a very independent production - fear and loathing - worldwide

27 Sept 2005

friss staub....

so nach zwölf stunden schufften ist mein leben endlich in kisten gepackt. nun steht hier nur noch mein bett, zwei kerzen und eben ne ganze menge kisten. gerade fällt mir auf, dass ich heute das letze mal für drei monate in meinem eigenen bett schlafe. noch zwei mal auf ner isomatte schlafen und ich bin erstmal wohnungslos, frei wie ein vogel, leben aus taschen, vielleicht nie alles da was man gerade sucht, aber auch fast nichts was ich tun muss, nur dinge, die ich tun will.

wenn man den ganzen tag nur staub gefressen hat, die verschiedensten muskelkater bereits vor sich sieht und schon jetzt das dunkelrote, altbau-hohe zimmer, was übermorgen stahlend weiß zu sein hat, verflucht, hat man nicht so viel zu sagen...

was werde ich froh sein, wenn ich am donnerstag abend in meiner alten heimat aufschlage.

26 Sept 2005

muss ja, muss ja...

in der arbeit hat sichs ausgesdropscht fürs erste. aber von erholung und entspannung keine spur. ich habe mein hab und gut nun in acht stunden in ressorts aufgeteilt. hier bleiben, alte heimat, ausland...die nächsten vier tage werden noch mal richtig hart mit packen, einlagern, streichen, putzen, behördengänge, abschiedsumtrünke, papierkram und und und. aber wenigstens scheinen jetzt die planungsbausteine jeweils in die richtigen steckplätze zu fallen. langsam nimmt auch die panik ab, dass ich irgendwas vergessen haben könnte, was nicht mehr zu machen ist oder ich zeitlich nicht hinbekomme oder mit irgendwas dastehe, was ich nicht alleine hinbekomme (wie schränke schleppen oder so...). aber es scheint alles aufzugehen...

bis jetzt hatte ich noch gar keine zeit zu realisieren, dass jetzt mal wieder was neues anfängt und dass ich bald zwei monate in einer völlig anderen welt bin. in zwei wochen sitze ich schon im flugzeug...aber dann habe ich ja viel zeit über alles nachzudenken, prioritäten hin und her schaufeln und dann vielleicht wissen, was ich erstmal will oder vielleicht auch erstmal was ich nicht will oder was auch immer...

aber erstmal heißts noch: viel zu tun, muss ja, muss ja. und deshalb werde ich mal früh zu bett gehen, um morgen mein leben wirklich in kisten zu packen...

23 Sept 2005

letzter drobscher

morgen ist mein letzter arbeitstag. zwei jahre sind rum. einfach so vorbei. schon zeit zurück zu blicken? wohl noch nicht. es war einfach keine zeit vorhanden, zu realisieren, dass dieses am anfang dieses zwei-jahres-zeitraumes so groß erscheinde meer nur noch auf einen einzigen tropfen zusammen geschrumpft ist. ein nettes meer wars und ab morgen abend ist wieder mal so ein punkt, wo sich vieles verändert. und: darauf freue ich mich. alles anders, alles neu: und das wird gut...

21 Sept 2005

gebranntes kind

wie man sich beide oberarminnenseiten verbrennt.

1) man fülle pommes in den ofen und trage dazu ein trägerhemd
2) man warte bis der ofen richtig, richtig heiß ist
3) nach 15 minuten öffne man den ofen, damit man die pommes etwas wenden kann. dazu gehe man in die hocke, öffne die tür des ofens nur halb und greife mit beiden armen in die kartoffelstäbchen
4) dann passe man kurz nicht auf und lasse die ofentür nach oben schnallen, sodass sie beide oberarminnenseiten auf einer länge von ca. 15 zentimetern erwischt
5) dann atme man tief den geruch von verbranntem fleisch ein und erinnere sich immer wieder daran, dass man atmen muss
6) am ende stecke man sich zwei kühlelemente unter die arme und freue sich darauf, dass der schmerz irgendwann kleiner wird...


ja: und auch euch noch einen schönen tag. meine pommes sind jetzt fertig...


update: 20:28 Uhr: beim nudelkochen nun auch noch den daumen verbrannt, stecke ich ihn halt auch unter meine arme...in zukunft esse ich nur noch kaltschalen und eis...

