a very independent production - fear and loathing - worldwide

24 Nov 2008

Die Susi hat die Haare schoen

Meine Woche fing recht aufregend an. Mit einem Radio Interview da ich im Finale eines Preisausschreibens bin. So habe ich – mehr oder minder – froehlich um acht Uhr morgens nationswide vor mich hin gestammelt. Ob ich gewinne, erfahre ich am Freitag. Also: Daumen druecken bitte.

Danach war ich beim Friseur, der so Sachen sagte wie: “Hey, ich mache Dir nen Schnitt mit ein bisschen edge. Du magst doch Punk oder? So like Siouxsie & the Banshees. When you know what I mean”.

Nun ich wusste nicht.

Und ich konnte mich partout nicht erinnern wie dieses Siouxsie nun ihre Haare hatte. Aber ich war zu muede um zu protestieren und hoffte schlicht der Mann wuesste was er tut.

Nach einer Stunde der Angst (“Hey, Du hast mich voll inspiriert an diesem Montag morgen”) war der Mann dann fertig und ich erleichtert. Die Susi hat die Haare schoen. Oder mehr ich. Obschon meine Kollegen fragten, ob es draussen sehr windig sei, da der gute Mann den Siouxie-Haarschnitt ein wenig auf ge-Sid-Vicious-ed hat bevor er mich entlies (Und hey, ich wohne in Wellington, natuerlich war es windig).

Und nachdem ich nun im Internet nachgeschaut hat, wie die Siouxie ihre Haare hat bin ich a) entsetzt, dass ich dem Friseuer sagte: nu mach, was Du fuer richtig haelst und b) erleichtert, dass er das wohl auch nicht so genau wusste und mir die Haare ganz anstaendig geschnitten hat.




In einem Monat ist schon wieder Weihnachten und obschon das nun das dritte ist, dass ich in NZ verbringe, will bei steigenden Temperaturen nicht so recht Weihnachtsstimmung aufkommen. Was widerum auch nicht so schlimm ist, da ich ja nun nicht wirklich ein grosser Freund des Weihnachtsfestes bin.

Ansonsten, habe ich festgestellt, dass mich eine gewisse Altersmilde befaellt. Wenn ich glueckliche Paerchen sehe (sogar Haendchen haltend) laechele ich sie ab und an an. Es ist sogar schon vorgekommen, dass ich kleinen Kindern ins Gesicht gelacht habe. Ob ich krank bin?

Nachtrag: Nur um es nocheinmal zu betonen, mein Haarschnitt ist nicht im geringsten wie der von Sousxi und jedesmal wenn ich das includierte Bild sehe muss ich - allein in meiner Ecke im Grossraumbuero - vor mich hin kichern.

19 Nov 2008

Boots are made for walking

Ich lese gerade sehr nette Reise-Literatur von Brian Thacker. Das ist ein Australier, der immer verrueckte Dinge tut, wie in Staaten reisen, von denen er vorher noch nie gehoert hat mit der Vorgabe vorher auch nichts weiter zu lesen, sich somit also noch nicht mal sicher ist, welche Sprache dort gesprochen wird usw. Kann ich durchaus empfehlen.

Dadurch ist mir aufgefallen, dass mich durchaus der Wanderschuh mal wieder drueckt (Sagt man das so?). Nicht der, der mich irgendwo anderes hinziehen laesst, aber ein wenig travellen waere durchaus mal wieder nett.

Wenn ich Herrn Thacker so zuhoere (bzw lese) dann denke ich mir manchmal doch wie gemein es ist, dass ganz viele von den Dingen (nun ich moechte nun nicht nach Wallis ohne Karte) nicht so einfach sind. Als Frau. Allein. Und das ist gemein und so gar nicht fair. Und eigentlich wuerde ich ja auch gerne so Buecher schreiben und Dinge tun wie der Herr Autor. Irgendwann.

Aber es gibt nun auch nicht so doll viel, was ich heute abend daran aenderen kann, an der globalen Unterdrueckung der Frau und so. Dennoch habe ich heute mal angefangen ueber kommende Urlaube nachzudenken. Da sollte der kleine Kurzurlaub auf der Suedinsel sein und der grosse, der auf jeden Fall einen Grossteil Muenchen einschliesst. Die Frage ist nur, ob ich auf dem Rueckweg lieber noch ein paar Tage nach Vietnam will oder lieber sowas wie Berlin-Dresden-Prag-Krakau-Warschau dranhaenge.

Aber ist ja noch ein wenig Zeit bis dahin...

ach ja und hier...ein link

9 Nov 2008

Nu nu.

ich weiss nicht, warum ich meinen kleinen blog derzeit so stiefmuetterlich behandel. partiell hat es sicherlich damit zu tun, dass ich gerade einfach zufrieden bin. Wann hat man das schon, dass selbst wenn man um sechs uhr morgens zur arbeit geht - eine zeit in der ich normalerweise grundsaetzlich nicht gluecklich bin - dennoch vor mich hin laechel.

Und dabei ist nichts grossartiges passiert. Keine Liebelei. Keine Lottogewinne. Keine bald geplanten Urlaube. Und dennoch ist mein Leben in meiner kleinen Wohnung gerade einfach gut. Nichts, ueber das ich mich beschweren moechte. (Ausser, dass meine Haende gerade irgendwie nach Baerlauch riechen und ich nicht weiss warum.)

Nun vielleicht die Politik. Die USA sind vielversprechend und dennoch glaube ich nicht, dass sich so wesentlich was aendern wird. Hier wurde gestern Labour nach neun Jahren von National abgeloest. Und ich mochte die Premierministerin gerne. Rein emotional. Und nun wird dieser Unsympath Premierminister und ich muss sein albernes Gesicht jeden Tag sehen.

Morgen muss ich kurz nach fuenf aufstehen. Aber man will ja nicht maeckern...

6 Nov 2008

absolutely Welly

Ihr koennt zwar nicht gewinnen: Dennoch nett: