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2 Jan 2009

Welcome to the Year Of Merciless Hubris ™

Da ist es nun also. Das Neue Jahr. Es hat gut angefangen, auf einem Konzert mit prima Musik. Unspektakulaer, ohne Erwartungen, aber die wurden 100 Prozent erfuellt. Ich habe ja sonst eher ein Haendchen fuer eher Unglueckliche Neujahrsfeierlichkeiten.

Ich habe sogar jemand dazu gezungen, mir einen Neujahrskuss zu geben – Mein Gegenueber schien wenig begeistert aber ich dachte, das muss so sein um das Jahr anstaendig anzufangen (nicht die fehlende Begeisterung). Zudem war es schon spaet und ich musste Neujahr um sieben Uhr morgens in der Arbeit sein und somit bald schlafen gehen. Und da ich dennoch nicht ungekuesst das neue Jahr starten wollte, war ein wenig Noetigung noetig.

Und damit sind wir auch schon bei meiner Neujahrsresolutions: Ich erklaere hiermit 2009 zum Jahr der gnadenlosen Selbstueberschaetzung. Wo ich sonst tendeziell zum tiefstapeln neige, nehme ich mir vor dieses Jahr alles etwas hoeher anzusetzen.

Das Leben kann viel einfacher sein wenn man sich nicht tausend mal fragt, ob dies oder das oder was auch immer nun doof war oder nicht. Weniger Selbstzerfleischerei mehr Leberei. Obschon man ja die Reflektiererei auch nie ganz verdraengen kann, aber es hoert sich nach Spass an. Und wie schon Balou der Baer sagt: Und wenn du stets gemütlich bist und etwas appetitlich ist, greif zu,denn später ist es vielleicht fort…”

Was ganz anderes. Ist man ein schlechter Mensch, wenn einem immer wieder so Arschlochgedanken in den Kopf steigen. Wie etwa letztens als die sehr fuellige Frau mit dem glaenzenden, hautengen Kleid durch den Raum schwebte und ich mich fragte, ob sie wie ein Luftballon durch den Raum fliegen wuerde, wenn ich mit einer Stecknadel in ihren Hintern stechen wuerde.

Oder als ich den einarmigen Mann sah heute, der an der verbliebenen Hand seine Frau fuehrte und ich mir dachte. Na immerhin: Haendchenhalten geht noch Alter, eye?

Oder man schaut jemand an und fluestert nur leise: Warum? Warum?

In diesem Sinne: Auf ein Neues.