19 Sept 2005

rewind, rewind...

manchmal wünscht man sich im leben rewind tasten. und manchmal haßt man auch nichts mehr als die rewind-taste im kopf. und manchmal macht man beides gleichzeitig. beispielsweise wenn man gespräche geführt hat und danach verschiedene diaolog-ausschnitte in einem loop im kopf abgespielt werden. dann will man einerseits den loop abschalten, wenn man mit der eigenen rolle im gespräch nicht einverstanden ist. andererseits würde man aber auch gerne eine ganz reale rewind-taste haben, um entsprechende ausschnitte zu wiederholen und so gestalten, dass man sie mögen kann - ganz gleich, ob sie als loop wieder kehren oder nicht.

denkt man beispielsweise an herrn schröder. wenn der sich morgen daran erinnert, wie er sich heute benommen hat. ich glaube mal, der würde bald einiges geben, wenn er dann eine einschreite-rewind-taste hätte. "is doch klar, herr von der tann...ihr intellektuelles problem in allen ehren..." "glauben sie, dass meine partei auf ein angebot eingehen würde, wenn frau merkel sagt, sie wollte bundeskanzlerin...". "sie wird keine koalition mit meiner fraktion hinkriegen...". selten so was blassiertes gesehen... wie herr westerwelle sagte "ich weiß nicht, was sie vor der sendung gemacht haben"... und "ich möchte ihnen, ihre gute aufgesetzte laune nicht nehmen..."

aber nu ists auch mal zeit, den tag tag sein zu lassen. denn morgen ist ja wieder ein arbeitstag...

18 Sept 2005

hannibal

im grunde sind wir sicher alle wie hannibal. das mastermind des a-teams, dass ich ja sehr verehre. der steht nämlich in den meisten folgen der großartigen serie da, nuckelt an seiner zigarre und sagt "ich liebe es wenn ein plan funktioniert". gut, die meisten von uns nuckeln wenn überhaupt an zigaretten...

aber was mich heute eigentlich getrieben hat, war der gedanke daran, wie wenig ich es mag, wenn ein plan nicht funktioniert. ich habe ja momentan nicht so furchtbar viele ausgefeilte oder überhaupt pläne. letztens hatte ich einen gefasst, spontan. einen, der so wirkte, als wäre er völlig plausibel, angenehm in der performance und easy im handling. nun scheint mir aber auch der gerade auf die füße zu fallen (eine formulierung, die ich schon immer seltsam fand und bei der ich mir stets diese dinge vorstelle, die schmerzhaft auf meinen zehen landen).

jetzt muss ich die planstückchen wohl zwischen meinen zehen aufsammeln und wieder zusammensetzen. etwas mühselige arbeit, aber machbar.

im übrigen knackt mein nacken und meine schultern immer noch, aber wenigstens sind der bewegungsfreiheit nur noch minimale schranken auferlegt. auch wenn ich mir heute im kino gewünscht hätte, dass jemand sanft meinen immobilen nacken krault, war mein abend doch im grunde kein unangenehmer. und nun werde ich mich mal wieder dem schlaf überantworten, denn morgen muss ich ja bis in die späten abendstunden arbeiten...

17 Sept 2005

knapp vier stunden...

und schon ist die bollywood-schmonzette auch schon vorbei. ich bin sehr stolz auf mein durchhaltevermögen und hoffe nur nicht von tanzenden, singenden, blumen in die luft werfenden menschen zu träumen...

ein freitagabend wie er nicht sein sollte

es ist freitagabend und ich kränkel ein wenig. dazu schaue mir eine bollywood-schmonzette im fernsehen an. ständig singt und tanzt man höchst albern und hat große gefühle. spontan würden mir doch etwa fünf dutzend dinge einfallen, die mir mehr spaß machen würde. dennoch bin ich nicht in der lage etwas anderes zu tun, weil zu allem übel auch noch mein nacken steif ist. den ganzen tag bin ich wie ein kleiner roboter, dem man keine gelenke in den hals gebaut hat, rumgelaufen. lustig anzusehen, aber unschön in der praxis. aber mit ein wenig ruhe und meiner wärmflasche im nacken wird das schon wieder. morgen fange ich an, meine sachen zu sortieren, damit ich sie in kisten packen und in den nächsten fluss werfen kann...

ausserdem habe ich mal wieder festgestellt welche unschöne wirkung diese stadt auf mich hat. kaum bin ich zwei tage da, in denen mir weder tagsüber noch abends langweilig war oder unangenehmes passiert ist fühle ich mich hier wieder so - ich weiß gar nicht wie ich es nennen soll. irgendwo zwischen verloren, unzufrieden und antriebslos. doch so bin ich ja eigentlich gar nicht. vielleicht ist das die luft hier. oder irgendwas ist im wasser. aber ist ja nicht mehr lange und dann wird alles erst mal gut...

