und schon wieder mal zurück
das hat nun sehr lange gedauert, bis ich wieder den elan hatte, meinen blog aufzuschlagen und loszutippen. nachdem ich noch fast meinen flug verpasst hätte, verlief die reise ohne große zwischenfälle. die erste hälfte des fluges musste ich mir meinen platz mit einer sehr dicken, böseguckenden frau teilen. dafür hatte ich auf der zweiten teilstrecke zwei plätze am notausgang mit beinfreiheit, die für drei von meiner sorte ausgereicht hätte.
anzukommen war dann eines der frustrierensten gefühle, die ich je erlebt habe. man stelle sich vor um halb sieben uhr morgens, alleine in der eisigkalten s-bahn in kaltland zu sitzen. vor dem fenster ist eine trostlose gegend, mit bäumen ohne blättern und vereinzelnen gräulichen schneeflecken auf braun-matischigem grund und drinnen sitzen menschen auf dem weg zur arbeit, die auch nicht besser aussehen als die gegend.
nach ein paar tagen und dem treffen einiger freunde war es dann nicht mehr ganz so schlimm. aber könnte ich es mir irgendwie aussuchen, bzw. leisten, würde ich doch schnell zurück oder sonstwohin auf der welt fliegen.
aber erstmal werde ich anfang januar wieder einen job antreten. und ich will mich ja auch nicht beschweren. es ist ein toller job. aber er ist eben hier, bzw. dort, also an einem ort, der nicht gerade auf meiner wunschliste steht. aber ich will ja nun nicht das tun, was der deutsche (neben anderen grausamkeiten) am besten kann. nun lasse ich das jammern.
jetzt werde ich noch die letzte woche meiner arbeitslosigkeit genießen und das tun, was man in diesem status so tun. also zehn uhr morgens vor einkaufszentren rumhängen und bier trinken. nein, ich werde wohl ein paar nette freunde in meiner ganz alten heimat treffen bevor ich dann in meine letzte alte heimat ziehe...
