a very independent production - fear and loathing - worldwide

29 Jun 2007

what a difference a day makes

Was fuer einen unterschied doch ein paar tage machen koennen. Spontan habe ich mich entschieden nun doch fuers erste in far, far away zu bleiben. Ich habe den prima-job und muss mir jetzt nur noch ne prima wg suchen. Heute ist mein letzter abend am support-desk. Und das ist auch gut so. Irgendwie.

Und dann faengt das wochenende an…

Was lustiges habe ich heute gesehen: Einen tauben-pudel. Also einen klitzekleinen pudel, mit einem kleinen umhang, wie ihn sonst nur superman oder auch blindenhunde tragen. Und auf dem stand: ‘hearing dog – to help the deaf’. Keine ahnung was der so macht, der kleine tauben-pudel. Zwicken, wenn jemand von hinten kommt. Ans Bein pinkeln, um auf hupende Autos aufmerksam zu machen. Man weiss es nicht…

25 Jun 2007

Oder doch?

verdammt. nun habe ich hier das job-angebot, dass ich eigentlich nicht ablehnen kann. und 13 stunden mich zu entscheiden. verdammt, wie soll ich denn. beide jobs sind recht cool. nur eben jeweils am anderen ende der welt. hier oder dort? vielleicht sollte ich doch noch ein wenig bleiben...

no way back

nun habe ich mich entschieden und den jeweilgen arbeitgebern meine entscheidung mitgeteilt. jetzt gibts kein zurück mehr (entscheidungsmäßig). und ich darf von heute an meine entscheidung auch nicht mehr in frage stellung sondern muss anfangen mich drauf zu freuen. jawoll.

21 Jun 2007

puhh...

So nun ist es wirklich so weit. Eine Entscheidung muss fallen. Irgendwie war der Zeitpunkt immer so weit weg, weite Meere aus Zeit vor mir…und jetzt habe ich auch noch etwas erfahren, was ein Ablehnen meiner Arbeitsmoeglichkeit in der alten Heimat eigentlich unmoeglich, oder zumindest eher daemlich machen wuerde. Es ist der perfekte Job, mit perfekten Kollegen in einer nicht 100 pro perfekten aber nun auch nicht ganz gar furchtbaren Stadt.

Der Chefredakteur hier ist seit ein paar Stunden zurueck aus dem vierwoechigen Urlaub und hatte natuerlich noch keine Zeit sich mit mir zu befassen. Am einfachsten waere es, wenn er mir einfach mitteilen wuerde, dass sie hier keinen Job fuer mich haben. Oder wenn ich definitive wuesste was ich will.

Da ist auf der anderen Seite der Welt der Job den ich vermisse und Menschen die dann nur noch ein paar Stunden und nicht unmoeglich weit weg wohnen. Und auf dieser Seite der Welt ist einerseits ein noch nicht ganz erfuellter plan, menschen, die ich inzwischen auch mag und da ist immernoch das Versprechen des Unbekannten. Andererseits Wellington ist schon verdammt klein. Und im moment auch ziemlich kalt.

Ich habe mir ja immer gesagt, dass ein Job nicht bestimmen darf, was ich mit meinem Leben mache. Aber natuerlich ist ein Job immer ein Punkt um den sich dann der Rest des Lebens gruppiert. Und da man dort ja nunmal den Grossteil seiner wachen Zeit verbringt, ein nicht unwesentlicher. Wenn ich also mal rein hypothetisch annehmen wuerde, dass eine Karriere fuer mich wichtig waere, muesste ich mir auch Gedanken machen, wo ich denn hin will und was mich dahin bringt.

Und nun - wirklich hypothetisch - wuerde man mir hier nun einen Job am New Media Desk anbieten – wuerde ich mehr oder weniger nur Nachrichten aus verschiedenen Quellen auf verschiedene Internetseiten schuetten wuerde und ausser Selektion und Anpassung nicht viel Journalistisches machen. Wuerde mich ein weiteres Jahr im englisch sprachigen Ausland weiter bringen als eine Anstellung bei einer deutschen Nachrichtenagentur, bei der ich mal wieder schreiben koennte. Und wieder die Frage: Was heisst weiter? Die Moeglichkeit weiter weg zu arbeiten?