15 Sept 2005

politik in meinem kopf

morgen wird ein verdammt harter tag und mir wäre noch nach gemütlich hier ein bier trinken. keine gute idee wohl, also werde ich sie wegschmeißen. und dabei sind wir wieder bei der frage der richtlinienkompetenz im eigenen kopf. eigentlich sollte ich ja quasi die bundeskanzlerin (auch wenn dieser begriff momentan eventuell etwas negativ belegt sein sollte) in meinem kopf sein. doch auch da gibt es immer mehrere fraktionen (fragt mich nicht wer die gewählt hat, mir scheints, ich wars nicht). da gibt es regierungen und oppositionen, die jedoch extrem oft wechseln. böse zungen würden das bananenrepublik nennen, obschon ich die überhaupt nicht ausstehen kann (nicht die bösen zungen, die bananen).

manchmal will ich meine richtlinenkompetenz wirken lassen und dann kommt da eine kleine, fast schon abgeschriebene partei zu wort und macht groß terz. manchmal gibt es schlagabtäusche (ist das der korrekte plural?) und manchmal ist einfach nur sommerloch. ich weiß nicht, ob anderer leute politik konstanter ist. ich weiß nur, dass meine manchmal ziemlich anstrengend ist.

wenn ich wenigstens die wähler kennen würde, könnte ich sie ja bestechen, wie das in vielen ländern üblich ist. manchmal mache ich das auch. mit fernsehsendungen, reisen oder sonstigen ablenkenden leckereien. manchmal aber wollen die sich partout nicht bestechen lassen. und dann bin selbst ich am ende meiner politik. aber für heute mache ich einfach nur das licht aus im bundestag meines kopfes und verordnete - kraft meiner richtlinienkompetenz - sommer- oder vielleicht nur nachtpause.

ach ja, die neuen comments scheinen doof und spam-anziehend zu sein. quasi so lobbi-kräfte, die sich immer vor mein büro schleichen. ich glaube ich muss das abstellen und zum alten, zuverlässigen prozedere zurück greifen. aber das ist ein wenig frikelige arbeit und darum kümmere ich mich morgen...oder übermorgen...oder so.

freak

ob es, wenn man nach 90 prozent der scrubs-folgen tränen in den augen hat, gegen einen oder für die serie spricht? man weiß es nicht....

14 Sept 2005

re-launch

wie euch sicher nicht entgangen ist, hat mein blog ein neues gesicht. ich dachte aus dem baby-blau bin ich langsam heraus gewachsen. da ist noch einiges zu tun. die comments sind neu und die alten weg. mal sehen. ob ich die alten doch noch wieder ausgrabe...

morgen muss ich nach zehn wunderbaren tagen urlaub wieder in die arbeit. endspurt noch acht arbeitstage und dann ist ein abschnitt meines lebens auch schon wieder vorbei. wenn es nur noch so ein kleiner haufen arbeit ist, dann kann man sich sogar richtig drauf freuen und motiviert sein alles zu geben.

heute wird das aber nüscht mehr mit mir. ich werde wohl eher früh in mein kuscheliges, frischgemachtes bett gehen...

12 Sept 2005

happy whats-o-ever

die große stadt tut mir gerade gut. heute gab es wieder die große schlacht, deren verlauf keiner glauben würde, hätte er es nicht mal gesehen. für ausführliche beschreibungen bin ich - fürchte ich - zu müde nun. aber ich versuche sie noch nachzureichen. aber wenn das alles so würde, wie es gerade aussieht, dann wäre es großartig. und noch immer habe ich ein außergwöhnlich freudiges grundstimmungs moment...ich könnte auch nicht wirklich sagen wieso. aber es ist so, und das ist gerade so was von verdammt gut so...

9 Sept 2005

zwischennachricht

noch immer in der großen stadt. noch immer gehts mir gut und nur weils nacht ist scheint die sonne gerade nicht. heute habe ich den wannsee gesucht und irgendwann auch tatsächlich auch gefunden.

nun bin ich aber totmüde und in einem internetcafè, in dem ein junger mann, der nebem mir am rechner sitzt, immer so komisch röchelt...deshalb schluss für heute...

