a very independent production - fear and loathing - worldwide

31 Aug 2006

baaaald....

so. nun schon fast geschafft. wieder ein paar dokumente besorgt, ein paar wieder mal nicht bekommen. es bleibt also noch was zu tun. aber langsam werde ich noch ruhiger. heute habe ich erfahren, dass dort wo ich bald sein werde, hunde in städten quasi verboten sind. ich rief nur: MEIN LAND!. langsam übersteigt auch meine vorfreude, die unsicherheiten. hey, das wird gut.

ansonsten. eine moralische frage: darf man sich freuen, wenn jemand, der wirklich schlecht war und viel - welch plakatives wort - böses getan hat stirbt? irgendwie wird die welt dadurch ja ein bisschen besser...nun ja.

ansonsten geht es eben weiter: freunde treffen, sachen organisieren, alles wird übersichtlicher. und bald: gehts los.

25 Aug 2006

on the edge...

ich mag hier nich mehr. mein zimmer sieht - sehr zu meinem missgefallen - inzwischen aus, als wären einige mongolen auf kriegszug eingefallen. seit wochen verbringe ich jeden tag mit planen, paniken und packen. ich denke ständig, immer wieder mal, ich hätte etwas zu organisieren vergessen, was nun nicht mehr zu bewerkstelligen ist. ist eigentlich sicherlich nicht so.

ich habe keine lust mehr auf dieses zwischen den zuständen rum hängen. eigentlich weg sein, aber eben doch noch hier sein. eigentlich hier nichts mehr zu tun zu haben, aber immer das gefühl, dass noch so viel zu tun ist. ab heute auch kein richtiges zu-hause-zimmer mehr zu haben, aber doch noch ne zeit hier zu verbringen. ich habe ja keine ahnung was mich erwartet, aber ich will endlich wissen wie es ist. ihr seht schon: ich werde ungeduldig!

montag breche ich ja zumindest hier schonmal die zelte ab. obschon ein abbrechen der zelte sich so lockerflockig easy und schwupp-schwupp anhört. aber allein zwischen mir und dem ort wo mein bald in kisten gepacktes leben lagern wird, während ich erkunde, wie mein leben in den nächsten monaten, jahren, jahrzehnten aussehen wird, liegen zunächst noch vier stockwerke und 500 kilometer. spass is' was anneres...

aber was schönes: ich hatte einen ganz gar wunderbaren besuch aus der vergangenheit. in 30 stunden 13 jahre vielleicht nicht auf- aber angeschnackt. nächte durchgebrabbelt und gelacht und mich sehr gefreut, dass sich auch nach so vielen jahren ein sich verstehen und mögen, sich amüsieren können und wohl fühlen nicht verändert hat. ...to be continued

22 Aug 2006

almost ready

nach fast drei jahren bin ich mal wieder an einem scheidepunkt. mal wieder: keine ahnung was passiert. vor mehr als zweieinhalbjahren habe ich mir ein piercing stechen lassen. weil ich es schon immer wollte. weil es sich nicht richtig angefühlt hat, nur noch zu arbeiten (so pupertär sich das auch anhört), aber ich glaube das war der hauptgrund: mir selbst zeigen, bei jedem blick in den spiegel, dass ich nicht eine von denen bin. die täglich in die arbeit gehen. jeden tag mehr werden wie die anderen, deren arbeit ihr leben bestimmt und so weiter.

bald gehörte es einfach so zu mir. war da. und ich mochte es. nun ist mal wieder ein neuer abschnitt. sicher werde ich es noch ein paar mal bereuen, war es doch etwas vertrautes. eines der wenigen vertrauten dinge fast. ein teil von mir.

heute abend dachte ich: es ist so weit. den nächsten abschnitt meines lebens gehe ich ohne. raus ists. komisch fühlts sichs an. und das wird es sicherlich noch für ne zeit.

ich habe keine ahnung, wie mein nächstes jahr sein wird. aber anders als die vergangenen drei. für mich - die anderen, die mich bald sehen werden, kennen mich ja nicht. wissen nichts über gestern, vorgestern und die zeit davor.

ansonsten: fast alle dokumente zusammen, fast alle verträge geschlossen, fast alle sicherungskopien gezogen. jetzt muss ich fast nur noch meine sachen zusammenpacken, meine freunde treffen und mich anfangen zu freuen

20 Aug 2006

always a traveller

Heute war mein letzter samstagabend in der stadt, in der ich fast zwei jahre gewohnt habe. beim wochenendausgang war es immernoch, wie nur zu besuch sein. wenn man mal mit jemand ins gespräch kommt, wird so gut wie immer gefragt: "haben dich deine freunde versetzt?". soll ich sagen: "nöö, ich habe keine". soll ich sagen: "nöö, die haben heute nur keine zeit". oder doch: "ich bin nur zu besuch". allein, halt...

auf der ebene habe ich nicht viel erreicht. nun ja: nun. neues land, neuer kontinent (ob mein ziel überhaupt zu nem kontinent gezählt wird, weiß ich gar nicht). schau mer mal.

ich habs gemoch hier, ohne es zu lieben, es war o.k. ohne schlecht zu sein. es war leben ohne leiden.