Ich glaube rein gefuehlsmaessig jetzt gerade wuerde ich sagen, ich gehe ein wenig nach Deutschland zurueck und nach ein wenig cooler Arbeit dort kann ich weiter sehen was die Welt da draussen noch so zu bieten hat. Und jetzt wuerde ich eigentlich gerne zu dem chefe hier gehen und das mitteilen und alles planen, aber vielleicht ist es besser das ganze nochmal zu ueberschlafen…

20 Jun 2007

weird, weird me

mein laptop wohnt wieder zu hause und das ist ja nun mal was schönes. wenn ich hier sonst nichts zu tun habe, dann schaue ich mir hier gerne serien auf dvd an. und egal ob das nun gilmore girls, scrubs, house oder greys anatomy ist, eigentlich immer geht es um große gefühle und freundschaften und so weiter. und natürlich ist das fernsehen und alles verdichtet und dennoch fragt man sich wenn man so eine ganze staffel am stück angeschaut hat wirklich dämliche fragen wie: wär mein leben so aufregend wäre ich so dünn und schön. und klar weiß man, man ist mindestens 15 jahre zu alt für solche fragen. und die verschwinden auch so schnell, wie sie ungefragt aufgetaucht sind.

aber dennoch löst so viel tragik und so viel emotion an einem beliebigen dvd abend manchmal etwas aus und man denkt so vor sich hin. und manchmal - eigentlich meist - wünsche ich mir dann ich wäre entweder fisch oder fleisch, wenn ihr wißt was ich meine.

wahrscheinlich wäre leben an sich relativ einfach, wenn man sich für eine seite entscheiden könnte.

18 Jun 2007

in between times

Noch maximal eine woche. Dann teilen mir die chefs die entscheidung mit. Und dann muss ich mich entscheiden und von da an nie wieder zurueck blicken. Oder so. Ich weiss immer noch nicht wirklich, was ich will. Aber nun heisst es ja immer noch abwarten – und alles was sich so anbietet – trinken.

Alle, die dieses Wochenende einen anruf von mir erwartet oder zumindest nicht ausgeschlossen haben, werden gemerkt haben, dass dieser nicht kam. Mein Laptop hat mal wieder engergie-aufnahme-probleme und ich habe ihn am Samstag in hoffentlich helfende haende gegeben. Ueber kurz oder lang brauche ich wohl einen neuen tragbaren freund. Aber in diesem, meinem zwischenstatus, in dem ich noch nicht weiss, wo ich in drei monaten sein werde, kann ich keine entscheidungen treffen.

Ansonsten gibt es an meinem ende der welt mal wieder nicht viel neues. Es wird kalt, am Freitag ist mit 8.39 stunden sonnenschein, aeh nein eher tageslicht, der kuerzeste tag des jahres und meine plaene mal ein paar tage nach fiji in die sonne zu fliegen werden von unsittlichem verhalten der dortigen militaer-regierung torpediert.

Wenigstens sind die fenster in meinem zimmer einigermassen dicht (was hier keine selbstverstaendlichkeit ist) und ich habe eine funktionierende heizung. Koennte also alles schlimmer sein. Euch viel spass bei sonnenschein, grillen, biergarten oder was man auch immer im sommer so macht…

12 Jun 2007

wat denn nu

die zeit vergeht und ich sitze hier mit einem zugegeben ziemlich eckligem glas wein. und natürlich kann ich quasi immer weiter das spiel spielen, mich von jobs und nicht-jobs und all dem weiter treiben zu lassen. aber je näher der zeitpunkt kommt, an dem von der anderen seite eine entscheidung fällt, ob ich tatsächlich hier bleiben könnte, desto mehr denke ich darüber nach, ob ich das überhaupt will.

denn städte nutzen sich in meiner wahrnehmung mit der zeit ab. ich weiß noch, wie mich das laufen über die warschauer brücke und der blick auf den fernsehturm einfach nur glücklich gemacht hat. unabängig davon wie der rest meines lebens war. dieser blick versprach etwas. genau so glücklich hat es mich gemacht, einmal die cuba street hier in wellington durchzulaufen. die verschiedensten menschen, ethnisch, kulturell und sonst wie. eine irgendwie allem immanente gelassenheit. und genauso wie es in berlin mehr oder weniger irgendwann nur noch der weg zur arbeit war ist das hier genauso. der zauber des neuem, der mir ein sofortiges und beständiges grinsen im gesicht beschert hat, lässt irgendwann nach.

und ich weiß, dass wenn ich jetzt nach berlin kommen würde, wär er wieder da. wahrscheinlich weil das bild nicht mehr alltäglich ist. nach einer gewissen zeit, wenn die erste verliebtheit mit einem ort verflogen ist, braucht es wohl andere dinge.

