a very independent production - fear and loathing - worldwide

28 Nov 2003

...der mit den langen worten

heute ist ein seltsamer tag. er fing schon nicht so besonders hervorragend an. denn die milch war alle, was mich den entschluss fassen lies, auf meinen kaffee zu verzichten. dann haben sich diese studierenden sooooo laut in dem zug, der mich in ruhe zu meiner arbeitsstelle bringen solle unterhalten, dass ich mich genötigt gesehen habe, zu versuchen, sie mit meinem blick zu erdrosseln. war aber leider - nun ja für sie zum glück - nicht mit erfolg gekrönt. den rest des tages kämpfe ich mit einem text, der einfach nicht aus meinen fingern fliessen will. so viel dazu.


dann geht es mir *jammerjammerjammer* natürlich immer noch nicht gut, auf grund von akutem einsamkeitsanwandlungen und emotionaler perspektivenlosigkeit. ich sollte mich wohl mehr in sachen freundeskreiserweiterung engagieren, aber dazu habe ich momentan häufig einfach nicht die kraft. dazu ist meine freundeskreiserweiterungspartnerin etwas mit einer zweierbeziehungsvertiefungskampagne beschäftigt, so dass ich mich für das projekt wohl oder übel auf meine eigenen hinterbeine (welche auch sonst) stellen muss.


was heute, das wochenende und den rest meines lebens angeht, sehen die pläne noch wenig konkret aus. obwohl ich mich heute eventuell mal wieder in eine filmvorführungsanstalt begeben werde. "die invasion der barbaren" steht auf dem programm und es gibt ja kaum etwas, was man so schön allein unternehmen kann, wie der besuch der lichtspiele. vielleicht sollte ich auch noch etwas shoppen, das soll bei der hebung der stimmung von frauen ja häufig ware wunder wirken. ich bin da zwar wenig zuversichtlich, aber probieren geht über studieren, was ja heute auf grund von finanziellen engpässen staatlicherseits ohnehin noch teurer ist als einkaufen...


gruss von der alleswassiekannistjammernjule

26 Nov 2003

strudel, stimmen, bücher und bett

wie versprochen, melde ich mich nun wieder regelmäßig - auch wenn ich nicht sicher bin, ob das hier irgendjemand liest, nachdem mein kleiner blog so lange brach lag. mein tag fing heute gut an, mit einem ausflug aufs lande. arbeitenderweise. dennoch schön. ich bin auch gar nicht mehr so schlecht gelaunt, wie die letzen tage. gründe gibt es dafür nicht. aber muss ja auch nicht immer alles sinn machen. ich bin zwar immernoch in der lonesome cowboy-aka-girl-stimmung. aber nicht auf eine schmerzhafte weise. es gilt mit einer menge dinge abzuschliessen, sich selbst im strudel der stimmen in kopf zu finden und in den sonnenuntergang zu reiten. so - oder so ähnlich.


gestern hatte ich mal wieder meinen packen tagebücher und tagebuchähnlicher eintragungen in der hand. und wie immer zwei feststellungen: liebesdinge sind immer und immer wieder mit den gleichen gedanken verwoben gewesen, die von einer mir nicht positiv gesinnten auffassung zeugnis geben. an der stelle habe ich tatsächlich einiges gelehrnt in den letzten jahren. na, man wird ja doch nicht jünger und irgendeine entwicklung sollte schließlich irgendwo rausspringen. und feststellung nummer zwei: wie niedlich ich doch als kleines ding formuliert habe.


wohin mich der wind heute abend noch treiben wird, weiß ich noch nicht. vielleicht ins kino, vielleicht auch nicht. vielleicht in abenteuer, vielleicht aber auch nur in mein bett. so viel für heute...

25 Nov 2003

schwarze krater und grüne wiesen

nun ist mal wieder eines dieses wochenenden vorbei. obwohl es beinahe übertrieben wäre, dieses so zu nennen. ich kann zwar nicht bestreiten, dass es sich um das ende der woche gehandelt hat (-naja ich könnte schon, es ist ja alles nur eine sache der definition...) - aber da ich am samstag quasi arbeiten musste und sonntag mit dem waschen von ca. 300 kilo wäsche (und ich übertreibe nicht, fragt meine mitbewohnerin, wenn ihr mir nicht glaubt...) und dem putzen meines zimmers beschäftigt war, gab es nicht viel schöne erhohlung für mich.

vielleicht war das auch besser so, denn meine stimmung war ohnehin nicht die beste. da wäre viel zeit für mich sicherlich auch nicht die beste medizin gewesen. ich habe im moment so ein gefühl von luftleerer einsamkeit. als ob ein schwarzer, verbrannter krater in meiner brust innewohnen würde. keine ahnung, wie man hier begrünungsmaßnahmen vornehmen könnte. bis auf eine person, die sich zwar wirklich mühe gibt, aber häufig mit glücklichsein beschäftigt ist, gibt es hier niemand für die gärtnerarbeiten.

und dennoch weiß ich genau, dass ich im moment in keiner anderen stadt auf der welt sein möchte. und auch keinen anderen job haben. und keine andere wohnung. und auch kein anderes leben. aber apropos job: ich tue mal wieder was!

20 Nov 2003

welcome to my new life

nun geht es weiter mit dem block. und mit meinem leben. nun dauert mein neues leben schon mehr als sechs wochen. meistens tut es auch gar nicht weh.

es ist dennoch komisch so schnell sein zu hause mit all den freunden und gewohnheiten zu verlassen. ich habe wochen gebraucht, um überhaupt zu realisieren, dass ich nicht nur für zwei-wochen-urlaub weg bin. sondern für die nächsten zwei jahre, wer weiß, vielleicht ja auch für immer.

ich mag berlin. und manchmal mag ich auch dieses lonesome-cowboy aka girl gefühl. dieses: der wind bläst mir um die nase und fegt alles was da drin war raus. alles was bleibt ist vakuum. dieses weite-gefühl. mit der u-bahn fahren und sich unheimlich cool vorkommen. cool im sinne von unberühbar - ihr dort - ich hier und nichts verbindet irgendjemand mit mir. dieses: ich gegen den rest der welt.

manchmal macht das auch keinen spass, wenn man sich zurück erinnert an glückliche zeiten. an geliebt sein. und damit aufkommend das gefühl, dass es nie mehr gut wird - höchstens cool.