einmal blinzeln, drei mal im Kreis drehen und schon ist die Sommerfrische wieder fast vorbei. Ich hatte bisher eine ganz, ganz, extrem und absolut tolle Zeit. Nun ja, die beiden Wespenstiche, die ich nun an Arm und Kiefer trage haetten nun nicht zwingend sein muessen, aber man muss ja auch manchmal spueren, dass man lebt. Oder so.
Abgesehen von dem Grundgefuehl, dass es einfach nur schoen war alle meine Freunde wieder zu sehen und festzustellen, dass diese Freundschaften sich nicht aendern, nur weil man mal ein paar Jahre am anderen Ende der Welt lebt, habe ich auch ueber ein paar Dinge nachgedacht.
Ein wenig ueber was zu Hause ist.
Muenchen ist ja irgendwie das alte zu Hause und es ist gut, dass sich das Gefuehl hier zu sein nicht aendert. Alles ist vertraut und es gibt unheimlich viele Menschen, die mir hier wichtig sind. Es wird mir ganz warm ums Herz und macht mich gluecklich zu sehen, dass sich Freundschaft nicht verfleuchtigt, wenn man einfach nicht vor Ort ist. Alles ist so einfach hier. Ich muss nicht denken, wenn ich spreche, wie ich spreche. Ich muss nichts erreichen wollen ich kann einfach nur sein.
Gleichzeitig weiss ich auch, dass ich hier nicht leben will und es ist ja immer gut Dinge nicht in Frage zu stellen.
Schwieriger war es schon mit Berlin, was sich einfach mehr anfuehlt, wie die Stadt, die meine sein koennte. Dort sass ich schon laenger in einem Cafe, habe vor mich hingestarrt und mir ueberlegt, ob das wo ich lebe, wirklich das ist, wo ich sein will.
Die ideale Loesung waere es die Karte zu falten, sodass NZ nicht mehr am Ende der Welt, sondern nur noch einen Katzensprung von Freunden und Familie entfernt laege.
Aber auch gut festzustellen ist, dass ich Wellington fast schon wieder ein bisschen vermisse. Dass ich mein Leben wie es ist eigentlich ganz gerne mag. Dass mich dieser wunderschoenste aller vorstellbarern Urlaube, mit all meinen so wunderbaren Freunden nicht in eine Sinnkrise gestuerzt hat. Zu wissen, dass es immer dieses zu Hause gibt und diese Freunde macht einen ja auch mutiger zu machen, was man gerade will.
Und so druecke ich nun weiter das Eis auf meine Wespenstiche, trinke noch ein Glaesschen Wein und geniesse die letzten Tage hier. Und freue mich einfach nur, dass ich ich so ein gluecklicher Mensch bin.