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30 Mar 2006

wasser marsch

man kann mal seine hände mit kochendem kartoffelwasser überschütten. macht aber kein spass. ich habe die hälfte des abends heute meine hände - fast wie einst tiffi - in wasser gebadet und die andere gelitten. nun mit hilfe einer schmerztablette glückt mir das tippen auch so einigermaßen wieder.

da wo ich wohne ist land unter für die kommenden tage angekündigt. ich finde es ja noch ganz aufregend, weil ich noch nie ein richtiges hochwasser gesehen habe. es ist auch recht spannend im moment, da jedesmal der fluss über den ich zur arbeit und von der arbeit nach hause fahre, völlig anders aussieht. anfang der woche gabs noch riesige wiesen, dann wenigestens noch an deren rändern einen fußweg und auch dieser war heute abend weg. mal gucken, wie das ganze morgen früh aussieht...

nur ich wohne zum glück relativ weit vom fluss ein bisschen eine anhöhe hinauf und zusätzlich noch im vierten stock, sodass ich die nahende flut nicht wirklich fürchten muss...

26 Mar 2006

kreuzwort-queen in the name of...

natürlich bin ich schon wieder ein paar tage zurück aus prag. dort hat es mir sehr gut gefallen. ich könnte mir durchaus vorstellen, dort mal ein halbes jahr zu verbringen. leider spreche ich kein wort tschechisch (bis auch jeden pivo prosim), aber wie ich gehört habe, soll es dort auch einige jobs für englischsprachige menschen geben. vielleicht suche ich mir ja auch da was. aber noch sind es ja gut fünf monate die ich hier beschäftigt bin.

apropos beschäftigt. heute habe ich mich mit dem größten kreuzworträstel meines lebens beschäftigt. nicht, dass ich zuvor viele gemacht hätte. aber dieses war eine ganze tageszeitungsseite groß und mein mitbewohner und ich haben drei stunden - gegen ende auch mit hilfe des internets - die aufgabe gemeistert. nur zwei dinge konnten wir nicht herausfinden. insgesamt ein sehr entspannter und angenehmer tag.

aber nun ist ja samstagabend. das hat ja stets so ein bisschen was herausforderndes. hier zu hause isses ja eigentlich ganz gemütlich. andererseits wäre so ein ausgehen, was ich dieses wochenende noch gar nicht gemacht habe, natürlich auch was...mal sehen, vielleicht gehe ich doch noch auf ein konzert.

was mir auch aufgefallen ist: wie sich dialekte in der wahrnehmung verändern. vor etwas zehn jahren, sagte ich mal, dass ich niemals einen freund haben wollte oder ernst nehmen könnte der arg bayerisch spricht, kurz später war ich für fast zwei jahre mit jemand zusammen der fiesestes bayerisch sprach. sächsisch ging mir tierisch auf die nerven, inzwischen ist es fast normal. und dann gibt es noch thüringerisch. auch was seltsames erstmal, dann habe ich jemand kennen gelernt, der das sprach und den ich mochte. und letzens habe ich ein telefon-interview gemacht mit jemand der wahrscheinlich alt und haesslich ist und ich fand seinen dialekt so angenehm, dass ich mich am liebsten mit ihm auf ein date verabredet hätte. so schnell kanns gehen.

vielleicht sollte ich heute in sachsen auf die suche nach thüringern gehen. oder so...

18 Mar 2006

kde je nejblizsi verejny baru?

angekommen. wie immer alles nicht ganz leicht. als erstes hatte ich die wahl, an welchem bahnhof verlassen sollte. ich habe mich dann fuer den ersten, den neuen, wie ich gelesen habe, entschieden. ausser mir ist nur noch eine junge frau ausgestiegen, die sofort in die arme ihres geliebten fiel.

ich gab mir dann gro-e miehe nicht wie ein suchender tourist zu gucken und bahnte mir meinen weg durch einen leeren bahnhof mit dem charme eines sozialistischen-70er-jahre-bauwerk, dann weiter ueber einen leeren platz, der nur von einer in der naehe vor sich hin frierenden tankstelle erleuchtet wurde, hin zu meiner trambahnhaltestelle. da war ich dann auch erstmal allein. an und an kamen leute vorbei, die ich einerseits auf ihre gefaerhlichkeit hin scannte. gleichzeitig versuchte ich sehr entspannt, einheimisch, mich auskennend und gelangweilt zu blicken.

irgendwann kam dann auch die strassenbahn. nur wurden drinnen keine tickets verkauft und auch an der haltstelle hatte mein keinen automaten aufgestellt. also schwarzfahren. zudem brauchen taschen (ich weiss nur nicht ab welcher groesse) in prag einen eigenen fahrschein. wir zwei bis drei schwarzfahrer sassen dann also in der bahn und scannten einerseits die hereinkommenden menschen auf ihre kontrolleurswahrscheinlichkeit und versuchten gleichzeitg sehr entspannt, einheimisch und vor allem im besitz eines fahrscheins zu wirken.

nach knapp zehn minuten hatten wir es dann ohne ansprachen irgendwemerseits an unsere zielhaltestelle geschafft. schnell fand ich dann auch das hostel, in dem mcih auch gleich ein schwanzwedelnder hund begruesste. dennoch trat ich ein und wurde dann in ein anderes gebaeude geschickt. ausgeruestet mit etwa 100 schluesseln machte ich mich auf den weg durch

- eine stahltuer (wo mich ein kleiner bellender hund mit einem wollpulli begruesste, der jedoch in begleitung war, die wohl irgendwas beruhigendes auf tschechisch murmelte)

- durch einen beinahe mittelalterlich wirkenden, recht dunklen hinterhof yu einem eingang, an dem ich den zweiten schluessel nutzen konnte.

