a very independent production - fear and loathing - worldwide

28 Jul 2005

punkrock

no future, sagte gerade il chefe. nicht, dass man mich nicht wollen täte, wenn, dann wäre ich schon unter den auserwählten und die hoffnung solle man ja nun auch nicht aufgeben. aber ein wenig in andere richtungen schauen würde auch nicht schaden. (nicht, dass ich das zu hören, nicht kennen würde...)

nun gut. aber ich habe ja auch pläne. eine reise nach asien und dann ein umzug nach hause. irgendwie aufträge finden und ein wenig leben. alles noch nicht in stein gemeißelt, aber es fühlt sich gut an, zu wissen was man machen könnte oder wollte. nur muss ich noch dieses unangenehme job-angebot abschütteln. ich habe mir schon überlegt, ob es eine gute idee wäre, mir eine iro zu rasieren und noch eine menge weiterer tatoos auf meinem körper zu plazieren, um besonders unsympatisch und unkompatibel auf diese arbeitgeber zu wirken. nur wärs blöd, ergäbe sich eine andere option, bei der dann das genauso abschreckend wirkte...

also alles im fluss wie immer. morgen kommt ein mich geboren habender besuch und ich sollte hier mal etwas aufräumen. nur habe ich so überhaupt keine lust dazu... no future, punkrock halt...

27 Jul 2005

und auf in die nächste runde

wie häufig am beginn der woche: ein recht schönes wochenende liegt hinter mir. vielleicht wäre es noch schöner gewesen, hätte ich es nicht auch mit mir verbringen müssen. aber das gehört ja zu den sachen, die man sich nicht aussuchen kann. ansonsten heute den örtlichen fußball-verein besucht, der mehr oder weniger schön gesungen hat.

außerdem habe ich heute ein jobangebot vom arbeitsamt bekommen. zum einen ist meine anmeldung noch gar nicht fertig, zum anderen dachte ich, es gäbe hier in sachsen keine arbeit und zum dritten will ich verdammt nochmal nicht bei einem wochen-werbe-käseblatt in dresden arbeiten. aber vorstellen muss ich mich ja doch, weil man mir ja sonst das geld kürzt. in der not selbstständig machen. und morgen muss ich wirklich mal mit il chefe über meine zukunft dort wo ich jetzt arbeite reden...

21 Jul 2005

asia calling

im moment denke ich mir gerade, wie gerne ich doch ab oktober eins, zwei monate nach thailand fahren würde. ich schaue schon nach flügen, sehe mich allein mit meinem kleinen reisetagebuch in seltsamen kneipen sitzen und den einheimischen und touristen zu zuschauen, sehe mich busse verpassen und die idee verfluchten, alleine gefahren zu sein. dennoch: falls nicht jobmäßig noch irgendwas unerwartetes passiert, sollte ich wohl die chance nutzen, zeit zu haben und mir nochmal sechs wochen auszeit nehmen. verdient, wie ich finde. strände, palmen, (und hoffentlich keine) tsumanis - ich komme.

20 Jul 2005

stormy weather

heute ist ein tag wo es so richtig ordentlich windet. ich mag das ja. im wind stehen und sich fühlen wie ein rohes ei zu ostern. ausgeblasen werden, dass das ganze glibberige zeug rausfließt und es bleibt die schale, die man hübsch anmalen kann...

19 Jul 2005

wieder vereint

mein kleiner freund wohnt wieder bei mir. seine tastatur ist noch ein wenig gewöhnungsbedürtig, aber ich bin sehr froh, dass wir wieder zusammen leben. eine woche, die nicht als ereignislos zu beschreiben ist liegt hinter mir. viele dinge, die mit "nicht" anfangen. dinge die zwar dennoch da sind, auf die man aber auch verzichten kann. so nachrichten, wie "keine heiße spur" oder "keine entscheidung im fall..." zählen zu diesen "nicht"-dingen. solange man "nicht"-dinge meldet, verbreitet man die auffassung, dass man zu denen gehört, die am ball bleiben. aber spätestens nach der dritten "nicht"-meldung wills ja auch keiner mehr lesen. und dann kann mans auch lassen. und sich lieber den meldungen zuwenden, die auch wirklich gedruckt werden...

nun ists schon wieder so spät. bald mehr. ach ja: am wochenende gehts in die alte heimat und ich freue mich schon tierisch, war ich doch schon lange "nicht" mehr da. und das ist diesmal keine "nicht"-meldung ;)

14 Jul 2005

neues

das quasi-krankenhaus in dem mein bester freund rumliegt, hat gerade angerufen. noch mehr als eine woche wollen sie ihn da behalten. dann, wird er aber wieder ganz gesund heißts. und ich arm.

