a very independent production - fear and loathing - worldwide

24 Nov 2004

viva la frauenpower

habe ich gerade gefunden und für sehr fortschrittlich befunden:

Zöpfe statt Hut - Erste «Ampelfrau» in Zwickau

Zwickau (ddp-lsc). An einem Zwickauer Fußgängerüberweg geben seit Dienstag «Ampelfrauen» das Kommando zum Gehen und Stehen. Die Ampelanlage mit weiblichen Symbolen sei die erste in Deutschland im öffentlichen Straßenverkehr, sagte Joachim Roßberg von der Wildenfelser Signaltechnik Roßberg GmbH der Nachrichtenagentur ddp. Mit Rock sowie mit Zöpfen statt Hut biete die Ampelfrau genau wie das kräftigere Ost-Ampelmännchen ausreichend rote beziehungsweise grüne Leuchtfläche, um für Fußgänger gut erkennbar zu sein. Somit seien die im Westen häufig anzutreffenden Zusatzbefehle wie «Bei Rot stehenbleiben» nicht notwendig.

Die «Ampelfrau» habe nichts mit einem übertriebenem Drang nach Gleichberechtigung zu tun, sagte Roßberg. Alleiniges Kriterium für die Neuentwicklung sei die Lichtdurchlässigkeit. Die Straßenverkehrsordnung schreibe nicht vor, dass das Fußgängersymbol männlich sein müsse. Für welche Variante sich eine Kommune entscheide, sei allein ihre Angelegenheit.



also: schreibt an euro stadtverwaltung. es höchste zeit für die gleichberechtigung auf den ampeln dieser welt!

23 Nov 2004

träume, schäume...

kennt ihr das? ihr träumt etwas. etwas ganz großartiges und schönes. und natürlich ist euch klar, dass es ein traum ist. dann klingelt der wecker, aber der traum ist immer noch etwas über euch drüber gestülpt und bleibt da auch den ganzen tag sitzen. mein traum hatte etwas mit meinem e-mail-postfach zu tun und natürlich war das erste, was ich heute morgen in der arbeit getan habe, eben jenes postfach zu öffnen. und obwohl es mir ja rational völlig klar war, dass mein - technisch auch gar nicht möglicher - freaky traum, gar nicht realität sein kann, war ich dennoch tierisch aufgeregt, beim blick in die mailbox. fast möchte man sagen, mit zitternden fingern und einem flatternden gefühl in der magengegend habe ich mich der realität gestellt. natürlich war nichts von bedeutung drin. und so muss ich mein leben wohl in seiner gewohnten tristesse weiterleben...

ich sag nur zahlreiche leiden

22 Nov 2004

merkspruch für den montag

packe nie - und ich meine nie - joghurt in deine mit vielerlei kleinkram ausgestattete tasche. das wird kein gutes ende nehmen...


21 Nov 2004

noch was kurzes zum thema lauch

mal ganz ehrlich - wie oft kauft ihr lauch? sicherlich ab und an. bei den meisten von uns steht er jedoch wohl nicht auf dem täglichen einkaufsliste. und doch, egal welchen film wir sehen, immer und wirklich jedes mal, kommen die menschen in filmen mit großen körben, manchmal auch braunen tüten, vom einkaufen aus denen immer und jedesmal ein bis drei sträuche lauch ragen. klar, es sieht schön aus. (die liebe ist ein nebenfluss der elbe, sagt der fernseher gerade). wäre das leben ein film, würde ich in die lauch-industrie einsteigen. und tierisch reich werden. und dann....

heimwerkergöttin in the name of...

der samstag ist nun fast rum. und ich habe heute eine neue und sehr befriedigende erfahrung gemacht. ich bin die königin des bohrens. seit einem traumatischen vorfall mit einem bohrer vor einigen jahren, habe ich solch teufelszeug nicht mehr angefasst. mein damals gebohrtes loch hatte die tiefe einer erbse und die weite eines blumenkohls. so in etwa. das hat mich so nachhaltig beeindruckt, dass seitdem alle meine bilder mit rahmen (nicht dass ich welche hätte) unaufgehängt blieben, dass regalbretter in der ecke verstaubten und eine glühbirne nackt von meiner decke baumelte. gestern suchte eine freundin jemand, der ihre bilder bohrend aufhängen könnte. da sie niemand fand und ich in abenteuerlicher stimmung war, versprach kotzkotzig wie ich nunmal bin, mich darum zu kümmern (natürlich nicht ohne meine bohr-phobie zu erwähnen).