- treppen hinauf in den zweiten stock wo der dritte schluessel eine tuer mitten auf den treppen oeffnete, die mir den weiteren aufstieg erlaubte.

- und zwar sehr dunklte treppen hinauf. (light is not working), wo ich schliesslichg die tuer zu einem achtbettzimmer fand und mit schluessel nummer vier aufsperrte.

- dort schloss ich dann mit nr. fuenf meinen rucksack in ein schliesfach ein, nutzte die sanitaeren anlagen (zu denen es uebrigens keinen schluessel gibt) und machte mich au, die pub-tipps von der rezeption auszuchecken.

erst war ich in der orange-bar, eine sehr nette kleine kneipe, wo ausschliesslich tschechen waren, dann im chateau, wo man live-blues anbot und ein absackerbier in der hostel-eigenen kneipe.

heute habe ich bei schneesturm die burg angeschaut. was kalt aber sonst ganz nett war. natuerlich habe ich auch goulash mit knedely gegessen. mal sehen, was heute noch so geht...

16 Mar 2006

Jeden pivo prosim

ich habs gut, denn morgen nach der arbeit fahre ich nach prag. ich dachte mir immer, es könnte ja nicht sein, dass ich hier gut zwei stunden von der goldenen stadt entfernt wohne und noch nie nicht da war. also habe ich nun einfach mal ein hostel gebucht, mir einen tag frei genommen, morgen setze ich mich in den zug und los gehts.

gepackt habe ich natürlich noch nicht. aber ich habe ja auch noch ein bisschen zeit...obschon hier die betonung auf bisschen liegt. vier tage will ich da bleiben und es mir gut gehen lassen, durch kälte und enge gassen spazieren und verzügliches pivo probieren. irgendwo sitzen und lesen und einfach nichts tun müssen. aber ich finde, ich hab nach zweieinhalb monaten arbeit auch ein wenig erbauung verdient. ich glaub nach ostern irgendwann werde ich dann die alte heimat wieder besuchen.

das wirklich doofe an arbeit ist ja, dass man davon so furchtbar müde wird. das bin ich jetzt auch. ich würde jetzt gerne dirigiered auf meinem bett sitzen und all meine dinge, die ich mitnehmen will würden in meine tasche springen. das wäre mal schön. geht aber nicht, deshalb werde ichs wohl doch händisch probieren müssen...

12 Mar 2006

ick wees ja nich

irgendwie sieht meine teilnahme am öffentlichen leben gerade etwas mau aus. am donnerstag, der ja quasi mein freitag ist, habe ich mit u. und m. per skype die grand-prix-vorausscheidung durchlitten. wenigstens konnten wir mit dem einsatz von nahezu unseren gesamten ersparnissen die entscheidung in unserem sinne entscheiden. danach wären die nacht noch jung und attraktive konzerte im angebot gewesen. aber ich war zu schwach.

gestern war hingegen das angebot an abendunterhaltung ziemlich bescheiden. mitten in der nacht habe ich mich doch noch für eine festivität entschieden, geduscht, mich zurecht gemacht und das haus verlassen. guter laune ging ich also zu der ausgwählten lokalität. dort klebte nur ein kleiner zettel an der tür, dass man gerade überfüllt sei und niemanden mehr hinein liese. also habe ich auf dem absatz kehrt gemacht und habe mich wieder die vier stockwerke zurück in die wohnung hinauf geschleppt und eine dvd konsumiert.

und heute? nach längerem nichtsfinden und nichtswollen hatte ich mir ein konzert rausgesucht, habe noch einmal auf die internetseite geschaut, um zu sehen, dass das konzert aufgrund von schneefall im norden ausfällt.

nun sitze ich also immernoch zu hause, schaue mir den zdf-samstagskrimi an und werde immer dicker, so ohne auslauf. dafür habe ich meine steuererklärung gemacht. ist auch was schönes, wenngleich auch weniger erbaulich. vielleicht fällt mir ja doch noch was ein, was ich da draußen machen könnte...