12 Jul 2005

willkommen in der neuen woche

das wochenende hatte einige gruselige aspekte zu bieten. aber nun fehlt mir die zeit, um auf die highlights von wolfgang-petry-mukke bis lobet-den-herrn-gesänge einzugehen.

ansonsten: mir ist schlecht und gut gehen ist was anderes. aber nun ein kleines "vorwärts immer - rückwärts nimmer" gemurmelt und weiter gearbeitet...

8 Jul 2005

kommunikationssperre

mir scheint irgendetwas will nicht, dass ich kommuniziere. mein laptop ist kaputt, meine e-mail-adresse nicht zu erreichen und auch meine smse kommen teilweise nur verstümmelt bei den empfängerInnen an. aber ich werde die dinge nun in die hand nehmen und den besten freund den ich hier habe zum - nennen wir es - doktor bringen. da der kleine jedoch keine krankenversicherung besitzt, rechne ich mich hohen kosten. unschön aber nötig. die erreichbarkeit meiner e-mail-adresse ist von mir nicht zu beeinflussen, aber da ich zu hause ja ohnehin keinen rechner habe macht das heute auch nichts mehr.

nun da ich bald die heimfahrt mit dem fahrrad antreten wollte stehen alle zeichen auf starkregen. und ich will ja eigentlich nicht, dass sich mein kleiner freund noch weiter verkühlt. nein, leicht habe ich es wirklich nicht. dann harre ich mal allem was da kommen werde.

6 Jul 2005

mein bester freund ist krank

irgendwie ist das nicht mein leben. heute war ich beim arbeitsamt, um mich fristgerecht zu melden. nach knapp einer stunde durfte ich auch schon an den informationsschalter für akademiker treten, wo man mir sagte, man schicke mir ein formular zu. aber wenigstens wars während der arbeitszeit.

aber just am gleichen tag (also eigentlich gestern abend) hat mein notebook aufgehört zu arbeiten. also die tasten. spontan von einer sekunde auf die andere, ist eine betrachtliche anzahl von tasten in streik getreten. ich dachte, dass es vielleicht helfen könnte, mein geliebtes gerät neu zu starten. aber leider ist wohl auch eine der tasten str+alt+entf unter den streikenden, so dass ich gar nicht mehr rein komme. ich habe keine ahnung wie ich ohne das gute stück leben soll, ist es doch meine verbindung in die welt. und ich habe auch keine ahnung was so eine reperatur kosten könnte, wie lang sie dauert usw. arbeiten muss ich jetzt dennoch...

my home, my castle, my whatever...

inzwischen habe ich mich von der vorstellung verabschiedet, dass ich wenn ich das nächste mal umziehe länger bleiben werde. ich hatte ja mal die vision, dass ich bald eine wohnung einrichte, nicht in dem bewusstsein, dass ich alles bald wieder in kisten packe. aber dass macht einem ja entscheidungen nicht leichter. also denke ich mir jetzt, dass ich erstmal irgendwo hin ziehe und jederzeit ja auch wieder weg kann. irgendwas ist immer. immer!.

außerdem habe ich heute beschlossen einer familienfeier am wochenende beizuwohnen. einerseits weil ich nicht weiß, ob ich meine großmutter sonst nochmal sehe, andererseits weil ich sonst auch nichts vor hatte und eigentlich nicht zwingend noch so einen samstag wie den letzen brauche. obwohl dieses vielleicht auch ganz nett gewesen wäre. nun ja. nun ists beschlossen.

ansonsten regnet es draußen mal wieder. ich sitze wieder drinnen und schaue mir wohnungen und wg-angebote im internet an und habe keine ahnung, wie ich es bezahlen soll, wenn es soweit ist. aber ich sag mir auch ständig, ich sollte mir weniger gedanken darüber machen. aber ganz lässt es sich doch nicht verdrängen. doof auch. dass man dazu neigt, sich solche gedanken zu machen. will ich doch eigentlich nicht. wenn ich wüßte was ich wollte, wär ich ja auch schon einen schritt weiter. schon wieder bin ich am nölen. also schluss für heute...

