. Aber ich glaube sie weiss auch so, dass ich heute von hier fest an sie denke. (Mal ganz abgesehen davon, dass sie nicht mehr lebt und ihr es deshalb wohl auch egal ist, wo ich bin.)

Weil ich nicht da sein kann, bekommt die beste Oma von Welt hier einen kleinen Internet-Nachruf.

Meine Grossmutter war eine unheimlich tolle, starke und mutige Frau. Dadurch war sie auch manchmal recht anstrengend fuer die, die mit ihr lebten. Aber ich war immer stolz aus einer Familie von so starken Frauen zu kommen.

Ich werde nie ihren Appetit vergessen ('aber das Fett ist doch das Beste') und ihre Theorie, dass es nur so aussehe, dass sie viel esse, weil ihr Mund so klein sei.

Ihr Schnarchen, dass selbst die hartgesottenesten Reise-Gefaehrten liebend einen Einzelzimmer Zuschlag hat zahlen lassen.

Ihr Lachen, dass einen ganz Raum fuellen konnte und die Gruenchen-Pakete, die wir zu Weihnachten bekommen haben, die alles enthielten von Sumsi-Aufklebern aus der Reifeisenbank, Seifen vom letzen Hotelbesuch, Taschentuecher, Haeckeldeckchen und Werbegaben von denen weder sie noch wir wussten was sie sollten.

Und die gehaekelten Rock-und-Weste-Kombinationen, die ich mit acht Jahren nur tragen musste, wenn sie zu Besuch war.

Die Geschichten von Schlachter Hansen und den Nachbarn, wie Oma immer und grundsaetzlich Recht hatte und doch so liebenswert war.

Ich haette mich gefreut, wenn ich sie im August noch mal haette besuchen koennen, auch wenn Sie vielleicht nicht gewusst haette wer ich bin.

Aber so bleibt sie fuer immer in meiner Erinnerung als der Mittelpunkt jeder Feier (auch wenn es eine Hochzeit, Taufe, anderer Leute Geburtstag war), als geistig fit, als stark trotz ihres Alters und als meine Oma, auf die ich immer stolz sein werde.

3 May 2009

Backflash

und noch eines. Ich habe gerade den April 2004 (==> zu eurer Rechten irgendwo) gelesen. Ach, schwaelg. Was war ich jung. Und die Stadt gross.

cakes and swines

Und schon wieder Sonntag Abend. Keine doofe Woche eigentlich. Und doch sitze ich auf meinem Sofa und bin ein wenig moody.

Aber, ja das will ja keiner hoeren.

Neuseeland wird von der Schweinegrippe regiert. Zumindest die Medien hier. Und obschon es ja nun so aussieht, als ob the swine flu nicht so tödlich und bedrohlich sei wie befürchtet, ist es dennoch ziemlich spooky einen Virus so plakativ um die Welt springen zu sehen.

Wahrscheinlich passiert das die ganze Zeit mit allen möglichen Viren. Nur sieht man jetzt gerade wie sich so ein Virus ausbreitet. Und das Angst einflössende ist vor allem, dass man jetzt sieht, dass man nicht mal am Ende der Welt sicher ist wenn tatsächlich mal ein tödlicher Virus mutieren sollte.

Ich habe ja schon meinen Urlaub in Truemmern gesehen und hatte ein paar hübsche Optionen. Entweder: Ich reise nach Deutschland, auf dem Weg stecke ich mich doch an, erkranke praktisch während ich ankomme und verbringe meinen ganzen Urlaub in Quarantaene in einem deutschen Krankenhaus (ja, ich habe eine Urlaubskrankenversicherung abgeschlossen). Und in dem Moment, in dem ich für gesund erklaert werde, ist mein Urlaub auch schon vorbei und ich fliege ohne irgendjemand gesehen zu haben wieder zurück nach NZ. Wenigstens wäre es billiger mich in Quarantaene im Deutschen Krankenhaus anzurufen.

Oder man lässt mich gar nicht nach Schland weil ich aus einem grippengeschuettelten Land komme. Oder ich werde in Tokyo in Quarantäne platziert und darf Japan nie wieder verlassen und nie wieder Freude hier oder in Schland sehen.

Ich könnte das offensichtlich noch ewig weiterführen.

Werde aber anstelle dessen sagen. Wird schon. Bei Frau Born is’ auch gewon. Ne?

Außerdem stehe ich mal wieder vor einer geschäftige Woche. Morgen früh lasse ich mich mit Grippe Viren (mit ohne Schwein) stechen, dann ein Interview und dann normale Arbeit.

Zudem muss ich die Resultate lauer Sommerabende feiern. Nein, bei uns ist gerade – quasi November – und warm und sommerlich ist es nun wirklich nicht. Aber irgendwie gibt es gerade jede Woche mindestens zwei Geburtstage die zu bedenken sind. Und manche involvieren auch die Herausforderung einen Kuchen zu backen.

Blöderweise habe ich irgendwie die Reputation besonders coole Kuchen zu backen. Und nun erwarten irgendwie alle Menschen nicht nur einen Kuchen, sondern: Was Besonderes. Und Druck mag ich ja so grundsätzlich nicht. Aber auch das wird. Irgendwie.

Nun ist es bald Bettzeit. Eine wunderschoene Woche Euch am andern Ende der Welt.

1 May 2009

Dreamboat- Destroyer!

Manchmal wundert man sich ja warum man nicht so viel Glueck mit dem anderen Geschlecht hat. Auch ich habe mich das schon gefragt.

Wenn ich aber so drueber nachdenke was so aus meinem Mund kommt, wenn ich mal jemand toll finde, erklaert das vieles: Hier ein kleiner Auszug aus der Konversation des letzten Dates.

- In meiner Jugend haben wir Leberwurstbrote auf Eisenbahn-Schienen gelegt
- Ich habe ein Ding fuer Schafe (nachdem er sagte, sein Chinesisches Horoskope sei Schaf: - eigentlich sagte ich: Oh, I like sheep und stuerzte mich dann in Erklaerungsversuche)
- Mein Vater mag Wein, weil er aus dem Saarland kommt (ja sein Vater hat nie Alkohol getrunken bis er vor kurzem Wein-Vertreter wurde)
- Meine Mutter hat mir bis ich mit 19 die Schule abgeschlossen habe Pausenbrote geschmiert, die die besten der Schule waren und der Grund warum ich Freunde hatte.
- Ich bin extrem schlecht aber bestens vorbereitet bei Interviews
- Hochzeiten sind albern, das Geld dafuer koennte man viel besser ausgeben, zum Beispiel fuer Bier
- und noch viel mehr random Bloedsinn.

Nun ja. Ich habe nicht mehr von dem extremen Dreamboat gehoert.