also machte ich mich heute mit meinem werkzeugkoffer inklusive bohrmaschine auf den weg. (ja ich besitze sowas, ich habe sie mir vergangenenes jahr zu weihnachten gewünscht, um meiner phobie mutig entgegen zu treten, hatte sie aber bis zum heutigen tag nicht genutzt - vielleicht sollte ich mir dieses weihnachten einen kleinen kampfhund wünschen...) . vielleicht sollte ich meiner bohrmaschine einen namen geben...marylin wäre vielleicht ganz schick, aber priscilla oder so.

etwas mulmig war mir schon, als ich meinen leuchtend gelben pistolenartigen gegenstand an der wand ansetze. aber dann lief es, wie ein brasilianisches fußballspiel. etwa 20 löcher fräste ich in die wand, ohne auch nur ein loch zu versauen. alles eins-a-eingeschädelt...was war ich stolz (eigentlich ein pfui-wort, aber für so einen anlass wohl angemessen) auf mich.

nun ist immer noch samstag abend. ich sitze zu hause, mit einem gläschen rotwein, habe das kulturprogramm gestrichen, da das handwerken länger gedauert hat, als erwartet. nun treiben mich klassische was-wäre-wenn-gedanken. mein fernseher sagt gerade, alles was zum überleben notwendig ist, ist an starke gefühle gekoppelt...aber was ist das schon.

außerdem hab ich heute gehört, dass eine gute freundin schon bald auswandert. viel schneller als gedacht und sie hat eine abschiedsparty anberaumt in meiner alten heimat (noch son pfui-wort). ich glaube ich möchte auch dabei sein, auch wenn es ziemlich stressig und nicht gerade billig wird, aber manchmal muss man wohl...

so viel zu heute. auch wenn es etwas vermessen ist, das von meinem gemütlichen bett aus zu sagen, rufe ich dennoch in die welt: rock on!
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19 Nov 2004

erinnerungen und kefir-kulturen

das mit den gedanken und erinnerungen ist immer so eine sache. keine neue feststellung. das nicht...aber leztens sagte jemand im fernsehen - ich weiß nicht mal mehr ob es ein guter oder ein böser war - man müsse sich erinnern, um sachen bewerten zu können. irgendwie auch nicht falsch. aber erinnerungen sind nicht gleich erinnerungen. und ich weiß nicht, ob sie wirklich zur bewertung von vergangenem taugen.

denn erinnerungen sind ja nicht wie ein bild, das man sich malt oder sich kauft, sich immer wieder anschaut und immer das gleiche drauf ist. erinnerungen sind eher wie kefir-kulturen. man stellt sie ab und wenn man sie sich etwas später wieder zur hand nimmgt, sehen sie ganz anders aus. auch verändern sie sich durch benutzen. sie werden mal mehr, mal weniger. mal leuchend, mal blass. und je häufiger man sie nutzt, desto mehr entwickeln sie sich auch. manchmal tun sie einem gut, manchmal wird einem schlecht davon.

gut, es gibt auch unterschiede zu den kefir-kulturen. wenn man die in den kühlschrank stellt, dann dann bleiben die in der regel auch dort. wenn man an irgendwas so gar nicht denken will, dann schlüpft es immer wieder ins bewusstsein. mal leise schleichend, mal laut trampelnd. da gehören sie eher zu den sachen, die man sich nicht aussuchen kann. so wie das wetter. ich wollte sonne, und bekam orkan. aber mich fragt ja keiner...

