angekommen. wie immer alles nicht ganz leicht. als erstes hatte ich die wahl, an welchem bahnhof verlassen sollte. ich habe mich dann fuer den ersten, den neuen, wie ich gelesen habe, entschieden. ausser mir ist nur noch eine junge frau ausgestiegen, die sofort in die arme ihres geliebten fiel.
ich gab mir dann gro-e miehe nicht wie ein suchender tourist zu gucken und bahnte mir meinen weg durch einen leeren bahnhof mit dem charme eines sozialistischen-70er-jahre-bauwerk, dann weiter ueber einen leeren platz, der nur von einer in der naehe vor sich hin frierenden tankstelle erleuchtet wurde, hin zu meiner trambahnhaltestelle. da war ich dann auch erstmal allein. an und an kamen leute vorbei, die ich einerseits auf ihre gefaerhlichkeit hin scannte. gleichzeitig versuchte ich sehr entspannt, einheimisch, mich auskennend und gelangweilt zu blicken.
irgendwann kam dann auch die strassenbahn. nur wurden drinnen keine tickets verkauft und auch an der haltstelle hatte mein keinen automaten aufgestellt. also schwarzfahren. zudem brauchen taschen (ich weiss nur nicht ab welcher groesse) in prag einen eigenen fahrschein. wir zwei bis drei schwarzfahrer sassen dann also in der bahn und scannten einerseits die hereinkommenden menschen auf ihre kontrolleurswahrscheinlichkeit und versuchten gleichzeitg sehr entspannt, einheimisch und vor allem im besitz eines fahrscheins zu wirken.
nach knapp zehn minuten hatten wir es dann ohne ansprachen irgendwemerseits an unsere zielhaltestelle geschafft. schnell fand ich dann auch das hostel, in dem mcih auch gleich ein schwanzwedelnder hund begruesste. dennoch trat ich ein und wurde dann in ein anderes gebaeude geschickt. ausgeruestet mit etwa 100 schluesseln machte ich mich auf den weg durch
- eine stahltuer (wo mich ein kleiner bellender hund mit einem wollpulli begruesste, der jedoch in begleitung war, die wohl irgendwas beruhigendes auf tschechisch murmelte)
- durch einen beinahe mittelalterlich wirkenden, recht dunklen hinterhof yu einem eingang, an dem ich den zweiten schluessel nutzen konnte.
- treppen hinauf in den zweiten stock wo der dritte schluessel eine tuer mitten auf den treppen oeffnete, die mir den weiteren aufstieg erlaubte.
- und zwar sehr dunklte treppen hinauf. (light is not working), wo ich schliesslichg die tuer zu einem achtbettzimmer fand und mit schluessel nummer vier aufsperrte.
- dort schloss ich dann mit nr. fuenf meinen rucksack in ein schliesfach ein, nutzte die sanitaeren anlagen (zu denen es uebrigens keinen schluessel gibt) und machte mich au, die pub-tipps von der rezeption auszuchecken.
erst war ich in der orange-bar, eine sehr nette kleine kneipe, wo ausschliesslich tschechen waren, dann im chateau, wo man live-blues anbot und ein absackerbier in der hostel-eigenen kneipe.
heute habe ich bei schneesturm die burg angeschaut. was kalt aber sonst ganz nett war. natuerlich habe ich auch goulash mit knedely gegessen. mal sehen, was heute noch so geht...