5 Jul 2005

brabel, ballel

mal nen abend mit reden nicht mit schweigen verbracht. nun wieder zu hause. um meine lampe schwirren die insekten, als wärens exkremente. ich glaube ich war selten so planlos in allerlei belangen wie heute. mein bestreben in die stadt, aus der ich komme zurück zu kehren wird stärker, meine vorstellungen was ich da tun werde sind unklar wie immer. auch sonst ist mein leben eher vom treiben lassen, sich irgendwie, unbestimmt fühlen bestimmt. hart festzustellen, wenn eine ganze woche lang eigentlich die gespräche, die im rahmen der arbeit geführt wurden, die einzigen sind...

und eigentlich verstehe ich es immer noch nicht. eigentlich halte ich mich nicht für besonders unkommunikativ. nicht für besonders abstoßend. und dennoch gelingt es mir nie in neuen städten wirklich kontakt zu menschen aufzunehmen. es stehen doch ständig immer wieder menschen vor diesem "freunde kennenlernen problem". wie machen die das denn. warscheinlich sind sie besser im small-talken. und sind auch noch damit zufrieden.

aber ich will ja nicht jammern. schon gar nicht irgendwelche selbst-mitleidigen vorhänge aufzuziehen. also bleibt nur laut ROck ON zu rufen. und: weitermachen.

3 Jul 2005

ein abend in dresden

20.15 ein samstagabend ohne ziele und pläne. ich in dieser stadt. aber zu hause bleiben gilt nicht, das weiß ich. also erstmal den film des abens geschaut. "don juan de marco"- ein film bei dem es nur um liebe und romantik ght. ein thema, was mir nicht gut tut. also auf zu einem konzert.

22.30 auf der bühne singt eine frau mit kirchentagsstimme auf russisch während sich betrukene punks sich schon auf dem boden rollen. es hat etwa 40 grad. hinten stehen die skins, die aus die moskauer ska-band warten. während ich feststelle, dass ich kein feuerzeug bei mir habe und schon überlege die nächste tankstelle aufzusuchen spielt die bank "kalinka" (sie weiterhin mit kirchentagsstimme, er mit versoffenwirkendwollender stimme). die punks rollen, die skins pogen, die mädchen hüpfen und der rest klatscht.

23:00 eigentlich will ich gehen. ich setze mich kurz abseits auf ein sofa. betrunkene 18-jährige stimmen sofort ein mir ihre lebensgeschichte zu erzählen. ich überlege wie ich flüchten kann, während ich sätze wie "du bist doch sicher über 20, du kommst da sicher rein" und "die im backstage fahren alle einen hammer, ein amerikanisches auto, bei dem eine tankfüllung 500 euro kostet, die aber maximal die hälfte von 100 kilometern reicht, weil sie so klein ist, weil das ein bonzen-auto ist" höre. zeit zu gehen.

23:30 nach draußen geflüchtet. man liegt schon gerne auf dem boden. und die zweite band hat ncoh nicht mal angefangen zu spielen. neben mir übergibt sich jemand.


23:50 die band beginnt zu spielen. immer noch nicht der hauptact. eigentich ganz nett, obschon ich nicht ausmachen kann, welche sprache gesunden wird.

23:50 Ein Punk stürmt die Bühne und hält eine rede, von der ich kein wort verstehe und ein etwa 50-jähriger kuschelt sich an mich. die musik wird besser, doch es wird zeit zu gehen. dann wenns am schönsten ist...

00.00 eine kneipe, niemand liegt auf dem boden. ich dachte nicht, dass ich mich über solche zivilisation mal freuen könnte. die musik ist nett, die menschen brechen nicht.

00:30 immer wieder kommen leute an meinen tisch, fragen, ob sie sich setzen dürfen und setzten sich sofort, so denn einer frei wird an einen anderen tisch. vielleicht riehe ich doch ungut.

2330 es wird immer voller, das publikum immer schicker, es wird zeit zu gehen.

1:00 an mir bekannten kneipen vorbei gefahren. für nicht gut erklärt. noch bei einer gewesem. wo die zeichen nicht schlecht standen und die musik als nicht allzuschlecht galt. kurz zeigte sich der dj von seiner guten seite, dann griff er nur noch in die latino-ecke. anstand die hüften zu schwingen, hab ich mich doch nach hause auf gemacht.

2.15 es reicht, in meinem alter muss man ja auch mal schlafen

1 Jul 2005

dilemma

an der innenseite der tür, die in dem büro in dem ich arbeite zu den toiletten führt, hängt ein schild, auf dem "bitte tür geschlossen halten" steht. jedesmal wenn ich die örtlichkeiten verlassen möchte, stehe ich vor diesem schild und somit vor einem dilemma. denn wie soll ich raus kommen, wenn ich doch die tür geschlossen halten soll. aufgrund fehlender alternativen beschließe ich dann stets diese bitte zu ignorieren.