8 Mar 2006

wasn tag

jedes mal, wenn ich das büro verlassen habe, fing wieder ein neuer kleiner, kräftiger schneesturm an, der besonders viel spaß macht, wenn man mit dem fahrrad unterwegs ist. beim überqueren des breiten flusses (zum glück nicht schwimmend, sondern fahrradfahrend) wurde ich immer fast von der brücke geweht. zudem preschten diese kleinen, fiesen schneeflocken in die augen, dass es denen nur eine freude war. sicht: gleich null. ein wunder, dass ich das überlebt habe.

und: wer braucht schon handschuh. ich habe meine verloren und da ja der metereologische frühling schon lange begonnen hat, weigere ich mich neue zu kaufen. das führte wiederum zu roten, steifen, mal tauben mal brennenden wurstartigen auswüchsen, die früher einmal meine hände waren.

dazu termine, die sinnlos warren. vorgesetzte, die nicht gemocht haben, was ich getan habe und mich fühlen lassen haben wie eine praktikantin am ersten tag.

im fernsehen ist ein kleiner junge in der sachsen-klinik an vogel-grippe erkrankt (es ist eine serie), gerade habe ich gelesen, dass hansi hinterseer heute in der stadt, in der ich wohne auftritt. und meine zigaretten sind auch alle. also: was mache ich eigentlich noch hier.

7 Mar 2006

heute, gestern, morgen - glaube, liebe, hoffnung uswusf

so, da ist schon wieder ein montag vorbei. grummelig begonnen, müde abgeschlossen. wie montage eben so sind. das wochenende war eher zuhausezentriert, aber das ist ja auch kein wunder, wenn das wunder des internets hier wieder funktioniert. stündlich finde ich neue dinge, die ich tun könnte, fasse neue pläne, wobei dann vielleicht irgendwann einer umgesetzt wird. heute steht gerade ein ausgeklügelter plan zur thailand-korrespondetin auf der hitliste. morgen könnte es schon wieder etwas anderes sein. das ist ja das schöne an meinem dasein, dass ich nichts auf sicherheit bedachtes machen muss.

da gibts natürlich immer gute und schlechte seiten an sowas. wenn es niemand gibt, für den man irgendwo bleiben würde und keinen ort, an dem man unbedingt sein möchte. aber das gibt einem natürlich eine ungeheure freiheit, das zu tun, wonach einem gerade ist. das einzig blöde ist nur, dass alles was ich so tun möchte, immer ein gewisses quentchen geld voraussetzt. denn bis jetzt ist kaum eine idee dabei, mit der man/ich geld verdienen kann. da komme ich fließend wieder zu den ungerechtigkeiten des lebens. nämlich, dass sie jedes mal die falschen zahlen beim lotto ziehen. ich kanns mir wirklich nicht erklären. dabei hätte ich es doch sowas von verdient. und millionen müßten es noch nicht mal sein...

6 Mar 2006

guddie, dschüssie...

ja, der sachse an sich ist schon was komisches. die häufig gebrauchten worte "guddie" und "dschüssie" sind einzeln eigentlich schon hart genug. gestern habe ich sie auch mal in kombination direkt hintereinander gehört. aber seit einiger zeit stört es mich gar nicht mehr so schlimm. es gab eine zeit, da verursachte mir fieses sächsisch fast schon körperliche schmerzen. inzwischen ist es einfach hier. so wie ich auch. und ich bin richtig froh, dass ich hier noch nicht gleich wieder weg muss. noch ein halbes jahr, aber im moment fühle ich mich hier fast wohl.

vielleicht kein leben, was ich sonst als erfülltes bezeichnen würde. aber dennoch. nicht unangenehm. ich mag meinen job, meine kollegen, mein zimmer, die wohnung und auch meine mitbewohner sind o.k., wenn wir uns mal sehen. vergangenes jahr hatte ich immer das gefühl, dass die stadt in der ich wohne viel zu klein ist. inzwischen nehme ich das gar nicht mehr so wahr. es ist nicht die welt, es ist nicht des wahnsinns offenbarung, aber es ist o.k. und so gut, wie ich mich gerade fühlen kann.

parallel fange ich natürlich schon an zu planen, was ich nach dem halben jahr, was mir hier noch bleibt machen kann. ich recherchiere hier zwischen praktika bei bbc oder sonstigen internationalen medien (wenn ichs finanzieren kann), freiwilligendienst in kleinen dörfern in thailand, an der bar arbeiten in england. was auch immer. ich habe ja auch noch genug zeit. und es wird sich schon was ergeben.

rock on eben...

1 Mar 2006

back on-line!

es geschehen noch zeiten und wunder. ich sitze zuhause auf meinem bett und bin im internet. etwas was mir lange, lange, viel zu lange nicht möglich war. was ist das schön, was ist das herrlich.

was gibt es sonst noch? nicht viel. arbeit läuft ganz gut. das hier wohnen ist auch ganz o.k. zwei monate hier sind wie im flug vergangenen und noch ein halbes jahr und dann fängt schon wieder irgendwas neues an. was das sein wird, weiß ich noch nicht. aber ich seh dem entspannt entgegen.

so, nun muss ich mein internet etwas nutzen. aber jetzt kann ich mich ja wieder quasi jeder zeit melden! und werds auch tun!