verschiedene dinge, die ich nicht will

heute morgen bin ich genau um die zeit von meinem wecker aus dem schlaf gerissen worden, zu der ich eigentlich meinen arbeitsplatz erreichen sollte. schnell, wenn nicht sogar augenblicklich, war mir klar, dass in sachen pünktlichkeit nichts mehr zu machen war. dennoch dachte ich, dass ein wenig schnelligkeit dennoch am platz wäre.

aber leider hat sich der wettergott heute spontan für orkan entschieden. ich schwang mich dennoch voller elan und tatendrang auf mein fahrrad. und ich glaube sowas habe ich noch nie erlebt: ich trat mit aller mir zur verfügung stehenden kraft in die pedalen, dennoch bewegte sich mein fahrrad nicht von der stelle. zumindest so gut wie nicht. das war durchaus gemein und auch typisch, dass sowas an einem tag passiert, an dem man es wirklich eilig hat. beinahe hatte es etwas komisches, mich quasi von außen zu sehen, wie ich eilig auf meinem fahrrad sitze, sicherlich mit einem relativ unentspannten gesichtsausdruck und dennoch nicht vorwärts komme.

für den - man möchte sagen - fehlstart in den tag, war der rest jedoch ganz entspannt und amüsant.

gestern habe ich mir noch gedanken darüber gemacht, was einen glücklich macht. also was dafür an äußeren faktoren verantwortlich ist. sicherlich durchaus auch wo man lebt und welche menschen einen dabei begleiten. erst habe ich in einer stadt gewohnt, die ich nicht besonders geschätzt habe, hatte dabei jedoch viellerlei freunde für die verschiedensten anlässe. dann habe ich in einer Stadt gewohnt, die ich mochte, die jedoch mit freunden meinerseits nicht besonders großzügig ausgestattet war. und nun: irgendwie macht mich diese stadt sprachlos. jedoch nicht in einem atemberaubenden sinn. eher emotionslos. es fühlt sich immer noch nicht wirklich nach irgendetwas an. dafür, könnte man sagen, tut es auch nicht weh. aber ich will nun mal kein es-tut-auch-nicht-weh-leben.

das blöde daran ist nur, dass mir nicht recht dinge einfallen, um diesen zustand hier zu verändern. abundan ins kino gehen, kanns ja auch nicht sein. und obwohl es in der stadt wohl ein nicht zu kleines kulturangebot gibt, hab ich mich noch nicht wirklich ins kulturelle leben gestürzt. aber vielleicht sollte ich mal damit anfangen. morgen...

18 Nov 2004

ich habe ja diese kleine spy-ware, die mir immer sagt, wer wann auf meinem blog war und mit welchem suchwort, er auf diese blauen seiten gefunden hat. heute fand ich, dass jemand mit folgenden suchworten kam:

Zahlreiche Leiden mit täglichen Aufzeichnungen

ich weiß ja, dass ich manchmal dazu neige, zu jammern. aber dass es so schlimm ist, war selbst mir nicht bewusst. wollte ich nur schnell mitteilen. später vielleicht mehr...


17 Nov 2004

noch nicht lebendig begraben

nach vielerlei technischen und zeitlichen problemen habe ich es doch tatsächlich mal wieder geschafft, das fenster zu meinem blog zu öffnen.

aber im grunde gibt es auch nicht viel zu sagen. die neue stadt ist nicht unnett, wenngleich auch mich nicht wirklich anschreiend. die meisten wochenenden waren nun entweder von besuch oder von aushäusigen aktivitäten geprägt. ansonsten war die zeit sehr ruhig, was zunächst auch ganz angenehm war. inzwischen hatte ich auch tage, an denen das zunächst als gemütlich empfundene sich eher als lebenig begraben anfühlte...ein leben was nur aus arbeit und nicht-arbeit aka nichts tun besteht, kann ja auf dauer nicht als leben bezeichnet werden. aber ich arbeite dran, das zu verändern. (nicht an der definition)

nun zu den guten nachrichten: morgen ist hier, wo nun mein bett steht, feiertag. das muss gefeirt werden, jedoch erst nach dem aufstehen. aber um aufstehen zu können, muss ja nun erstmal geschlafen werden. und eben dies werde ich nun tun...