und dann ist es wieder zeit, darüber nachzudenken, was denn die dinge sind, die für einen selbst zu dem jeweiligen zeitpunkt am wichtigsten sind. job, stadt und ihre möglichkeiten, freunde und bekannte. was auch immer.

und ich denke, neben vielen anderen dingen, definiere ich mich durchaus ein wenig über meinen job. habe ich doch im grunde das privileg einen job zu haben (und mehr oder weniger gelernt zu haben) der mich glücklich macht. und den vermisse ich. auch wenn das was ich jetzt mache nicht ganz uncool ist und auch irgendwie spass macht.

aber wenn ich jetzt sofort, in dieser sekunde, entscheiden müßte, würde ich mich wohl für acht monate mit den weltbesten kollegen im nahen osten entscheiden. und wenn dieses gefühl noch ne woche anhält, dann werde ich sicher irgendwann traurig sein, diesen ort zu verlassen, aber dennoch zufrieden gehen.

der kniffelige punkt ist und bleibt. das ziel des unternehmens neuseeland war (und ist) zu lernen, sich in einer anderen sprache zu hause zu fühlen, in ihr schreiben und leben zu können. und was ich bis jetzt weiß ist, dass das unheimlich lange dauert, für son sprach-dingens wie ich es bin.

und nun gibt es nunmal die zwei alternativen 1) ich habe diese eine sprache in der ich mich wohl fühle und ich will dahin zurück wo ich in ihr, mit ihr arbeiten kann. 2) ich kann noch nicht nach hause, weil ich noch in der andern sprache nicht arbeiten kann.

nun ja. und am ende wird das sein wie im restaurant. ich mag speisekarten. ich kann viel zeit damit verbringen sie zu lesen und mir jedes gericht vorzustellen. und dann sind meist immer noch zwei, drei übrig, die ich alle gerne hätte und nicht weiß, wie zur hölle ich mich denn nun entscheiden soll. und wenn dann die bedienung kommt rufe ich irgendwas. und meist ist das dann ziemlich seltsam und was ganz neues.

Behind The All Blacks Haka

Hier ein bisschen über den haka. Den ausschnitt aus dem ersten artikel habe ich auch ausgetauscht. ich habe gerade erst gemerkt, dass ich einen französichen mitschnitt erwischt habe, weil ich den link ohne ihn anzuschauen, in der arbeit hinein kopiert habe. anyway. the all blacks rock!

11 Jun 2007

Cheering the black block

Dieses wochenende war ich im schwarzen block. Dieser ist hier jedoch von Regierung und Bevoelkerung gern gesehen. Abgesehen von der einen oder anderen leeren Bier-plastik-flasche wirft der schwarze block hier auch wenig. Ab und zu wird er laut und tanzt und zeigt mittelgrosse transpis auf denen “TRY!!” steht.

ja, ich war beim all blacks spiel. Und es ist wirklich angenehem, dass sich die Rugby-nationalmannschaft ganz in schwarz kleidet, da fuehlt man sich doch gleich ein wenig heimelig, auch wenn die sonstige stimmung ein wenig anders ist.

und bevor sich die jungs gegeneinander stemmen und prallen, umarmen, rumschubsen und blutig hauen, tanzen sie den haka, einen maori kriegstanz, um dem gegener angst einzujagen. vielleicht sollte das der schwarze block zu hause auch mal tun...



Auch darueber hinaus war das wochenende mal wieder recht prima. Noch knapp zwei wochen bis hier entscheidungen fallen und beinahe taeglich wechselt meine praeferenz fuer die eine oder die andere option. Auch wenn ich hier schon mehr als neun monate bin, hat das leben hier noch immer etwas von “es ist nicht echt”. Sicherlich weil mein Aufenthalt ja nur als kleiner Abstecher geplant ist. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob sich das Leben in Dresden ‘echter’ anfuehlt, war ich da doch auch immer nur zu abstechern.

Und die frage, ob ich irgendwann tatsaechlich mal irgendwo sein werde und es sich echt anfuehlt, weil es nicht nur ein abstecher, ein zwischenschritt ein abchecken ist, ist ja auch noch ungeklaert. Vielleicht finde ich ja in ein paar jahrzehnten eine nette senioren-residenz, in der ich mich wirklich zu hause fuehle und weiss, dass es mein zu hause bis zum ende meiner (dann nicht mehr so vielen) tage sein wird.