Ich habe vielleicht kein großes talent, um glücklich zu sein, aber verdammt gute ansätze, um nicht unglücklich zu sein. und jetzt ists zeit fürs bett. meins noch. das beste der welt. und nicht mehr so oft. habe ich doch auf meinen reisen meist nur mein bett, mein zimmer (ein zimmer, dass meins ist) und richtiges brot vermisst. mal sehen, was ich an diesem anderen ende der welt mag und was ich vermisse...

wonky times

noch zweieinhalb wochen bis es los geht. es ist schwierig sich vorzubreiten, wenn man nicht weiß worauf. würde ich mich irgendwann für was richtiges bewerben wollen, bräuchte ich wohl zig übersetzte dokumente. wenn nicht, dann wohl eher nicht.

manchmal habe ich kurze panikattaken, dass ich alles wichtige vergesse. dann kann ich mich beruhigen, dass ich vieles ja mitnehmen kann und alles andere mir auch geschickt werden kann. Auch wenn es weit weg ist, so funktioniert inzwischen doch das postsystem glaube ich.

es ist auch so schwierig, sich auf etwas zu freuen, von dem man nicht weiß, was es ist...aber das kommt schon noch.

12 Aug 2006

Mal wieder: Wasser marsch

...hab gerade die geisha im kino gesehen. da hieß es, in deinen augen sehe ich viel wasser. wasser setzt sich durch. kommt auch durch stein und so weiter. was mal sicher ist, in meinen augen ist kein wasser. vielleicht erde, schlamm, kohle was auch immer. dennoch bin ich wohl eher der wasser-typ. es fließt alles. erde - erdnung, bodenhaftung und so ist mir eher unbekannt.

aber ist ja auch eigentlich egal. in meinem kopf ist alles dreh-duselig. ich weiß wass ich vorhab und hab keine ahnung wies sein wird. und ich werds ja auch erst wissen, wenn ich da bin. das ist ja auch gut so. aber solang werd ich mich wohl weiter dreh-duseln...

11 Aug 2006

es ist seltsam

meine arbeitszeit ist eigentlich rum aber ich sitze noch im büro. es ist mein letzter tag in jenem büro, in dem ich fast zwei jahre saß. gearbeitet, geflucht und viel gelacht habe. nun ists vorbei und was neues fängt an.

das klassische weinende und lachende auge. jetzt wird erstmal entspannt und organisiert und dann wird das schon.

10 Aug 2006

finally

da bin ich also mal wieder. irgendwie gab es nichts halbes und nichts ganzes zu schreiben. nicht, dass es das sonst gegeben habe und ich habs ja trotzdem getan. egal, nun ists doch mal wieder zeit.

morgen ist mein letzter arbeitstag bei meiner alten arbeitsstelle. mit einer unterbrechung habe ich bei dem unternehmen fast drei jahre, an dem ort fast zwei jahre gearbeitet. und morgen ist der riesen batzen sand durch die kleine öffnung gelaufen. einfach so. mal wieder. tschüss sagen. auf zu neuen ufern. weiter weg geht nicht, als dahin wohin es mich als nächstes wohl verschlagen soll.

ganz viele dinge sind zu organisieren, alles noch ein wenig unwirklich. soll ich in weniger als einem monat wirklich am anderen ende der welt sein. wieder allein, wieder alles von vorne. sogar das job finden diesmal. aber man muss ja das tun, was man will. vor nem dreiviertel jahr, an einem strand in thailand habe ich mir gesagt: der nächste stopp ist ein englischsprachiges land, wo ich "ein jahr oder so" bleiben will, um danach in der lage zu sein, überall auf der welt zu arbeiten.

und das mache ich jetzt. und es wird. irgendwie. aufregend auf alle, toll wahrscheinlich. schön auch.

aber morgen ist erstmal der letzte tag vom rest rumzukriegen...