Ja, long time no read. Staending hatte ich irgendwas was ich mal schreiben wollte. Aber nichts wirklich draengendes.
Aber nun wollte ich mich doch mal melden, waehrend ich in meiner Wohnung sitze und man ein bisschen meinen Atem sehen kann. Aber mit zwei Decken ueber den Beinen und zwei Pullis, Kaputze ueber dem Kopf und Waermflasche an den Fuessen ist es doch ganz gemuetlich.
Was ueber das ich palavern wollte ist etwa dass es immer noch nerven kann, wie lange es dauert, dass das Gehirn in einer neuen Sprache perfekt funktioniert. Wenn einem in der eigenen Sprache mal Worte nicht einfallen – und ich denke dass passiert staenndig, ohne dass man es wirklich merkt. Wenn das Gehirn feststellt, dass irgendein Wort gerade nicht im Display liegt, greifen wir einfach auf ein anderes zurueck. Wir haben ja genug. Nur wenn es irgendetwas Spezielles ist, faellt es uns ueberhaupt auf.
Und auch wenn ich im meist die Worte finde, die ich nutzten will, so kommt es doch auch haeufig vor, dass mir etwas nicht spontan auf der Zunge liegt und ich einen Satz spontan umformulieren muss, um etwas mit den in dem Moment vorhandenen Vokabeln zu sagen. Und in dem Moment zu merken, dass man gerade mit dem Vorhandenen jongliert und sich beim sprechen konzentrieren muss, nicht nur auf das was man sagt, sondern vor allem wie man es sagt, kann an manchen Tagen ganz schoen anstraengend sein.
Ausserdem: Ich war bei nem Rocky Horror Picture Show Abend, grossartigen Konzerten, aus mit Freunden, habe ein nettes Interview gemacht, habe Doppelschichten gearbeitet, weil alle Kollegen irgendwelchen Viren zum Opfer gefallen sind. Habe mich ueber Sonne gefreute, als sie bei uns mal vorbei geschaut hat und habe wieder festgestellt, dass so ein bisschen Sonne den Gemuetszustand doch nachhaltig auffrischen kann. Kurzum, ich hatte nicht viel zu sagen,
Dann habe ich mich gefragt, wie wahr denn der Satz „Remaining happily single“ ist, der gerade mal wieder in ner Fernsehserie gefallen ist. Klar kann Single sein, so viel besser sein, als jede schlechte Beziehung. Und klar bin auch ich meist happy. Und klar ist da die Frage, ob es denn wirklich sein muss, dass man es anstrebt, Teil eines Ganzen zu sein und nicht selber ein Ganzes sein kann. Und dass Liebe in so vielen Liedern als so was Essentielles dargestellt wird. Als ein must-have quasi, ohne dass man nicht Leben sollte. Klar mag ich meine Freunde und klar bin ich meist nicht einsam, aber Liebe? Hmm. Eine Vokabel, die nicht wirklich featured in Jule 09.
Hat alles sicher damit zu tun, dass wenn es draussen kalt wird und ein natuerliches sich einmummeln Beduefnis entsteht und man Zeit hat zu denken und Sachen zu vermissen, ohne die man sonst prima Leben kann.
Und da sind wir auch schon wieder am latent Jammern. Und ja. Das will ja keiner Lesen.
In weniger sechs Wochen geht es zum Urlauben. Ich will Muenchen, Berlin, Hamburg und eventuell Dresden sehen, abgesehen von Neuschwanstein, Salzburg und ein wenig Suedtirol. Langsam muss ich doch mal ein wenig planen, fuerchte ich. Ganz ernsthaft.
So long.