ich mag hier nich mehr. mein zimmer sieht - sehr zu meinem missgefallen - inzwischen aus, als wären einige mongolen auf kriegszug eingefallen. seit wochen verbringe ich jeden tag mit planen, paniken und packen. ich denke ständig, immer wieder mal, ich hätte etwas zu organisieren vergessen, was nun nicht mehr zu bewerkstelligen ist. ist eigentlich sicherlich nicht so.
ich habe keine lust mehr auf dieses zwischen den zuständen rum hängen. eigentlich weg sein, aber eben doch noch hier sein. eigentlich hier nichts mehr zu tun zu haben, aber immer das gefühl, dass noch so viel zu tun ist. ab heute auch kein richtiges zu-hause-zimmer mehr zu haben, aber doch noch ne zeit hier zu verbringen. ich habe ja keine ahnung was mich erwartet, aber ich will endlich wissen wie es ist. ihr seht schon: ich werde ungeduldig!
montag breche ich ja zumindest hier schonmal die zelte ab. obschon ein abbrechen der zelte sich so lockerflockig easy und schwupp-schwupp anhört. aber allein zwischen mir und dem ort wo mein bald in kisten gepacktes leben lagern wird, während ich erkunde, wie mein leben in den nächsten monaten, jahren, jahrzehnten aussehen wird, liegen zunächst noch vier stockwerke und 500 kilometer. spass is' was anneres...
aber was schönes: ich hatte einen ganz gar wunderbaren besuch aus der vergangenheit. in 30 stunden 13 jahre vielleicht nicht auf- aber angeschnackt. nächte durchgebrabbelt und gelacht und mich sehr gefreut, dass sich auch nach so vielen jahren ein sich verstehen und mögen, sich amüsieren können und wohl fühlen nicht verändert hat. ...to be continued