8 Jun 2007

zeichensprache

freitag abend, noch knapp eineinhalb stunden bis zum wochenende und ich habe hier in der arbeit eigentlich nix mehr zu tun, ausser fernzusehen, zu checken, dass alles laeuft wie es soll und mir gedanken ueber das kommende wochenende zu machen.

heute habe ich mal wieder drueber nachgedacht, ob ich an zeichen glauben soll. ich habe die letzte zeit latent ein wenig drueber nachgedacht, ob ich jemand mag. und da ja heute nunmal freitag ist, dachte ich auch latent daran, mich vielleicht zu melden und ein nachderarbeitbier vorzuschlagen.

und dann sah ich den menschen drei mal in der stadt - jedesmal irgendwie weit weg und irgendwie unpraktisch hallo zu sagen (nun ja ich haette mich eben umdrehen, langsamer oder schneller gehen muessen). ein zeichen? dass ich alle drei mal, nicht haaaalloo gerufen habe. ein zeichen oder einfach nur eine ziiemlich kleine stadt.

wann weiss man denn was man will? ein weg ist zum beispiel waere, dinge einfach mal auszuprobieren. heute, habe ich etwa einen schokoriegel probiert. und ich bin mir sehr sicher, dass ich den nicht mag. mir ist immer noch ordentlich schlecht.

es gibt da zwei denkschulen. die eine sagt, dass man, wenn man etwas wirklich will, es einfach weiss. die andere sagt, dass man sachen ausprobieren muss um zu sehen wie sie sind, erst dann kann man sich entscheiden.

das ist leicht, wenn es um schokoriegel oder rote pollunder geht. schon schwieriger wenn es darum geht, wo man denn nun leben will aber wie macht man das, wenn menschen involviert ist. obschon, warum eigentlich nicht, mal an- und ausprobieren. oder auch nicht.

und nun was amuesantes:

Overheard in the office...

7 Jun 2007

because I can.

nun denn schon fast wieder wochenende. diese woche hatte ich mal wieder die spaete schicht und ich geniesse es jeden abend wie ein kleines kind, dass ich nicht ins bett muss und solange aufbleiben kann, wie ich will.

auch wenn ich nun endlich weiss, wann eine entscheidung faellt, haenge ich natuerlich bis dahin noch etwas in der luft. so richtig schlimm ist das nicht, es gibt ja nichts was ich planen muss. und meist verbringe ich die zeit damit, das leben irgendwie zu geniessen. ich verdiene genug geld, ich habe genug zeit und manchmal auch menschen, mit denen ich was mache. manchmal gehe ich auch spontan abends noch irgendwo hin. warum? because I can. wenn man erst mittags anfaengt zu arbeiten, gibt es nun auch nicht wirklich einen grund das nicht zu tun. und wer weiss, wie lange ich noch hier bin. carpe noctem und so.

am wochenende werde ich mein erstes live rugby-match sehen. bloederweise hat sich zuckerstueck dan carter verletzt und wird nicht in seiner knappen, schwarzen hose vor unseren augen uebers feld toben. aber vielleicht gibt es ja auch noch andere augenweiden...

2 Jun 2007

to much, to old

es ist samstagabend. und der geneigte leser dieses blogs hat sicher schon einige einträge gelesen, die mit just diesen worten anfangen. normalerweise meandern sie dann weiter mit, ja ich könnte alleine dies tun oder auch alleine das. oder ich bleibe zu hause. dann kommt häufig noch ein schäufelchen selbstmitleid und/oder wirres kram.

die konstante zu sonstigen einträgen ist, dass ich nicht weiss was ich tun soll. aber heute mal aufgrund eines überangebots an alternativen, die alle quasi durch einladungen von menschen entstanden sind, die mit mir was machen wollen.

da ich 1) zu ner party bei dem weihnachtsbruder eingeladen bin (der ziemlich am adw wohnt), 2) die weihnachtsschwester gerade gefragt hat, ob ich auf nen drink gehen will (sie ist wohl nicht eingeladen) 3) andere freunde gefragt haben, ob ich mit ihnen rugby gucken will und 4) meine mitbewohner schmeissen ne party und haben gefragt, ob ich auch da sein werde.

wie soll man sich denn da entscheiden. ich muss sagen, sowas überfordert mich ja schon fast. so eine einladungsflut kann so ein erimiten-dasein schon ganz empfindlich aus dem gleichgewicht bringen. aber ich will mich ja gar nicht beschweren...