6 Sept 2005

großes B und kleines j

die sonne scheint, das freibad ruft, die menschen hier sind alle viel schöner und ich bin in best möglicher laune. so kann man (aka ich ) sich urlaub schon gefallen lassen. ich habe noch keine ahnung wie lange ich bleibe und was ich noch tun werde aber im moment gehts mir gut und jetzt ich werde mal lecker essen und leute gucken gehen...

4 Sept 2005

time to spare

manchmal denke ich auch, dass es nur gut ist, dass ich meinem gejammer nicht immer zuhören muss. aber nun will ich nicht mehr nölen. noch ein arbeitseinsatz und dann habe ich zehn tage frei. verdient habe ich mir das ja auf jeden fall auch wenn es keinen urlaub im klassischen sinne für mich gibt. aber da will ich ja auch nicht ansatzweise nölen, denn bald bin ich ja um so länger weg.

und nun werde ich meine tasche packen, mein lächeln anziehen und los ziehen...

2 Sept 2005

dumpishness

melancholie ist schon was doofes. manchmal. dasitzen und daran denken, dass früher pings und brsss, also geräusche, die verschiedene kommunikationsmittel so machen, freude oder zumindest aufregung bedeutet haben. dass sie nun wieder nur pings und brsss sind. das passiert ja seit es sowas gibt in regelmäßigen abständen.

ich erinnere mich noch an den freund den ich zeitgleich mit meinem ersten handy hatte. ein großteil der brsss die mein handy so machten, stammten von ihm. und deshalb war in meinem kopf das geräusch meines telefons mit dem gedanken an ihn eng verwoben. natürlich war es irgendwann aus. und dann war da erstmal die stille, die mein telefon danach verursachte. und wenn es dann irgendwann doch mal diese geräusche machte, war irgendwo in mir - nur ganz kurz - der glaube, dass alles gut würde. natürlich war die nachricht dann nur irgendjemand, der irgendetwas wollte.

e-mails machen nun in der regel nicht solche geräusche. dennoch gab es auch mal zeiten, als das hineintröppeln von nachrichten mit einem gefühl in der magengegend, wie es nur eine vielzahl kleiner aufgeregter insekten verursachen können, verbunden war. nun kommen nur noch benachrichtigungen, dass ich viel geld irgendwo abholen könnte, wenn ich nur irgendwelchen links folgen würde, angebote nicht vorhandende primäre geschlechtsorgane zu vergrößern oder sonstige dolle deals abzuschließen.

nun ja, das leben verändert sich ständig und immer. mal in die eine, mal in die andere richtung (muss ja). ich habe heute, als ich ein wenig aufgeräumt habe, einen zettel gefunden, auf dem ich aufgeschrieben habe, wie ich mich fühlte, zwei tage bevor ich mein damaliges zu hause vor zwei jahren verlassen habe. mit angst aber auch mit einem "alles muss gehen"-gefühl. und im grunde habe ich die vergangenen zwei jahre wohl ziemlich verkackt. aber natürlich nicht, ohne auch irgendwie was mitgenommen zu haben. alles geht allein. doch wirklich spass machts nicht. so richtig unabhängig von allem und gleichzeitig glücklich zu sein liegt mir wohl leider nicht so. und irgendwie läuft in meinem kopf nur "creep" von radiohead...

und bald hab ich urlaub und das ist auch gut so. rock on. however...whatever...

1 Sept 2005

holiday out

schon wieder mittwoch. die zeit vergeht, die zukunft kommt. momentan habe ich nicht viel zu sagen. außer vielleicht: willkommen barracuda!.

das leben plätschert gerade. nächste woche habe ich urlaub und ich habe immer noch nicht die geringste ahnung was ich mit den tagen anfangen soll. fest steht nur, dass allein die vorstellung mehr als zwei tage am stück in meinem kleinen, roten, dunkeln zimmer zu verbringen mich in tiefe depressionen stürzt. viel geld für die woche steht nicht zur verfügung, also spiele ich abwechselnd mit gedanken daran, in meine alte heimat, in meine interims heimat oder nach prag zu fahren, wo ich noch nie war. entscheiden werd ichs wohl spontan, nachdem ich am wochenende noch mal zum arbeiten verdonnert wurde.

und damit verabschiede ich mich auch schon wieder ins kleine rinnsal meines lebens.